Neues Bündnis aus Ärzten und SBK fordert:

Hochqualitative ambulante Operationen gezielt fördern

 

 

Ambulante Operateure und Krankenkassen fordern Umbau des Honorarsystems

 

 

München, 12.05.2010. Der Landesverband ambulantes Operieren in Bayern LAOB und die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK fordern, 3 % aus der ärztlichen Gesamtvergütung für Qualitätsförderung heraus zu brechen. Damit soll unter anderem hochqualitatives und innovatives ambulantes Operieren gefördert werden. Mit dieser Forderung gehen sie auf Politik und Ärzteverbände zu. Die Partner wollen auch Zeichen für einen langfristigen Umbau des Honorarsystems setzen.

 

Immer wieder stehen sich Ärzte und Krankenkassen in der Öffentlichkeit als Gegner gegenüber, obwohl sie das gemeinsame Ziel einer optimalen Versorgung von Patienten eigentlich einen sollte. Ein pauschales Urteil nach dem Honorarstreit 2009: Die einen wollen mehr Geld für die Versorgung der Patienten und die anderen wollen zwar mehr Qualität von den Ärzten, aber dafür nicht mehr zahlen. Streitpunkte, die die Menschen in Deutschland verunsichern und an einer funktionierenden Gesundheitsversorgung zweifeln lassen.

 

LAOB und SBK möchten nun andere Zeichen setzen, wie der gemeinsame Vorschlag zur Aus-gestaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in der ambulanten ärztlichen Versorgung deutlich macht. Die beiden Partner fordern mehr Spielräume für die Förderung von Qualität und Innovationen. Die bis Anfang 2009 geltende Anschubfinanzierung zur Integrierten Gesundheits-versorgung steht hierfür Modell.

 

Die Anfang 2009 in Kraft getretene Honorarordnung für Ärzte nimmt beiden Seiten Verhand-lungsspielräume und legt deutschlandweit und ohne Rücksicht auf ein unterschiedliches Quali-tätsniveau gleiche Honorare für ärztliche Leistungen fest. „Alles wird auf einem gleichen Niveau festgeschrieben. Ärzte, die generell mehr in Qualität investieren, werden nicht besser gestellt“, so Dr. Stefan Weber, Leiter Leistung, Versorgung, Versicherung bei der SBK. Das sieht auch Dr. Axel Neumann, Präsident des Bundesverbandes für ambulantes Operieren, so. Viele ambulante Operateure hätten sich schon seit Jahren einem umfassenden Qualitätssicherungssystem unterworfen. „Wir bekommen aber in der Regelversorgung genauso viel wie Ärzte, die dies nicht tun. Das kann nicht sein.“

 

Pauschale Regelung statt bürokratischer Vertragsmodelle

 

In einer Zeit drohender Zusatzbeiträge und damit neuer Belastungen für die Versicherten schließen LAOB und SBK zusätzliche Mittel aus der gesetzlichen Krankenversicherung aus. Ebenfalls wenig zielführend und viel zu bürokratisch wäre eine so genannte Bereinigung der Zahlungen über intensive Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Die ambulanten Operateure und die SBK fordern deshalb in einer gemeinsamen Erklärung, dass zukünftig 3 % der Ausgaben, die die Krankenkassen an die Ärzte zahlen, global für Projekte zur Verfügung gestellt werden, bei denen die Qualitätsanforderungen an die ärztliche Versorgung über Anfor-derungen der Regelversorgung hinausgehen. Der Vorschlag richtet sich somit vor allem auch an Spitzenverbände der Krankenkassen und Ärzte, die am liebsten alles einheitlich und gleich regeln. Das Geld müsse aber zurück an die Basis – darin sind sich Neumann und Weber einig.

 

Unterschiedliche Aspekte von Qualität in der MedizinZugleich wollen die Initiatoren eine Qualitätsfokussierung nur auf operative oder technologiein-tensive Medizin vermeiden. Qualität heiße, dass für den Patienten eine möglichst optimale Ver-sorgung erreicht werde. Für Hausärzte oder Kinderärzte könne dies bedeuten, eine umfassende medizinische Betreuung auf hohem Niveau mit einer engen Arzt-Patienten-Beziehung zu pflegen – für Radiologen oder Operateure gelten andere Maßstäbe der Qualität. Mit der Initiative von LAOB und SBK sollen neue Wege beschritten werden, die unterschiedlichen Anforderungen im Sinne der Patienten entsprechend zu fördern und individuell zu honorieren.

 


 

Über die SBK:

Die SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse) ist eine geöffnete, bundesweit tätige Betriebskrankenkasse und gehört mit fast 1 Million Versicherten zu den vier größten Betriebskrankenkassen und zu den 20 größten Krankenkassen in Deutschland. Die SBK ist mit über 100 Geschäftsstellen und über 1.300 Mitarbeitern nahe bei ihren Kunden. Sie betreut ferner über 100.000 Firmenkunden bundesweit.
In der mehr als 100-jährigen Geschichte der SBK stand und steht der Mensch immer im Mittelpunkt ihres Handelns. Sie unterstützt auch heute ihre Kunden bei allen Fragen rund um die Themen Versicherung, Gesund bleiben und Gesund werden. Dies bestätigen auch die Kunden. Beim Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“ gehört die SBK seit Jahren zu den Besten. Beim Kundenmonitor 2009 belegte sie zum dritten Mal in Folge einen Spitzenplatz unter den Krankenkassen. Gleichzeitig konnte sich die SBK im Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“ 2010 erneut unter den besten 100 Unternehmen platzieren und ist auch im europäischen Umfeld ganz vorne mit dabei.

 

Für Rückfragen:

 

SBK
Franz Billinger
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Heimeranstraße 31
80339 München
Telefon: +49 (0) 89 62700-488
E-Mail: franz.billinger@sbk.org
Internet: www.sbk.org

 

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