Rückenschmerzen hat fast jeder einmal in seinem Leben. Um sie richtig zu behandeln, ist es wichtig die Hintergründe zu kennen und seinen Körper zu verstehen. Wir haben Ihnen daher die wichtigsten Daten und Fakten zu Ihrem Rücken, Rückengesundheit und Rückenschmerzen zusammengefasst.
Wer ist am stärksten von Rückenschmerzen betroffen?
Rückenschmerz kann jeden treffen. Menschen mit körperlich stark belastenden Berufen wie Bauarbeiter zeigen häufiger Verschleißerscheinungen an Wirbeln und Gelenken und leiden deshalb unter Rückenschmerzen. Aber „Schreibtischtäter“ werden ebenso häufig von Rückenschmerzen heimgesucht. Bei ihnen sind meist nicht degenerative Veränderungen der Schmerzauslöser, bei ihnen sind es eher Bewegungsmangel, Fehlhaltungen und Stress.
Was sind eigentlich Rückenschmerzen und woher kommen sie?
Grundsätzlich sind damit Schmerzen aller Art am Rücken, also von der Halswirbelsäule bis zum letzten Lendenwirbel, gemeint. Die Medizin teilt sie jedoch zusätzlich danach ein, ob eine Ursache erkennbar ist oder nicht:
Spezifische Rückenschmerzen lassen sich auf eine konkrete Erkrankung zurückführen: beispielsweise Degenerationen an Bandscheiben oder Wirbelkörpern, Bandscheibenvorfälle oder auch Krebserkrankungen. Allerdings lassen sich nur 20 Prozent der Rückenschmerzen auf konkrete Ursachen zurückführen.
Dementsprechend machen die unspezifischen Rückenschmerzen 80 Prozent der Fälle aus: Es lässt sich keine eindeutige körperliche Ursache feststellen, die Schmerzen entstehen aus einem Zusammenspiel vieler Faktoren: Kopf-. Nacken- oder Brustschmerzen, Herzbeschwerden, Schwindelgefühl, Abgeschlagenheit etc.
Mehr über die verschiedenen Arten von Rückenschmerzen erfahren Sie hier.
Hinweise zu schweren und chronischen Krankheitsverläufen können Sie hier nachlesen.
Wo tut es weh? Der Aufbau des Rückens.
Um Schmerzen richtig behandeln zu können, ist es wichtig, sie zu verstehen. Dazu gehört im ersten Schritt, sie zu lokalisieren. Erfahren Sie mehr über den Aufbau des Rückens:
Weitere Hilfestellung bei der Analyse der Schmerzen gibt unser aktueller Impuls Nr. 006. Nehmen Sie diese Karte mit zu Ihrem nächsten Arztbesuch. Sie können sie als Grundlage eines Gesprächs einsetzen, um Ihre Symptome besser zu beschreiben.
Immer öfter höre ich, dass Rückenschmerzen psychisch bedingt sind. Stimmt das?
Das muss nicht so sein, ist aber nicht unwahrscheinlich. Denn: Körper und Geist beeinflussen einander, sind eins. So hat auch die Psyche ihre körperlichen Ventile. Stress, Ärger und emotionale Anspannung wirken sich unmittelbar negativ auf den Rücken aus. Muskeln verspannen sich und verhärten dauerhaft.
Lesen Sie mehr über den Zusammenhang zwischen Psyche und Rückenschmerzen bei unserem Partner netdoktor.de
Mir wurde immer gesagt, dass ich beim Heben in die Knie gehen soll, möglichst gerade sitzen usw. Trotzdem habe ich Rückenschmerzen. Woran liegt das?
Die aktuelle Forschung zeigt: Die körperliche Belastung im Alltag hat erstaunlich wenig Einfluss auf die Abnutzungserscheinung an der Wirbelsäule. Bewegungen wie „falsches Bücken“ oder „krummes Sitzen“, die angeblich dem Rücken schaden können, gibt es nicht. Auch Veränderungen an der Wirbelsäule wie Einrisse in der Bandscheibe, kommen bei fast jedem vor, häufig ohne Schmerzen auszulösen. Wesentlich mehr Einfluss haben Bewegungsmangel und mentale Faktoren: Unsicherheit, Zukunftsängste und Unzufriedenheit fördern die Entwicklung chronischer Rückenschmerzen. Bleiben Sie also in Bewegung und denken Sie positiv!
Hätten Sie es gewusst …? Daten und Fakten.