AAG-Maschinelles Erstattungsverfahren

Optimierung des AAG-Erstattungsverfahrens ab 01.01.2017

Mit dem 6. SGB IV-Änderungsgesetz wird das Bestandsprüfungsverfahren für elektronische Meldungen zum 1. Januar 2017 als erstes im Bereich des AAG-Erstattungsverfahrens eingeführt.

Die AAG-Erstattungsanträge werden ab kommendem Jahr einer automatisierten inhaltlichen Prüfung im Abgleich mit den Bestandsdaten der Krankenkassen unterzogen. Stellt die Krankenkasse in einem Antrag einen Fehler fest, werden die Abweichungen geklärt. Ändert die Krankenkasse dann den Inhalt des Antrags, wird der Arbeitgeber durch Datenübertragung darüber informiert.

Arbeitgeber müssen wegen der Rückmeldung einer Krankenkasse keine Erstattungsanträge stornieren oder neu übermitteln. Ist im Nachhinein aber aufgrund eines anderen Tatbestandes eine Änderung des Antrags erforderlich, ist er durch den Arbeitgeber zu stornieren. In diesen Fällen storniert die Krankenkasse dann auch die Rückmeldung nach § 2 Abs. 2 AAG.

Wichtig: Wegen der Änderungen im AAG-Erstattungsverfahren ändert sich zum 1. Januar 2017 auch die Versionsnummer der Datensätze von Versionsnummer 04 auf Versionsnummer 05. Es werden von den Krankenkassen dann nur noch Erstattungsanträge in der neuen Versionsnummer 05 angenommen. Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Abrechnungs-Software rechtzeitig aktualisiert wird. Bis zum 31. März 2017 werden aber Anträge, die noch in der alten Versionsnummer 04 abgegeben werden, übergangsweise automatisch in die neue Versionsnummer 05 konvertiert. Ab dem 1. April 2017 weisen die Krankenkassen aber Datensätze in der alten Versionsnummer ab.

Allgemeines

Seit 01.01.2011 stellen die Entgeltabrechnungsprogramme und Ausfüllhilfen, wie beispielsweise sv.net den Datensatz „Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen“ DSER zur Verfügung. Das Verfahren ist für die Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen bei Arbeitsunfähigkeit sowie Mutterschaft und Beschäftigungsverbot anwendbar.

Sollten Sie mit sv.net arbeiten, können Sie ab der Version 10.01. Ihre Erstattungsanträge maschinell übertragen. Eine gesonderte Zulassung für die Übermittlung ist nicht erforderlich.

Möchten Sie Ihre Erstattungen mit Sozialversicherungsbeiträgen verrechnen, haben Sie dies nur im Datenbaustein Bankverbindung (DBBV) entsprechend kennzuzeichnen.

Die Daten werden - wie bereits die Beitragsnachweise und Meldungen - an die BITMARCK Service GmbH übertragen und von dort an die zuständige Krankenkasse übermittelt. Die Betriebsnummer 35382142 bleibt erhalten.

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Seit dem 01.01.2013 gilt: Wenn eine Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers durch Dritte verschuldet wurde, muss eine Abtretungserklärung mit dem Erstattungsantrag abgeben werden.

Damit der Schadenersatzanspruch des Arbeitgebers an die Krankenkasse übergehen kann, wurde der Datenbaustein “DBAU“ geschaffen. Wenn die Krankenkasse Kenntnis von einem Schadenersatzanspruch hat, kann sie die Erstattung verweigern, sofern dieser Datenbaustein nicht ausgefüllt ist.

Eine rechtsverbindliche Abtretung erhalten Sie am einfachsten, wenn Sie in solchen Fällen die Erklärung gleich mit abgeben. Geben Sie hierzu einfach im Feld "DBAU" ein "J" für Ja ein.

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