Sozialversicherungsausweis

Die Datenstelle der Träger der Rentenversicherung stellt für Personen, für die sie eine Versicherungsnummer vergibt, einen Sozialversicherungsausweis aus.

Seit dem 01.01.2008 sind alle Regelungen zum Sozialversicherungsausweis im § 18 h SGB IV zusammengefasst.

Die Ausstellung eines Sozialversicherungsausweises erfolgt normalerweise bei der ersten Beschäftigungsaufnahme, unabhängig davon, ob es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt oder um eine versicherungspflichtige Tätigkeit.

Der Sozialversicherungsausweis enthält folgende Angaben:

  • die Versicherungsnummer,
  • den Familiennamen und den Geburtsnamen,
  • den Vornamen.

Weitere personenbezogene Daten darf der Ausweis nicht enthalten. Die Gestaltung des Sozialversicherungsausweises legt die Deutsche Rentenversicherung Bund fest. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales muss zustimmen und dies im Bundesanzeiger veröffentlichen.

Zu Beginn einer Beschäftigung sind Beschäftigte verpflichtet, den Sozialversicherungsausweis dem Arbeitgeber vorzulegen. Kann der Beschäftigte dies nicht, so hat er es unverzüglich nachzuholen.

Wenn der Sozialversicherungsausweis verloren geht, hat man der zuständigen Einzugsstelle (Krankenkasse) den Verlust oder sein Wiederauffinden unverzüglich anzuzeigen. Dann wird ein neuer Ausweis ausgestellt.

Eine Neuausstellung erfolgt auch dann, wenn sich die Versicherungsnummer, der Familienname oder der Vorname geändert hat.

Arbeitnehmer, die im Rahmen der Entsendung in Deutschland beschäftigt sind bekommen keinen Ersatzausweis mehr. Sie müssen anstatt eines Sozialversicherungsausweises den Aufenthaltstitel oder die Bescheinigung über weiterhin anzuwendende Rechtsvorschriften mitführen.