Entsendung in der EU: Mehr Kontrollen u. a. bei Berufskraftfahrern

Arbeitnehmer, die vorübergehend in einem EU-Staat außerhalb von Deutschland tätig sind, müssen eine A1-Entsendebescheinigung mit sich führen.

Diese Regelung findet schon seit Jahren Anwendung.

Österreich kontrolliert nun seit Beginn des Jahres vermehrt Kraftfahrer in der Transport- und Personenbeförderungsbranche und verlangt die Vorlage der A1-Bescheinigung. Frankreich legt bereits branchenübergreifend nach.

Die A1-Bescheinigung gibt Auskunft darüber, welcher Sozialversicherungsstatus besteht und in welchem Land die Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden. Ist der Einsatz nur vorübergehend im EU-Ausland, erhält der Arbeitgeber mit Hilfe des A1-Antrages die entsprechende Entsendebescheinigung. Bei gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmern erfolgt die Ausstellung durch die Krankenkasse - bei privat Krankenversicherten übernimmt dies der zuständige Träger der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Sofern sich der Mitarbeiter für gewöhnlich in einem anderen EU-Staat aufhält, ist die Bescheinigung beim GKV-Spitzenverband DVKA in Bonn für mehrere Jahre zu beantragen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Mitarbeiter mindestens 1 Tag im Monat oder mindestens 5 Tage im Quartal im anderen Staat eingesetzt ist. Am schnellsten geht die Beantragung per Fax - hierzu faxt der Arbeitgeber den Fragebogen GME 1 ausgefüllt und unterschrieben an die Faxnummer 0228-9530-601.

Die verschärften Kontrollen der ausländischen Behörden haben zu einer Vervielfachung der Antragszahlen geführt. Aus diesem Grund kann es zu Verzögerungen bei der Bearbeitung der Anträge kommen. Der Arbeitnehmer erhält daher vom GKV-Spitzenverband DVKA eine Eingangsbestätigung mit Hinweisen in englischer und französischer Sprache, damit keine Akzeptanzprobleme bei einer Kontrolle im Ausland auftreten.

Sind Sie sich unsicher, was Sie wann und wie tun müssen, um auf der sicheren Seite zu sein, hilft Ihnen unsere SBK-Auslandsberatung gerne weiter.