SBK-Versicherte für mehr Transparenz und Wettbewerb im Gesundheitswesen

 

Angst vor sinkender Qualität der Gesundheitsversorgung in Deutschland

 


München, 03. März 2009 – Insgesamt gibt es in Deutschland rund 71 Millionen gesetzlich Krankenversicherte, die von der aktuellen Gesundheitsreform betroffen sind – und Ludwig Faust, Vorsitzender des Presseclubs Regensburg und Moderator des dritten SBK Versichertenparlaments, brachte es mit seiner Frage auf den Punkt: „Hat jemand die Versicherten gefragt, wie sie sich ihr Gesundheitswesen wünschen? Hat Sie jemand gefragt?“, wandte er sich an das Publikum, das sich in der Regensburger SBK Geschäftsstelle versammelt hatte. Die klare Antwort: Nein – dabei haben alle Anwesenden klare Vorstellungen, was besser sein könnte.


Eine Versicherte betont: „Ich hätte gerne einen Arzt, der sich um mich und meine Gesundheit kümmert. Und nicht um die Verwaltung von Patientendaten und Verträgen. Das finde ich einfach Irrsinn, wie das jetzt läuft.“ Und ein anderer fügt hinzu: „Gesundheitsbewusstes Verhalten wird im aktuellen System nicht gefördert, das sollte es aber. Man würde viel mehr auf seine Gesundheit achten, wenn man wüsste, welche Behandlung wie viel kostet – mehr Transparenz ist wichtig.“

 

Wie schon bei den beiden vorangegangenen SBK Versichertenparlamenten in Erlangen und München stand auch hier wieder die Zentralisierung, Nivellierung und Pauschalisierung des Gesundheitswesens im Mittelpunkt der Kritik. „Eigentlich heißt das Gesetz, das hinter der Reform steht ja Wettbewerbsstärkungsgesetz“, so Stefan Neuner, Regionalgeschäftsführer der SBK in Nordbayern. „Zurzeit geschieht aber genau das Gegenteil – die Politik greift mehr und mehr in den Wettbewerb ein und reguliert den Markt, um ihre eigenen Ziele zu erreichen.“ Dr. Thomas Koch, Geschäftsführer des Regensburger Ärztenetzes und Facharzt, bestätigt das: „Der Staat reguliert alles bis in Kleinste, dadurch wird es zu Rationierungen kommen. Die Konsequenz aus einem Einheitspreis – egal ob bei den Krankenkassen oder der Ärztevergütung – ist immer sinkende Qualität.“ Und sein Kollege, Hausarzt Dr. Stephan Hülsmann, fügt hinzu: „Bei der Honorarreform wurden viele Pauschalen für die Bezahlung der ärztlichen Leistung eingeführt. Damit bekomme ich jetzt gleich viel Geld, egal ob ein Patient fünf Minuten oder eine halbe Stunde in meinem Behandlungszimmer ist. Damit geht der Anreiz verloren, sich intensiv und individuell mit den Menschen auseinanderzusetzen.“ Ein Versicherter fasst die Aussagen zusammen: „Es wird alles immer schlechter, je mehr die Politik sich einmischt.“  Die Forderung lautet: Mehr Wettbewerb und Transparenz, keine Einheitsmedizin, Politiker, die einen Rahmen geben und nicht alles bis ins Kleinste regulieren wollen!

Über die SBK:
Die SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse) ist eine geöffnete, bundesweit tätige Betriebskrankenkasse und gehört mit rd. 720.000 Versicherten und rd. 500.000 Mitgliedern zu den vier größten Betriebskrankenkassen und zu den 25 größten Krankenkassen in Deutschland, bei den bundesweit geöffneten Kassen nimmt sie Platz 10 ein. Die SBK ist mit 76 Geschäftsstellen und rund 900 Mitarbeitern nah bei ihren Kunden. Sie betreut ferner über 71.000 Firmenkunden bundesweit.
Die SBK feierte im Jahre 2008 ihr 100-jähriges Jubiläum. In ihrer 100-jährigen Geschichte stand und steht der Mensch immer im Mittelpunkt ihres Handelns. Sie unterstützt auch heute ihre Kunden bei allen Fragen rund um die Themen Versicherung, Gesund bleiben und Gesund werden. Dies bestätigen auch die Kunden. Beim Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“ 2008 ist die SBK die bestplatzierte Krankenkasse. Beim Kundenmonitor 2008 belegte sie einen Spitzenplatz unter den Krankenkassen und gehörte zu den fünf besten Unternehmen über alle Branchen hinweg. Gleichzeitig konnte sich die SBK im Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“ bereits zum zweiten Mal unter den besten 100 Unternehmen platzieren.

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Isartalstraße 49
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Fax: +49 (0) 89 759 003-10
E-Mail: franziska.wolschk@sv-onpact.de
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  • Stefan Neuner, Regionalgeschäftsführer Nordbayern der SBK
  • Stefan Neuner, Regionalgeschäftsführer Nordbayern der SBK, Ludwig Faust, Vorsitzender des Presseclubs Regensburg, Dr. Thomas Koch, Geschäftsführer des Regensburger Ärztenetzes und Facharzt, Hausarzt Dr. Stephan Hülsmann (v.l.n.r.)
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