Fast Track Verfahren: Funktionsweise

Eine Operation nach dem Fast Track Verfahren erfolgt mittels minimalinvasiver, atraumatischer chirurgischer Verfahren, also mit kleinen Schnitten, um möglichst geringe Traumas zu hinterlassen und letztlich auch Narben zu vermeiden.

Beim Fast Track Verfahren führt ein Stufenplan Kinder und Eltern verständlich auf die Operation hin und durch den Eingriff: In Vorgesprächen wird geklärt, ob sich der notwendige operative Eingriff für die neue Methode eignet, welche Komplikationen möglich sind und wie der Eingriff verläuft. Von der Aufnahme bis zur Entlassung werden Kind und Eltern von speziell geschulten Ärzten und Kinderkrankenpflegepersonal betreut und begleitet.

Schmerzvermeidung

Schmerzvermeidung ist eine der Säulen des innovativen Konzeptes. Einen Tag vor der Operation wird die Schmerztherapie intensiv besprochen und vorbereitet, die Anästhesie während der OP erfolgt möglichst schonend und in der Phase nach der OP können Kinder die Schmerzmitteltherapie mit beeinflussen, zudem wird mittels Schmerzmessung die Belastung der kleinen Patienten gemessen und gezielt niedrig gehalten. Das Ziel der Schmerzvermeidung: Die Stressreaktion des Köpers wird vermindert und damit der Heilungsprozess entscheidend beschleunigt.

Nach der OP

Essen und Trinken ist bis wenige Stunden vor und kurz nach der Operation erlaubt. So soll noch am OP-Tag die Nahrung wieder ganz normal über den Mund zugeführt werden. Körper und Psyche werden so wieder auf Normalität eingestellt. Schläuche, Drainagen und Katheter werden so weit wie möglich vermieden. Hier zählt der psychologische Effekt: Je weniger Einschränkung die Patienten haben, umso weniger empfinden sie das „Kranksein“. Aufstehen ist noch am OP-Tag eine angenehme und gern gesehene „Pflicht“. Die frühzeitige Mobilität hilft, Komplikationen zu vermeiden.

Speziell geschultes Personal

Ärzte und Pflegepersonal sind für die Operation, Behandlung und Betreuung speziell geschult, da die Behandlungsabläufe weitgehend von herkömmlichen Methoden der Kinderchirurgie abweichen. Daher wird die Fast-Track-Methode derzeit nur an wenigen Kinderkliniken angeboten.

Weitere Betreuung

Nach der Entlassung werden die Patienten weiter betreut, innerhalb des OP-Plans und des Stufenkonzepts wird die Betreuung der darauf folgenden Wochen und Monate genau definiert. Übernehmen etwa Haus- oder Facharzt die weitere Betreuung, setzt sich die Klinik mit den Kollegen in Verbindung. Im Rahmen unseres Angebots werden Kinder und Eltern zudem unmittelbar nach der OP und ein halbes Jahr später nach ihren Eindrücken und den Behandlungserfolgen befragt.

 

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