Makuladegeneration-Behandlung

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) bezeichnet einen meist fortschreitenden Verlust der zentralen Sehschärfe im höheren Alter. Dabei ist die Makula, der so genannte gelbe Fleck, eine zentrale Stelle auf der Netzhaut des Auges, welche für das scharfe Sehen zuständig ist.

Leistungen

Sie haben Anspruch auf die ärztliche Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration und auf die dafür benötigten Medikamente. Leider kann die ärztliche Leistung nicht über die Krankenversichertenkarte abgerechnet werden. Daher werden Ihnen sowohl die Kosten für die ärztliche Behandlung als auch die Kosten für die eingesetzten Medikamente privat in Rechnung gestellt. Die SBK erstattet Ihnen die entstanden Kosten abzüglich der Zuzahlung für die Medikamente. Bitte beachten Sie jedoch, die Behandlung im Voraus durch die SBK genehmigen zu lassen.

Zur Diagnose der Makuladegeneration wird von vielen Augenärzten auch die optische Kohärenztomographie (OCT) angeboten. Dabei werden Laserstrahlen benutzt, um das Gewebe der Netzhaut schichtweise zu vermessen und dreidimensional darzustellen. Die OCT ist vom Gemeinsamen Bundesausschuss jedoch noch nicht bewertet und daher nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Leistung. Daher dürfen wir Ihnen hierfür keine Kosten erstatten. Falls Ihnen die OCT als Individuelle Gesundheitsleitung (IGel) angeboten wird, fragen Sie nach der Notwendigkeit sowie dem Nutzen dieser Untersuchung.

Für weitere Informationen sowie bei Fragen zur Kostenerstattung wenden Sie sich bitte an Ihren persönlichen Kundenberater, der Sie gerne berät.

Hintergrund Makuladegeneration

In Deutschland liegt bei jedem Fünften im Alter von 65 bis 74 Jahren eine Frühform der Erkrankung vor, bei den 75- bis 84-Jährigen sind sogar 35 Prozent betroffen. Unter dem Endstadium der Makuladegeneration leiden ein Prozent der 65- bis 74-Jährigen und fünf Prozent der 75- bis 84-Jährigen.

Das Spätstadium bringt den Verlust der Sehschärfe mit sich und kann in zwei unterschiedlichen Formen auftreten: Die so genannte trockene Makuladegeneration, welche in etwa 85 Prozent der Fälle betrifft und langsam verläuft, sowie die so genannte feuchte Makuladegeneration, welche sich durch einen schnelleren und aggressiveren Verlauf auszeichnet. In beiden Fällen ist nicht mit einer völligen Erblindung zu rechnen, so dass eine Orientierung in der Umgebung meist möglich bleibt. Allerdings sind die meisten Betroffenen nicht mehr in der Lage zu lesen, Auto zu fahren und Personen zu erkennen.

Es gibt Behandlungsmöglichkeiten, die vor allem den drastischen Verlauf der feuchten, altersbedingten Makuladegeneration aufhalten oder verlangsamen können; eine Heilung ist jedoch nicht möglich.

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