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Minijobs (geringfügig entlohnt) und Sozialversicherung

Bei den Minijobs unterscheidet man zwischen geringfügig entlohnten und kurzfristigen Beschäftigungen.

Während bei kurzfristigen Beschäftigungen die Dauer der Tätigkeit wichtig ist, ist es bei den geringfügig entlohnten Beschäftigungen das Arbeitsentgelt.

Auf der Seite für kurzfristig Beschäftigte informieren wir Sie über alles Wissenswerte rund um sogenannte geringfügig kurzfristige Minijobs.

Neue Verdienstgrenzen für Mini-/Midijobber ab 1. Oktober 2022

Mit der Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Oktober 2022 wird auch die Verdienstgrenze für geringfügig entlohnt Beschäftigte (Minijobber) von 450 Euro auf 520 Euro erhöht. Gleichzeitig steigt die Obergrenze im Übergangsbereich (Midijobber) von 1.300 Euro auf 1.600 Euro.

Die neue Minijob-Grenze orientiert sich künftig an einer wöchentlichen Arbeitszeit von 10 Stunden und wird unter Berücksichtigung des gültigen Mindestlohns dynamisch gestaltet.

Zur Berechnung der dynamischen Minijob-Grenze wird der gültige Mindestlohn, bezogen auf 10 Wochenstunden, für 13 Wochen vervielfacht und dann durch drei Monate geteilt. Das Ergebnis ist dann auf volle Euro aufzurunden. Hierdurch ergibt sich die jeweils gültige Minijob-Grenze, die zudem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekannt gegeben wird. Über die weitere Anpassung des Mindestlohns hat die Mindestlohnkommission alle zwei Jahre zu entscheiden. Dies wird Mitte 2023 mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wieder der Fall sein. Somit ist eine weitere Anpassung der Minijob-Grenze frühestens 2024 zu erwarten.

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Wie berechnet sich die dynamische Minijob-Grenze?

Auf Grundlage des ab 1. Oktober 2022 geltenden Mindestlohns von 12 Euro je Stunde ergibt sich eine neue Minijob-Grenze:

12 Euro (Mindestlohn) x 10 (Stunden) x 13 (Wochen) : 3 (Monate) = 520 Euro

Anhebung der Midijob-Grenze

Im Zuge der Erhöhung des Mindestlohns wird auch die Midijob-Obergrenze von 1.300 Euro auf 1.600 Euro angehoben. Die Belastung im Übergang vom Minijob zum Midijob wird zudem für den Beschäftigten abgemildert, indem der Berechnungsfaktor F angepasst wird. Der Faktor F wird jeweils bis zum 31. Dezember eines Jahres für das folgende Kalenderjahr durch Rechtsverordnung bekannt gegeben und beträgt 0,7009 für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022.

Weiterführende Informationen zu Midijobs erhalten Sie auf unserer Seite Beschäftigungen im Übergangsbereich.

Mindestlohn mindert die Höchststundenzahl

Zum 1. Oktober 2022 wird der gesetzliche Mindestlohn von 10,45 Euro auf 12 Euro pro Stunde erhöht. Arbeitgeber müssen ihren Minijobbern ab dem 1. Oktober 2022 mindestens einen Stundenlohn von 12 Euro brutto zahlen. Dieser neue Mindestlohn gilt für Minijobs im gewerblichen Bereich, aber auch für Minijobs in Privathaushalten. 

Neue maximale Arbeitszeit

Bei einem Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde ist maximal eine monatliche Arbeitszeit von weniger als 44 Stunden (520 Euro im Monat / 12 Euro die Stunde = 43,33 Stunden) möglich. Bei dieser Berechnung wird davon ausgegangen, dass der Minijobber keine Einmalzahlungen erhält und lediglich die tatsächlichen Arbeitsstunden vom Arbeitgeber vergütet werden. Zu den Einmalzahlungen zählen beispielsweise Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld.

Geringfügigkeits-Richtlinien 2022

Sie als Arbeitgeber sind gefordert, wenn es um die versicherungsrechtliche Beurteilung Ihrer geringfügig Beschäftigten geht. Machen Sie dabei Fehler, werden unter Umständen Beiträge nachberechnet. Um alles richtigzumachen und um Fragen auf viele Sachverhalte zu beantworten, haben die Spitzenverbände der Sozialversicherer die Geringfügigkeits-Richtlinien veröffentlicht.

Die wichtigsten Änderungen in der aktuellen Version:

Ab 1. Oktober 2022 aufgrund des Gesetzes zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn und zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung

Geringfügigkeits-Richtlinien 2022 PDF, 767 KB

Mehr zum Thema:

Homepage Minijob-Zentrale

Urlaub für Minijobber

Beschäftigungen im Übergangsbereich

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