Rentenanpassung zum 1. Juli 2016 - höhere Hinzuverdienstgrenzen im Osten

Zum 1. Juli 2016 steigen bundesweit die Renten, und zwar im Westen um 4,25 Prozent und im Osten um 5,95 Prozent.

In der Folge erhöhen sich auch die Hinzuverdienstgrenzen für beschäftigte Rentner in den neuen Bundesländern.

Als Arbeitgeber können Sie daher prüfen, ob die Arbeitszeit ausgeweitet wird und/oder eine Gehaltsanpassung in Frage kommt.

Hinzuverdienstgrenzen im Rechtskreis Ost steigen

Entscheidend für die Zuordnung zum Rechtskreis Ost oder West - und somit für die individuelle Hinzuverdienstgrenze - ist der Dienstsitz. Ist der Rentner im Rechtskreis West beschäftigt, gilt die monatliche Bezugsgröße. Erzielt der beschäftigte Rentner dagegen einen Verdienst im Rechtskreis Ost, wird die monatliche Bezugsgröße mit dem aktuellen Rentenwert (Ost) multipliziert und durch den aktuellen Rentenwert (West) geteilt.

Da sich nicht die Bezugsgröße, sondern nur der Rentenwert ändert, erhöhen sich nur die Hinzuverdienstgrenzen im Rechtskreis Ost.

Gut zu wissen:

  • Die individuelle Hinzuverdienstgrenze ermittelt sich aus den eigenen Entgeltpunkten. Die Höhe ihrer Entgeltpunkte können beschäftigte Rentner ihrem Rentenbescheid entnehmen oder beim Rentenversicherungsträger erfragen.
  • Gleichzeitig erfahren Sie beim Rentenversicherungsträge auch, inwieweit und bis zu welcher Höhe die Hinzuverdienstgrenze überschritten werden darf, ohne dass sich dies negativ auf die Rentenzahlung auswirkt.
  • In der Regel darf der Verdienst in zwei Monaten im Kalenderjahr die jeweilige Hinzuverdienstgrenze bis zum doppelten Betrag überschreiten. Sicherheitshalber sollte dies allerdings vorher mit dem Rentenversicherungsträger abgeklärt werden.

Übrigens: Nach dem Erreichen der Regelaltersgrenze kann zu einer Altersrente unbeschränkt hinzuverdient werden.

Die neuen Hinzuverdienstgrenzen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung Bund.