Maschinelle Abfrage der Versicherungsnummer

Fehlende Versicherungsnummern können ab Juli 2016 direkt bei der Rentenversicherung abgefragt werden.

In der Praxis gar nicht so selten: Ein neuer Arbeitnehmer hat seine Rentenversicherungsnummer gerade nicht zur Hand oder weiß sie einfach nicht. Ab Juli 2016 können Sie als Arbeitgeber, Zahlstelle oder Steuerberater dann mit Ihrem Abrechnungsprogramm eine Abfrage bei der Datenstelle der Träger der Rentenversicherung (DSRV) starten.

Mit Angabe von Name, Anschrift und Geburtsdatum dauert diese „Anforderung“ lediglich wenige Minuten.

Rückmeldung der DSRV

Im Normalfall werden Sie die gespeicherte Rentenversicherungsnummer erhalten. Ist jedoch keine Nummer oder sind gleich mehrere vorhanden, erhalten Sie als Antwort „Fehlanzeige“.

Sollte die DSRV-Abfrage kein Ergebnis bringen, sind Anmeldungen zur Sozialversicherung auch weiterhin ohne Versicherungsnummer möglich. Die Einzugsstelle leitet anschließend das normale Vergabeverfahren ein.

Hinweis: Weitere Verbesserungen sind in Sicht: Papierentgeltbescheinigungen bei Anträgen aus dem Reha- und Rentenbereich sollen durch das Verfahren "RV-BEA" abgelöst werden. BEA steht für „Bescheinigungen Elektronisch Annehmen“. Die Rentenversicherung fordert bei Bedarf maschinell eine Entgeltbescheinigung an, die dann direkt aus dem Abrechnungsprogramm heraus zurückgemeldet werden kann. Wir werden über das Thema weiter berichten.