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Mitarbeiter im Unternehmen halten - die wichtigsten Stellschrauben

Eine repräsentative Online-Befragung der ManpowerGroup Deutschland kommt zu dem Ergebnis, dass 46 Prozent der Beschäftigten in den kommenden zwölf Monaten ihren Arbeitgeber wechseln würden.

Die Gründe dafür sind vielfältig - aber nicht immer überraschend, denn sie haben sich in den vergangenen Jahren wenig verändert.

In der Umfrage unter 1.018 Bundesbürgern wurde als Hauptmotivation für einen Jobwechsel eine bessere Bezahlung genannt. Auf Platz 2 liegt die Angabe "Ich habe das Gefühl, dass meine Leistungen nicht anerkannt werden", gefolgt von Klagen über ein schlechtes Arbeitsklima und mangelnde Freude an der aktuellen Arbeit.

Für Vorgesetzte ergeben sich aus der Befragung einige konkrete Tipps, denn den Befragten waren für eine höhere Jobzufriedenheit vor allem die Führungsfaktoren "Aussprechen von Wertschätzung", "regelmäßiges ehrliches Feedback" und "Interesse am Mitarbeiter als Mensch" wichtig. Nur zehn Prozent der Befragten sahen ihre Vorgesetzten als Vorbild bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem sollten die faire Bezahlung, die Einhaltung der vereinbarten Arbeitszeiten und die aktive Karriereförderung auch über Abteilungsgrenzen hinweg stärker im Fokus der Personalarbeit stehen.

Die organisatorischen Bedingungen für die Mitarbeiter haben sich im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessert: In 46 Prozent der Unternehmen gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, bei 29 Prozent besteht sogar ein grundsätzliches Rückkehrrecht auf eine Vollzeitstelle. Jobsharing hingegen ist mit 16 Prozent weiterhin wenig verbreitet, auch beim Homeoffice liegt der Wert trotz deutlicher Steigerung gegenüber den Vorjahren nur bei 23 Prozent. Mehr als die Hälfte der Befragten kann seinen Jahresurlaub weitestgehend selbst planen. Auch bei Weiterbildungsangeboten lässt sich eine Verbesserung feststellen.

Quelle: Studie „Jobzufriedenheit 2017“