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Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kommt

Der Bundestag hat am 24. Oktober 2019 das „Bürokratieentlastungsgesetz III“ verabschiedet.

Damit wird zum 1. Januar 2022 die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingeführt.

Arbeitnehmer müssen heute noch ihre Krankschreibungen bei ihrem Arbeitgeber in Papierform einreichen. Der damit verbundene Aufwand ist angesichts der fortschreitenden Digitalisierung nicht mehr zeitgemäß. Daher wird mit dem Bürokratieentlastungsgesetz III ein elektronisches Meldeverfahren eingeführt, das die Einreichung des "gelben Scheins" ersetzt. Durch die Digitalisierung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung werden sowohl die Unternehmen als auch ihre Mitarbeiter erheblich entlastet.

Die Krankenkassen werden verpflichtet, aus den Daten, die ihnen aus der Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitszeiten mit Diagnosen durch die Ärzte vorliegen, eine Meldung zum Abruf für die Arbeitgeber zu erstellen. Damit werden diese insbesondere über den Beginn und das Ende einer Arbeitsunfähigkeit ihrer Arbeitnehmer unterrichtet. Das Meldeverfahren dient dazu, die Arbeitgeber zeitnah über die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder Folgebescheinigung zu informieren. Die Krankenkassen sollen die Arbeitgeber künftig von sich aus über den Zeitpunkt des Auslaufens der Entgeltfortzahlung informieren.

Soweit geringfügig Beschäftigte betroffen sind, sind die Daten der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See taggleich zur Verfügung zu stellen. Die elektronische Meldung ersetzt bei dieser Personengruppe auch zukünftig nicht die vom Arzt auszustellende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für den Arbeitnehmer.

Das elektronische AU-Meldeverfahren soll am 1. Januar 2022 beginnen.

 

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