AAG-Maschinelles Erstattungsverfahren

Seit 2010 war es möglich, die Erstattungsanträge für das Umlageverfahren maschinell zu übermitteln. Die Teilnahme an diesem Verfahren war zunächst optional, seit dem 01.01.2011 ist sie verpflichtend.

Aktuell: Ab 2017 bessere Information bei AAG-Rückmeldungen geplant

Ab 1. Januar 2017 sollen Arbeitgeber auf alle Erstattungsanträge nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) eine Rückmeldung (Datenbaustein DBRA) erhalten - gleich, ob dem Antrag ganz, teilweise oder gar nicht entsprochen wird.

Mit dem sogenannten "6. SGB IV-Änderungsgesetz" soll das Aufwendungsausgleichgesetzes (AAG) angepasst werden. Derzeit berät der Bundestag über einen entsprechenden Gesetzentwurf.

Ab kommendem Jahr soll es eine Rückmeldung durch elektronische Datenübertragung geben, wenn dem AAG-Antrag vollständig bzw. teilweise entsprochen wird oder dieser abgelehnt werden muss.

Sobald die aktualisierten Grundsätze für das Antragsverfahren auf Erstattung nach dem AAG bekannt gegeben worden sind, werden wir detaillierter darüber informieren, mit welchen Rückmeldungen Sie als Arbeitgeber zukünftig rechnen dürfen.

Für Sie bedeutet dieses Verfahren ein noch schnelleres und effizienteres Arbeiten.

Allgemeines

Seit 01.01.2011 stellen die Entgeltabrechnungsprogramme und Ausfüllhilfen, wie beispielsweise sv.net den Datensatz „Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen“ DSER zur Verfügung. Das Verfahren ist für die Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen bei Arbeitsunfähigkeit sowie Mutterschaft und Beschäftigungsverbot anwendbar.

Sollten Sie mit sv.net arbeiten, können Sie ab der Version 10.01. Ihre Erstattungsanträge maschinell übertragen. Eine gesonderte Zulassung für die Übermittlung ist nicht erforderlich.

Möchten Sie Ihre Erstattungen mit Sozialversicherungsbeiträgen verrechnen, haben Sie dies nur im Datenbaustein Bankverbindung (DBBV) entsprechend kennzuzeichnen.

Die Daten werden - wie bereits die Beitragsnachweise und Meldungen - an die BITMARCK Service GmbH übertragen und von dort an die zuständige Krankenkasse übermittelt. Die Betriebsnummer 35382142 bleibt erhalten.

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Seit dem 01.01.2013 gilt: Wenn eine Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers durch Dritte verschuldet wurde, muss eine Abtretungserklärung mit dem Erstattungsantrag abgeben werden.

Damit der Schadenersatzanspruch des Arbeitgebers an die Krankenkasse übergehen kann, wurde der Datenbaustein “DBAU“ geschaffen. Wenn die Krankenkasse Kenntnis von einem Schadenersatzanspruch hat, kann sie die Erstattung verweigern, sofern dieser Datenbaustein nicht ausgefüllt ist.

Eine rechtsverbindliche Abtretung erhalten Sie am einfachsten, wenn Sie in solchen Fällen die Erklärung gleich mit abgeben. Geben Sie hierzu einfach im Feld "DBAU" ein "J" für Ja ein.

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