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Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug

Zum 1.1.2020 wurden Regelungen verschärft. Ein aktuelles Schreiben vom Bundesfinanzministerium schafft Klarheit.

Geldkarten oder Gutscheine mit der Anwendung der monatlichen 44-Euro-Sachbezugsfreigrenze oder der Möglichkeit der Pauschalierung von Sachleistungen nach § 37b des Einkommensteuergesetzes (EStG) sind Klassiker der Lohngestaltung. Allerdings wurden zum 1.1.2020 die Regelungen hierfür verschärft. Ein aktuelles BMF-Schreiben schafft Klarheit.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat mit Schreiben vom 13.4.2021 für Klarheit gesorgt und zudem eine für die Praxis zu begrüßende Übergangsregelung geschaffen.

Zum Hintergrund

Für Sachzuwenden gelten besondere Bewertungsregelungen. Sachbezüge bleiben nach § 8 Absatz 2 Satz 11 EStG z.B. steuerfrei, wenn sie nach Anrechnung der vom Arbeitnehmer gezahlten Entgelte aktuell 44 Euro nicht übersteigen.

Gesetzliche Verschärfungen ab 2020

Das EStG bestimmt in § 8 Absatz 1 und 2 EStG, dass Gutscheine und Geldkarten keine (begünstigten) Sachleistungen mehr sind, es sei denn, sie

Auslegung des Begriffs der Sachzuwendung

In der Praxis für Schwierigkeiten sorgt insbesondere die Bezugnahme auf das ZAG. Hier hilft, dass das BMF-Schreiben eine Übergangsregelung bis zum 31.12.2021 vorsieht. Erst ab 2022 greift dann die gesetzliche Bezugnahme auf die Kriterien des § 2 Absatz 1 Nummer 10 a – c ZAG.

ZAG-Kriterien

Gutscheine oder Geldkarten bleiben Sachleistungen, die vom Aussteller selbst in seinem Geschäft eingelöst werden (sog. Closed-Loop-Karten). Ebenfalls Sachleistungen bleiben Gutscheine oder Geldkarten, die aufgrund von Akzeptanzverträgen zwischen Aussteller/Emittent und Akzeptanzstellen bei einem begrenzten Kreis von Akzeptanzstellen im Inland einlösbar sind (sog. Controlled-Loop-Karten). Darüber hinaus fallen in den Anwendungsfall Gutscheine oder Geldkarten, die ausschließlich dazu berechtigen, Produkte aus einem sehr begrenzten Waren- oder Dienstleistungssortiment zu beziehen. Im Übrigen führen Gutscheine/Geldkarten, die für einen bestimmten sozialen oder steuerlichen Zweck im Inland eingelöst werden können (sog. Zweckkarten), in diesem Anwendungsfall zu Sachleistungen.

Wichtiges in Kürze

Fazit

Sämtliche gängigen Gutscheine und Geldkarten zur Ausnutzung steuerlicher Freigrenzen (44-Euro-Sachbezugsfreigrenze (ab 2022 50 Euro), 60-Euro-Aufmerksamkeitsgrenze oder der 10.000-Euro-Freigrenze beim § 37b EStG) werden bis Ende 2021 – unabhängig davon, ob sie die Kriterien des § 2 Absatz 1 Nummer 10 ZAG erfüllen, als Sachbezug anerkannt.

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