Das Arbeiten am Computerbildschirm verlangt unseren Augen viel ab. Die auf den ersten Blick sehr bequeme Arbeitsweise - im Sitzen vor dem Bildschirm - kann bei ungünstigen ergonomischen Verhältnissen zum puren Stress werden. Rötungen und ein brennendes Gefühl im Auge, Mattheit und Müdigkeit aber auch ein verspannter Nacken oder Kopfschmerzen können die Folge einer Überbeanspruchung der Sehorgane sein. Um die Arbeit am Bildschirm möglichst augenschonend zu gestalten, sollten bei der richtigen Beleuchtung ein paar Regeln beachtet werden.
„Licht beeinflusst Seh- und Aufnahmefähigkeit, Konzentration und Leistungsfähigkeit ganz wesentlich“, so Thomas Lensch, Experte für Betriebliche Gesundheitsförderung bei der SBK. „Nur bei optimalen Lichtverhältnissen kann optimal gearbeitet werden. Bei möglichst natürlichem Licht kann sich das menschliche Auge am besten entspannen.“ Wichtig sind daher hell eingerichtete Büroräume die zumindest auch anteilig durch Tageslicht versorgt werden. Schreibtische sollten am besten parallel zu den Fenstern ausgerichtet sein. So können Blendungen vermieden werden. Besonders problematisch sind Fenster unmittelbar hinter dem Monitor in Blickrichtung des Mitarbeiters. Die Pupillen verengen sich aufgrund der hohen Leuchtdichte im Hintergrund und die Arbeit am Bildschirm, der eine um ein Vielfaches geringere Leuchtdichte hat, wird zur Qual. Daher sollten alle Fenster zusätzlich mit Jalousien oder Lamellen ausgestattet sein, die individuell reguliert werden können.
Steht kein oder wenig Tageslicht zur Verfügung, empfiehlt der SBK-Experte eine Kombination aus allgemeiner und lokaler Beleuchtung. Die Lichtfarbe sollte der des Tageslichtes entsprechen. „Zusätzlich zum Deckenlicht können Tisch- oder Standleuchten an den Arbeitsplätzen eingesetzt werden. Diese sollten über einen Schwenkarm verfügen.“ So kann der Mitarbeiter das Licht dorthin richten, wo er es braucht. Bei Rechtshändern soll sich die Lichtquelle auf der linken Seite befinden, bei Linkshändern auf der rechten. Störende Blend- und Schatteneffekte können außerdem durch matte Oberflächen von Möbeln und Arbeitsgeräten in den Büroräumen reduziert werden.
Mit ein paar einfachen Übungen können die Augen zwischendurch wirksam entspannt werden. Eine einfache, aber sehr effektive Übung zur Augenentspannung ist der Blick in die Ferne. Dabei wird beim Blick aus dem Fenster ein weit entfernter Gegenstand, beispielsweise ein Kirchturm, fixiert und das Auge wandert an dessen Konturen entlang. Eine weitere wirksame Entspannungsübung ist das so genannte Palmieren. Dabei werden die Augen mit den Handflächen ohne Druck vollständig abgedeckt. Nach zwei bis drei Minuten werden die Hände langsam wieder entfernt und die Augen vorsichtig geöffnet.