Essensmarken

Mahlzeiten, die der Arbeitgeber über eigene oder fremde Kantinen unentgeltlich oder vergünstigt abgibt, stellen Arbeitslohn dar.

Dieser geldwerte Vorteil ist grundsätzlich mit dem maßgebenden Sachbezugswert zu bewerten. Das Bundesfinanzministerium hat die Regelungen mit Schreiben vom 24.2.2016 aktualisiert, so dass neu auch virtuelle (Essens-) Marken zugelassen sind. Virtuelle (Essens-) Marken bedeutet, dass keine physischen Marken verwendet werden, sondern zum Beispiel durch Scannerkassen oder automatische Lesegeräte die Erkennung erfolgen kann.

Für hausinterne Kantinen führt dies zu keiner Änderung. Spannend wird es bei der Nutzung von fremdbetriebenen Kantinen oder der Nutzung von Restaurants. Hier haben Arbeitgeber ab sofort den Vorteil, dass keine Essensmarken mehr gekauft oder extra gedruckt und verteilt werden müssen. Arbeitnehmer können zukünftig ganz bequem vom Essenszuschuss profitieren, ohne an die Papiermarken zu denken.

Gut zu wissen:

  • Die Arbeitgeberzusage auf Essenzuschüsse muss mit dem Arbeitnehmer vertraglich vereinbart werden. Zum Beispiel durch eine Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag.
  • Mit dem Restaurant/Essensanbieter muss kein schriftlicher Vertrag geschlossen werden.
  • Die Sachbezugswerte für 2016  bleiben unverändert

sowohl mit als auch ohne Abgabe einer Papier Essensmarke vom Arbeitnehmer. Wichtig ist lediglich, dass der Arbeitgeberzuschuss vereinbart wurde.