Elternzeit – vorzeitiges Ende wegen Schutzfristen

Früher war es ausdrücklich verboten, die Elternzeit vorzeitig zu beenden, um die Schutzfristen vor und nach der Entbindung in Anspruch zu nehmen.

Das ist seit Jahren überholt. Auch die jüngste Änderung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) Ende Januar 2015 hat daran nichts geändert.

Der Gesetzgeber regelte mit der Einführung des Elterngeld Plus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit einiges neu. Seit 01.01.2015 kann beispielsweise ein Anteil der Elternzeit von bis zu 24 Monaten – zuvor waren es nur 12 – noch zwischen dem dritten Geburtstag des Kindes und seinem vollendeten achten Lebensjahr in Anspruch genommen werden. Die Zustimmung des Arbeitgebers ist nicht notwendig.

Es ist weiterhin zulässig, die Elternzeit wegen der Inanspruchnahme neuer Schutzfristen – sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung – vorzeitig zu beenden. Das BEEG sieht das ausdrücklich so vor. Die finanziellen Belastungen halten sich dabei für Sie in Grenzen. Grundsätzlich nehmen alle Arbeitgeber am Umlageverfahren U2 teil und können sich Ihre Zuschüsse zum Mutterschaftsgeld erstatten lassen.

Bei der zulässigen Arbeitszeit sind jetzt nicht mehr starre „zwischen 15 und 30 Wochenstunden“, sondern „nicht weniger als 15 und nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats“ zulässig. Das bringt Ihnen mehr Flexibilität in den Arbeitsalltag.