Beim vierten SBK Versichertenparlament stand die Diskussion von Lösungsansätzen im Mittelpunkt
München, 23. März 2009 – Am vergangenen Freitag fand in Augsburg das inzwischen vierte SBK Versichertenparlament statt. Die Themen der regen Diskussion: die Honorarsituation der Ärzte, die Ausgabenschwerpunkte im Gesundheitswesen und die Entwicklung der Beitragssätze. Über allem aber stand die große Frage: Welchen Ausweg gibt es aus der aktuellen Misere? Denn darin waren sich alle einig – so wie jetzt kann es nicht weitergehen.
Wolfgang Weigl, Regionalgeschäftsführer Südbayern der SBK, stellte gleich zu Beginn der Veranstaltung fest: „Das ursprüngliche Motiv für die Reform war, den Veränderungen aufgrund des medizinischen Fortschritts und des demografischen Wandels zu begegnen und unser – wirklich sehr gutes – Gesundheitssystem weiterhin bezahlbar zu machen.“ Leider, so Weigl, sei, bedingt durch politische Kompromisse, ein hoch-manipulationsanfälliges und dubioses System entstanden. Einziger Ausweg: die Abschaffung des Gesundheitsfonds.
Im Verlauf der Veranstaltung kamen verschiedene Lösungsansätze zur Sprache. Die Steuerfinanzierung des Gesundheitssystems gehörte ebenso dazu wie die Diskussion, ob die Ausgaben für Prävention wirklich richtig eingesetzt sind. Das Ergebnis: Mit einer sinnvolleren Verteilung der Gelder könnten viele Standards gehalten und Innovationen gefördert werden. Das jedoch funktioniert nicht, solange die Steuerung der Ein- und Ausgaben von der Politik in Berlin übernommen wird. Dr. Jan Schmitt-Bosslet, Hausarzt und Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns in Augsburg, betont: „Den Krankenkassen wurden alle regionalen Verhandlungsspielräume genommen, das ist eine Katastrophe!“ Und Wolfgang Weigl bringt es auf den Punkt: „Wir fordern mehr Wettbewerb unter den Krankenkassen, wir brauchen qualitativ hochwertige Verträge zum Beispiel mit Ärzten und wir wehren uns gegen Staatsmedizin.“
Über die SBK:
Die SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse) ist eine geöffnete, bundesweit tätige Betriebskrankenkasse und gehört mit rd. 720.000 Versicherten und rd. 500.000 Mitgliedern zu den vier größten Betriebskrankenkassen und zu den 25 größten Krankenkassen in Deutschland, bei den bundesweit geöffneten Kassen nimmt sie Platz 10 ein. Die SBK ist mit 76 Geschäftsstellen und rund 900 Mitarbeitern nah bei ihren Kunden. Sie betreut ferner über 71.000 Firmenkunden bundesweit.
Die SBK feierte im Jahre 2008 ihr 100-jähriges Jubiläum. In ihrer 100-jährigen Geschichte stand und steht der Mensch immer im Mittelpunkt ihres Handelns. Sie unterstützt auch heute ihre Kunden bei allen Fragen rund um die Themen Versicherung, Gesund bleiben und Gesund werden. Dies bestätigen auch die Kunden. Beim Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“ 2008 ist die SBK die bestplatzierte Krankenkasse. Beim Kundenmonitor 2008 belegte sie einen Spitzenplatz unter den Krankenkassen und gehörte zu den fünf besten Unternehmen über alle Branchen hinweg. Gleichzeitig konnte sich die SBK im Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“ bereits zum zweiten Mal unter den besten 100 Unternehmen platzieren.
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