Auszubildende – mit sanftem Start in die Beitragspflicht

Ab Anfang August bzw. Anfang September 2015 beginnen wieder viele junge Menschen ihre Ausbildung.

Die Ausbildungsvergütungen sind je nach Branche unterschiedlich. Wenn Sie Ihren Auszubildenden nicht mehr als 325,- € zahlen, ist dieser Betrag zwar auch beitragspflichtig – die Beiträge zahlen Sie als Ausbilder jedoch allein.

Selbst wenn Ihre „Azubis“ nicht mehr als 450,- € verdienen: Sie werden damit keine geringfügig entlohnt beschäftigten Minijobber. Ein Berufsausbildungsverhältnis ist voll versicherungs- und beitragspflichtig – und zwar in allen Zweigen der Sozialversicherung:

  • Arbeitslosen-,
  • Kranken-,
  • Pflege- und
  • Rentenversicherung.

In der Regel ist es so, dass Sie sich die Versicherungsbeiträge mit Ihren Auszubildenden teilen. Ihr aktueller Anteil als Arbeitgeber und Ausbilder beträgt:

  • AV  1,50 %,
  • KV  7,30 %,
  • PV  1,175 % (Ausnahme Sachsen, dort 0,675 %),
  • RV  9,35 %.

Für Berufsausbildungsverhältnisse sagt § 20 Absatz 3 Nummer 1 SGB IV jedoch: „Der Arbeitgeber trägt, abweichend von den besonderen Vorschriften für Beschäftigte, für die einzelnen Versicherungszweige den Gesamtsozialversicherungsbeitrag allein, wenn ... Versicherte, die zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind, ein Arbeitsentgelt erzielen, das auf den Monat bezogen 325,- € nicht übersteigt“. Die Beiträge für die gesetzliche Unfallversicherung zahlen Sie für alle Auszubildenden ohnehin selbst.

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