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Beschäftigung von behinderten Menschen: neues „Budget für Arbeit"

Seit 2018 gibt es neue finanzielle Anreize für Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderungen einstellen.

Ein Lohnkostenzuschuss von bis zu 75 Prozent des regelmäßigen Entgelts ist dann möglich.

Mit dem Inkrafttreten von großen Teilen des Bundesteilhabegesetzes zum 1. Januar 2018 wurde ein neues Förderinstrument eingeführt, das sogenannte Budget für Arbeit. Es bietet Arbeitgebern finanzielle Anreize, um Menschen mit einer Behinderung einzustellen.

Der Anspruch auf das Budget für Arbeit ist ein Leistungsanspruch von Menschen mit Behinderungen, wenn für sie wegen ihrer Behinderung eigentlich ausschließlich eine Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Betracht kommt. Das Budget für Arbeit ist also vor allem für einen Wechsel aus einer solchen Werkstatt in eine Beschäftigung auf dem regulären Arbeitsmarkt gedacht.

Voraussetzung für den Leistungsanspruch ist, dass der behinderte Mensch einen Arbeitsvertrag für eine reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung unterzeichnet und im Unternehmen keine andere Beschäftigung für die Einstellung beendet wurde.

Zum Ausgleich der verminderten Leistungsfähigkeit des behinderten Menschen wird dem Arbeitgeber dann ein Lohnkostenzuschuss von bis zu 75 Prozent des monatlich regelmäßigen Arbeitsentgelts gezahlt. Der Lohnkostenzuschuss ist allerdings auf maximal 40 Prozent der monatlichen Bezugsgröße in der Sozialversicherung begrenzt (2019 = 1.246 Euro; 2018 = 1.218 Euro). Die Bundesländer können jedoch über landesrechtliche Regelungen von den Maximalbeträgen nach oben abweichen.

Zudem werden die Aufwendungen für die wegen der Behinderung erforderliche Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz erstattet. Der Umfang und die Dauer der Leistungen werden individuell im Einzelfall festgelegt.