Über 500 teils chronisch kranke Menschen wenden sich an die SBK
München, 22. Juli 2009 – Über 500 Versicherte der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK machen sich für den Versand rezeptpflichtiger Arzneimittel durch Online-Apotheken stark – großteils chronisch kranke Menschen, die auf diesen Service angewiesen sind. Jüngst war ein Verbot des Versandhandels im Bundesrat nur knapp gescheitert.
„Meine Frau wurde wegen eines Tumors operiert. Ich selbst habe ebenfalls eine Tumorerkrankung und wurde zudem am Herzen operiert. Wir sind beide ständig auf Medikamente angewiesen und nutzen dafür seit drei Jahren eine Versandapotheke.“ Mit diesen Worten wendet sich ein SBK-Versicherter aus Franken an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und er wünscht sich von der Kanzlerin: „Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass uns diese kostengünstige und angenehme Möglichkeit, an die dringend benötigten Medikamente zu kommen, nicht genommen wird.“
Fast 20.000 SBK-Versicherte nutzen derzeit den Service der niederländischen Europa Apotheek Venlo. Im April hatten sie vorsorglich Post von der SBK erhalten, dass dem Versand verschreibungspflichtiger Arzneien das politische Aus droht. Vor allem Bayern hatte sich im Bundesrat für eine massive Beschränkung zugunsten der niedergelassenen Apotheken stark gemacht – vorerst hatte sich Ende April dafür keine Mehrheit in der Länderkammer gefunden. Stefanie Eikel, Pharma-Expertin der SBK: „Zertifizierte Versandapotheken bieten höchste Qualität und Zuverlässigkeit, Probleme mit gefälschten Arzneimitteln gab es bislang nur im teils illegalen Internethandel. Unsere Kunden schätzen den Service der Versandapotheken und sind oftmals darauf angewiesen.“
Wie sehr die SBK-Kunden diesen Service schätzen, das erhielt die SBK in den vergangenen Wochen schriftlich. Über 500 Kunden meldeten sich bei ihrer Krankenkasse SBK und fügten teilweise Briefe und Mails bei, mit denen sie sich an Bundestagsabgeordnete und Minister gewandt hatten. „Ich muss 13 Medikamente täglich einnehmen und habe in vielen Jahren nicht feststellen können, dass der Versand unsicher oder unzuverlässig war“, schreibt ein Versicherter aus Schwaben.
In einem Brief an SPD-Fraktionschef Peter Struck bringt es ein SBK-Kunde aus Schleswig-Holstein auf den Punkt: „Ich bin regelmäßiger Nutzer von Versandapotheken und möchte die Möglichkeit auch in Zukunft nutzen können.“ Gut beraten fühlt sich eine Kundin aus Niedersachsen, die schreibt: „Besonders beeindruckt haben mich die beigelegten Informationsschreiben zu meiner Medikation auf Interaktionen und Wechselwirkungen.“ Und eine Versicherte aus Südbayern meldet: „Meine Internetapotheke schrieb mich sogar an, als ein von mir eingenommenes Rheuma-Medikament vom Markt genommen wurde.“
Der Umsatzanteil des Versandhandels ist nach wie vor gering, daher bedrohen die Internetapotheken keineswegs den Bestand der niedergelassenen Apotheken. Deren Umsätze sind in den vergangenen Jahren sogar gestiegen. SBK-Arzneimittelexpertin Stefanie Eikel: „Die meisten Menschen nutzen nach wie vor gerne die Apotheke vor Ort. Aber gerade chronisch kranke und eingeschränkt mobile Patienten sollten die Wahlmöglichkeit haben. Wir werden uns hier für unsere Kunden einsetzen.“
Über die SBK:
Die SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse) ist eine geöffnete, bundesweit tätige Betriebskrankenkasse und gehört mit fast 740.000 Versicherten und rund 520.000 Mitgliedern zu den vier größten Betriebskrankenkassen und zu den 25 größten Krankenkassen in Deutschland, bei den bundesweit geöffneten Kassen nimmt sie Platz 10 ein. Die SBK ist mit 82 Geschäftsstellen und über 1.000 Mitarbeitern nah bei ihren Kunden. Sie betreut ferner über 81.000 Firmenkunden bundesweit.
In der mehr als 100-jährigen Geschichte der SBK stand und steht der Mensch immer im Mittelpunkt ihres Handelns. Sie unterstützt auch heute ihre Kunden bei allen Fragen rund um die Themen Versicherung, Gesund bleiben und Gesund werden. Dies bestätigen auch die Kunden. Beim Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“ gehört die SBK seit Jahren zu den Besten. Beim Kundenmonitor 2008 belegte sie einen Spitzenplatz unter den Krankenkassen und gehörte zu den fünf besten Unternehmen über alle Branchen hinweg. Gleichzeitig konnte sich die SBK im Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“ 2009 erneut unter den besten 100 Unternehmen platzieren und ist auch im europäischen Umfeld ganz vorne mit dabei.
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