Diskussion um Zusatzbeiträge zeigt: Trend zu weniger Krankenkassen schadet Image und Wettbewerb

 

SBK fürchtet Imageschaden für die Branche: Verbraucher sehen Kassen als Preiskartell

 

München, 28.01.2010. Die Ankündigung flächendeckender Zusatzbeiträge könnte den Verbrauchern als Preiskartell erscheinen und das Image der Branche nachhaltig schädigen, fürchtet die SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse). Das spricht gegen eine weitere Konzentration des Marktes – wenige große Kassen würden erst recht als Angebotsoligopol wahrgenommen. Zudem sei die Ausgabensteigerung politisch gewollt und akzeptiert.

 

Nach tagelangen Spekulationen hatten am Montag, 25. Januar 2010, einige große Krankenkassen und in der Folge auch mehrere kleine Kassen Zusatzbeiträge bereits in den kommenden Monaten angekündigt – bei einem gemeinsamen Termin in Berlin! „Die gesteigerten Ausgaben und die unsichere Einnahmesituation treffen die Kassen unterschiedlich, einige Krankenkassen müssen jetzt handeln.“, sagt Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender der SBK. Leider sehe das für viele Menschen in Deutschland so aus, als würde man sich bei den Preisen absprechen. Unterhuber: „Die von der Politik akzeptierte und gewollte Ausgabensteigerung der Krankenkassen vor allem bei Ärzten und Krankenhäusern hat die Kassen finanziell geschwächt!“ Nun stünden bei Krankenkassen, die in den vergangenen Jahren nur geringe Rücklagen aufgebaut haben, unmittelbar Zusatzbeiträge an. Die SBK hatte bereits am 22. Januar erklärt, sie plane für das Jahr 2010 keine Zusatzbeiträge, über 100 weitere Kassen haben ebenfalls bislang keine Zusatzbeiträge angekündigt.

 

Dieses Beispiel zeige allerdings deutlich, wie wichtig es sei, endlich wieder auf mehr Wettbewerb und auf eine möglichst vielfältige Kassenlandschaft zu setzen. Unterhuber: „Jahrelang haben viele Politiker und Verbandsfunktionäre postuliert, 30 Kassen würden völlig ausreichen und die Versicherten in diesen Kassen viel besser versorgt. Wäre das heute Wirklichkeit, dann würden alle Deutschen schon im Februar Zusatzbeiträge zahlen.“ Von Gesundheitsminister Philipp Rösler fordert der Kassenchef daher ein eindeutiges Bekenntnis zu Angebotsvielfalt und Wettbewerb unter den Kassen. Kurz vor der Bundestagswahl 2009 hatte sich die SBK mit dieser Forderung an alle im Bundestag vertretenen Parteien gewandt.

 

Die SBK hatte 2009 als eine der ersten Krankenkassen verbindlich angekündigt, ohne Zusatzbeiträge ins Jahr 2010 zu starten. Nun plant die Krankenkasse, über das ganze Jahr 2010 hinweg ohne Zusatzbeiträge ihrer Versicherten auszukommen. Die SBK hat dem Bundesversicherungsamt bereits einen entsprechenden Haushaltsplanentwurf zur Genehmigung vorgelegt. Zudem hat der Vorstand der SBK dem Verwaltungsrat ein Budget ohne Zusatzbeiträge vorgeschlagen. Das Gremium wird im Februar darüber entscheiden. 

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Über die SBK:

Die SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse) ist eine geöffnete, bundesweit tätige Betriebskrankenkasse und gehört mit fast 1 Million Versicherten zu den vier größten Betriebskrankenkassen und zu den 20 größten Krankenkassen in Deutschland. Die SBK ist mit über 100 Geschäftsstellen und über 1.300 Mitarbeitern nahe bei ihren Kunden. Sie betreut ferner über 100.000 Firmenkunden bundesweit.
In der mehr als 100-jährigen Geschichte der SBK stand und steht der Mensch immer im Mittelpunkt ihres Handelns. Sie unterstützt auch heute ihre Kunden bei allen Fragen rund um die Themen Versicherung, Gesund bleiben und Gesund werden. Dies bestätigen auch die Kunden. Beim Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“ gehört die SBK seit Jahren zu den Besten. Beim Kundenmonitor 2008 belegte sie einen Spitzenplatz unter den Krankenkassen und gehörte zu den fünf besten Unternehmen über alle Branchen hinweg. Gleichzeitig konnte sich die SBK im Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“ 2009 erneut unter den besten 100 Unternehmen platzieren und ist auch im europäischen Umfeld ganz vorne mit dabei.

 

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Telefon: +49 (0) 89 62700-488
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