Was hilft bei einer Erkältung?
Husten, Schnupfen, Halsschmerzen – dagegen ist zum Glück nicht nur ein Kraut gewachsen. Mithilfe von altbewährten Hausmittelchen, aber auch mit Medikamenten auf Pflanzenbasis lassen sich die Erkältungssymptome lindern.
Bewährte Hausmittel
- Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen, zum Beispiel aus Eukalyptus oder Latschenkiefer, wärmen und regen die Körperabwehr an, gleichzeitig lösen sie den Schleim in den Atemwegen.
- Linden- und Holunderblütentee wirken schweißtreibend, hustenstillend und beruhigend.
- Bei kalten Füßen ist ein ansteigendes Fußbad wohltuend: einen großen Eimer oder eine Sitzbadewanne mit 37 Grad warmem Wasser bis knapp unter die Kniekehle anfüllen. Anschließend die Temperatur durch Zuführen von heißem Wasser langsam auf 40 Grad steigern. Maximal 15 Minuten. Anschließend schnell ins Bett gehen.
- Bei Halsschmerzen helfen Lutschpastillen mit Salbei oder Isländisch Moos, da sie die angegriffenen Schleimhäute schützen.
- Säfte oder Sirups mit Auszügen aus Efeu, Spitzwegerich oder Eibisch lindern trockenen Hustenreiz. Thymian, Süßholz und Primelwurzel dagegen lösen festsitzenden, schleimigen Husten. Salben mit Eukalyptus-, Kiefern- oder Fichtennadelöl lassen die Schleimhäute in der Nase abschwellen.
- Einfach zuzubereiten und einfach köstlich: Heiße Milch mit Honig hat sich bei Husten bewährt, denn Honig enthält entzündungshemmende Substanzen. Bei verschleimtem Husten aber lieber die Finger davon lassen.
- Wer erkältet ist, sollte generell viel trinken, zwei Liter am Tag mindestens.
- Bei Schnupfen kann eine Inhalation helfen, die Atemwege zu befreien. Der warme Dampf löst das Nasensekret und lässt die Schleimhäute abschwellen. Er hält die Atemwege feucht und lindert so den Hustenreiz. Ein Zusatz mit ätherischen Ölen, beispielsweise aus Eukalyptus oder Pfefferminze, legt sich wie Balsam über die entzündeten Schleimhäute. Säuglinge und ganz kleine Kinder sollten wegen der Verbrühungsgefahr nicht inhalieren. Bei Kleinkindern unter zwei Jahren sollte auf Eukalyptus und andere mentholhaltige Inhalierzusätze verzichtet werden, da diese einen Atemstillstand bei den Kleinen auslösen können.
Aus dem Medizinschrank
- Gegen Kopf-, Gelenk- oder Muskelschmerzen helfen Arzneimittel mit Wirkstoffen wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure. Kinder unter 14 Jahren sollten jedoch keine Präparate mit Acetylsalicylsäure einnehmen, da sie bei ihnen Leber- und Gehirnschäden verursachen können. Auch Paracetamol schädigt die Leber, wenn es über einen längeren Zeitraum eingenommen wird.
- Wenn der Hals kratzt oder schmerzt: Schonen Sie Ihre Stimme, indem Sie so wenig wie möglich und nur leise sprechen, denn Heiserkeit entsteht durch eine Entzündung und Schwellung der Stimmbänder. Ein Schal hält den Hals schön warm. Lösungen zum Gurgeln, die zum Beispiel Chlorhexidin oder Cetylpyridiniumchlorid enthalten, wirken desinfizierend. Länger als drei Tage sollten sie allerdings nicht angewendet werden.
- Wund vom vielen Naseputzen? Spezielle Salben mit Panthenol lindern die Beschwerden, Tropfen, die Xylometazolin oder Oxymetazolin als Bestandteil haben, können kurzfristig die Atmung erleichtern. Generell verträglicher für die Nasenschleimhaut sind allerdings Präparate ohne das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid. Es ist ratsam, Produkte mit diesem Wirkstoff möglichst nur ein- bis zweimal täglich und nicht länger als über einen Zeitraum von sieben Tagen anzuwenden, sonst schädigt er die Nasenschleimhaut. Eine gute und sanftere Alternative sind Nasentropfen mit Salzlösungen. Für Kinder und Säuglinge gibt es spezielle Medikamente.
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