Arbeitsunfähig durch Rückenschmerz.

Vorbeugung und Gegenmaßnahmen.

Rückenschmerz entsteht vielfach durch alltägliche Belastungen. Dabei denken wir in erster Linie an Menschen mit körperlich stark belastenden Berufen wie Bauarbeiter, Reinigungskräfte, Forstwirte oder Erntehelfer. Tatsächlich zeigen diese Menschen auch häufiger Verschleißerscheinungen an Wirbelsäule und Gelenken. „Schreibtischtäter“ und stehende Berufe wie Verkäufer werden aber ebenso häufig vom Rückenschmerz heimgesucht. Bei ihnen sind meist nicht degenerative Veränderungen der Schmerzauslöser, sondern Bewegungsmangel, Fehlhaltungen, einseitige Belastungen oder psychische Ursachen. Bei den Ursachen für Arbeitsunfähigkeit führen Rückenschmerzen die Top-Ten-Liste an. 

 

Was sind Rückenschmerzen und woher kommen sie?

Grundsätzlich sind damit Schmerzen aller Art am Rücken (von der Halswirbelsäule bis zum letzten Lendenwirbel) gemeint. Die Medizin teilt die Schmerzen noch danach ein, ob eine Ursache feststellbar ist oder nicht.

Spezifische Rückenschmerzen lassen sich auf eine konkrete Erkrankung zurückführen: beispielsweise Degenerationen an Bandscheiben oder Wirbelkörpern, Bandscheibenvorfälle oder auch Krebserkrankungen. Nur für 20 Prozent der Rückenschmerzen lassen sich überhaupt konkrete Ursachen feststellen.

Unspezifische Rückenschmerzen machen daher 80 Prozent der Fälle aus: Es lässt sich keine eindeutige körperliche Ursache feststellen, die Schmerzen entstehen aus einem Zusammenspiel vieler Faktoren: Kopf-, Nacken- oder Brustschmerzen, Herzbeschwerden, Schwindelgefühl, Abgeschlagenheit etc.

Was heißt das für den Rückenschmerz-Geplagten? Ist die Ursache nicht eindeutig abklärbar, so spielen meist viele Faktoren eine Rolle. Daher muss auch die Behandlung möglichst umfassend erfolgen – mit verschiedenen Therapieansätzen und einer aktiven und nachhaltigen Beteiligung des Patienten.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.sbk.org/ruecken - umfassende Hintergrundinformationen rund um das Thema Rückengesundheit
www.sbk.org/rueckenwind - SBK RückenWind - das Programm für mehr Rückengesundheit

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Arbeitsunfähigkeit: Rückenschmerz steht ganz oben

  • 26,4 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage entfallen allgemein auf Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems
  • Bei den Einzeldiagnosen führt Rückenschmerz die Top-Ten-Liste an
  • Fast 50 Milliarden Euro an Kosten verursachen Rückenschmerzen jährlich in Deutschland (Studie des  Helmholtz Zentrums München)
  • 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sind daher allein dem Rückenschmerz „zuzurechnen“
  • Über die Hälfte der direkt von einem Rückenpatienten verursachten Kosten sind Ausfälle im Betrieb
  • Knapp 10 Prozent der Rückenschmerzpatienten müssen ständig behandelt werden, dadurch entstehen 80 Prozent der gesamten Behandlungskosten für Rückenschmerz

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Rückenschmerz: Was ein Unternehmen tun kann

  • Analyse und Hintergründe: Wie viele Menschen klagen im Betrieb über Rückenschmerzen, wie hoch sind messbare Ausfälle (AU), welche Ursachen lassen sich subjektiv/objektiv ausmachen?
  • Gesundheitsaktionen: individuelle und allgemeine Maßnahmen und Aktionen für mehr Bewegung und rückengesundes Arbeiten.
  • Stressabbau: (negativer) Stress ist ein entscheidender Faktor für Rückenschmerzen – und Stress ist ganz natürlich ein häufiger Begleiter der Arbeitswelt. Umgekehrt ist Stress aber auch eine ganz persönliche Reaktion auf innere und äußere Einflüsse.
  • Arbeitsumfeld: Lässt das Arbeitsumfeld einen möglichst bewegungsreichen Arbeitsablauf zu (z.B. häufiger Wechsel von sitzen/stehen/gehen)? Moderne Büromöbel können viel beitragen, sind aber für sich allein kein Allheilmittel.


Tipps für einen rückenfreundlichen Arbeitsplatz finden Sie bei unserem Partner netdoktor.de.

Wenn Sie weitere Informationen zu Maßnahmen rund um die Rückengesundheit Ihrer Mitarbeiter möchten, wenden Sie sich bitte an Ihren persönlichen Kundenberater oder rufen Sie beim SBK Arbeitgebertelefon an: 0800 0 725 725 9999 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands).

 

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