„Publikumswirksame Argumente, die mit der Realität nichts zu tun haben“
München, 29.01.2010. Das bloße Schielen auf Bürokratiekosten wird Zusatzbeiträge nicht verhindern. Die SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse) fordert eine ehrliche Diskussion über die Ausgabenentwicklung im Gesundheitswesen und will damit Zusatzbeiträge so lange wie möglich vermeiden.
Die SBK, die selbst für 2010 keine Zusatzbeiträge plant, setzt sich für eine offene und ehrliche Debatte über Zusatzbeiträge und die Ausgabenentwicklung im Gesundheitswesen ein. „Es wird wenig nützen, immer wieder die Argumente von Bürokratiekosten aus dem Hut zu zaubern“, sagt Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender der SBK. So hatte Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder Einsparungen bei Leistungen oder Ärztehonoraren für tabu erklärt und sich allein für weniger Bürokratie bei den Krankenkassen stark gemacht.
„Das hört sich gut an, nützt aber wenig“, so Unterhuber. Die Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenversicherung machen etwa 5 Prozent der Gesamtausgaben aus. Allein die Steigerung der Krankenhausausgaben des vergangenen Jahres sei so hoch wie ein Drittel der gesamten Verwaltungskosten aller Krankenkassen. Selbst wer hier mit aller Kraft spare, könne die Zusatzbeiträge nicht vermeiden.
Unterhuber: „Die SBK hat gut gewirtschaftet und kommt jetzt ohne Zusatzbeitrag aus. In unserer Verwaltung sparen wir so gut es geht. Bei der umfassenden Beratung und Betreuung unserer Versicherten durch persönliche Kundenbetreuer werden wir aber nichts einsparen. Die Menschen brauchen Unterstützung durch ihre Krankenkasse, auch das ist Teil des Versicherungsversprechens!“ Selbst unter rein ökonomischen Aspekten zahle sich eine intensive Betreuung der Versicherten aus.
Die SBK hatte 2009 als eine der ersten Krankenkassen verbindlich angekündigt, ohne Zusatzbeiträge ins Jahr 2010 zu starten. Nun plant die Krankenkasse, über das ganze Jahr 2010 hinweg ohne Zusatzbeiträge ihrer Versicherten auszukommen. Die SBK hat dem Bundesversicherungsamt bereits einen entsprechenden Haushaltsplanentwurf zur Genehmigung vorgelegt. Zudem hat der Vorstand der SBK dem Verwaltungsrat ein Budget ohne Zusatzbeiträge vorgeschlagen. Das Gremium wird im Februar darüber entscheiden.
Über die SBK:
Die SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse) ist eine geöffnete, bundesweit tätige Betriebskrankenkasse und gehört mit fast 1 Million Versicherten zu den vier größten Betriebskrankenkassen und zu den 20 größten Krankenkassen in Deutschland. Die SBK ist mit über 100 Geschäftsstellen und über 1.300 Mitarbeitern nahe bei ihren Kunden. Sie betreut ferner über 100.000 Firmenkunden bundesweit.
In der mehr als 100-jährigen Geschichte der SBK stand und steht der Mensch immer im Mittelpunkt ihres Handelns. Sie unterstützt auch heute ihre Kunden bei allen Fragen rund um die Themen Versicherung, Gesund bleiben und Gesund werden. Dies bestätigen auch die Kunden. Beim Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“ gehört die SBK seit Jahren zu den Besten. Beim Kundenmonitor 2008 belegte sie einen Spitzenplatz unter den Krankenkassen und gehörte zu den fünf besten Unternehmen über alle Branchen hinweg. Gleichzeitig konnte sich die SBK im Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“ 2009 erneut unter den besten 100 Unternehmen platzieren und ist auch im europäischen Umfeld ganz vorne mit dabei.
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SBK
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Pressesprecher
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