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Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug

Das Bundesfinanzministerium hat seinen Anwendungserlass zur Abgrenzung von Sachbezügen und Geldleistungen mit Schreiben vom 15.03.2022 aktualisiert.

Die Abgrenzung zwischen einer Geldleistung und einem Sachbezug ist insbesondere hinsichtlich der Anwendung der Sachbezugsfreigrenze von Bedeutung.

Die Sachbezugsfreigrenze wurde zum 01.01.2022 von 44 Euro monatlich auf 50 Euro monatlich angehoben. Für Geldleistungen gilt die Freigrenze nicht.

Bei Gutscheinen und Geldkarten kommt es für die Einordnung als Sachbezug vor allem auf die Kriterien des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) an (begrenzter Kreis von Akzeptanzstellen, begrenztes Warensortiment bzw. sog. Zweckkarten). Zudem dürfen die Gutscheine bzw. Geldkarten nur zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen und müssen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden.

Erweiterung der Akzeptanzstellen

Gutscheine und Geldkarten gelten als Sachbezug, falls sie zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen bei einem (räumlich) begrenzten Kreis von Akzeptanzstellen im Inland berechtigen. Dazu gehören auch der Internetshop der jeweiligen Akzeptanzstelle sowie Einkaufs- und Dienstleistungsverbünde, die auf unmittelbar räumlich angrenzende Postleitzahl-Bezirke begrenzt werden.

Durchlaufende Gelder/Auslagenersatz

Beträge, die ein Arbeitnehmer vom Arbeitgeber erhält, um sie für ihn auszugeben, sind gem. § 3 Nr. 50 des Einkommensteuergesetzes (EStG) steuerfrei. 

Beispiel: Eine Arbeitnehmerin zahlt bei einer Fortbildungsveranstaltung die vom Arbeitgeber für die Mitarbeitenden als Rahmenprogramm gebuchte Bowlingbahn inklusive Getränke und Speisen. Sie lässt sich das Geld am Folgetag vom Arbeitgeber erstatten. Der Auslagenersatz ist steuerfrei. Die Leistung „Bowlingbahn“ stellt für alle Teilnehmenden einen Sachbezug dar.

Austausch von Gutscheinen und Geldkarten

Der Austausch von Gutscheinen und Geldkarten in andere Gutscheine und Geldkarten ist unschädlich, sofern die anderen Gutscheine und Geldkarten ausschließlich zum Bezug von Waren und Dienstleistungen berechtigen, die die Voraussetzungen des ZAG erfüllen und der Arbeitnehmer über das Guthaben erst nach Auswahl des anderen Gutscheins verfügen kann.

Begrenztes Warensortiment

Gutscheine und Geldkarten, die nur dazu berechtigen, Waren oder Dienstleistungen aus einer sehr begrenzten Waren- oder Dienstleistungspalette zu beziehen, werden grundsätzlich als Sachzuwendung gewertet. Beispiele für ein begrenztes Warensortiment: Kraftstoff, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Bekleidung, Fitnessleistungen. Nicht ausreichend ist die alleinige Bezugnahme auf eine Händlerkategorie (sog. Merchant Category Code, MCC).

Der Klassiker: Tankgutschein

Der Klassiker beim Ausschöpfen der Sachbezugsfreigrenze dürfte in der Praxis gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Treibstoffpreise (weiterhin) der (monatliche) Tankgutschein (im Wert von bis zu 50 Euro sein). Dabei darf der Arbeitnehmer aber kein Bargeld in die Hand bekommen. Die Abrechnung muss ausschließlich zwischen dem Arbeitgeber und der Tankstelle erfolgen.

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