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Fahrradüberlassung 2020

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern ein betriebliches Fahrrad, das verkehrsrechtlich nicht als Kraftfahrzeug eingestuft ist, steuerlich begünstigt zur privaten Nutzung überlassen oder übereignen.

Die Regelungen sind ab 2020 geändert bzw. erweitert worden.

Steuerfreie Nutzungsüberlassung

Die Steuerbefreiung für die zusätzlich zum geschuldeten Lohn erfolgte Überlassung von Fahrrädern wurde bis zum 31.12.2030 verlängert.

Die Steuerbefreiung gilt auch bei Überlassung mehrerer Fahrräder, beispielweise an den Ehegatten oder Lebenspartner und gilt auch, wenn die erstmalige Überlassung vor dem 01.01.2019 erfolgte.

Steuerpflichtige Nutzungsüberlassung

Eine Überlassung im Rahmen einer Gehaltsumwandlung ist weiterhin steuerpflichtig.

Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das betriebliche Fahrrad erstmals nach dem 31.12.2018 und vor dem 01.01.2031, wird als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten und Fahrten zwischen Wohnung und Firma)

der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt.

Beispiel: Ein Arbeitgeber überlässt dem Mitarbeiter ab dem 01.07.2020 im Wege der Gehaltsumwandlung ein E-Bike. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beträgt 2.500 Euro. Die Preisempfehlung ist auf 625 Euro zu vierteln und auf volle Hundert abzurunden (600 Euro). Der Mitarbeiter hat monatlich einen geldwerten Vorteil in Höhe von 1 Prozent von 600 Euro = 6 Euro zu versteuern.

Wurde das betriebliche Fahrrad vor dem 01.01.2019 vom Arbeitgeber bereits einem Arbeitnehmer zur privaten Nutzung überlassen, bleibt es bei einem Wechsel des Nutzungsberechtigten nach dem 31.12.2018 für dieses Fahrrad bei der Berechnung mit 1 Prozent der ungekürzten Bemessungsgrundlage.

Neue Pauschalbesteuerung bei Fahrradübereignung ab 2020

Ab 2020 wurde eine neue Pauschalierungsmöglichkeit bei der Übereignung eines betrieblichen Fahrrads eingeführt (§ 40 Absatz 2 Satz 1 Nr. 7 EStG). Danach kann der Arbeitgeber den geldwerten Vorteil mit 25 Prozent pauschal versteuern, wenn er einem Arbeitnehmer ein betriebliches Fahrrad, das kein Kraftfahrzeug ist, zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn unentgeltlich oder verbilligt überlässt.

Die Pauschalierungsmöglichkeit gilt sowohl für ein E-Bike als auch für ein „normales“ Fahrrad.

Beispiel: Nach drei Jahren erwirbt der Arbeitnehmer das vom Arbeitgeber überlassene E-Bike für 250 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme betrug 2.500 Euro. Der geldwerte Vorteil beträgt 750 Euro (40 % von 2.500 Euro = 1.000 Euro abzüglich 250 Euro). Der Vorteil kann mit 25 % nebst Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer pauschal mit 25 % besteuert werden und ist auch in diesem Fall beitragsfrei zur Sozialversicherung.

Aufladen des Arbeitnehmer-Elektrofahrrads im Betrieb

Der Arbeitgeber kann das private Elektrofahrrad des Arbeitnehmers „sponsern“.

Ist das Elektrofahrrad des Arbeitnehmers verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzustufen, ist das Aufladen im Betrieb des Arbeitgebers formell gem. § 3 Nr. 46 EStG steuerfrei.

Ist das Elektrofahrrad des Arbeitnehmers verkehrsrechtlich nicht als Kraftfahrzeug einzuordnen, wird für das Aufladen im Betrieb aus Billigkeitsgründen kein geldwerter Vorteil angesetzt.

Im Ergebnis entsteht also in beiden Fällen keine Steuerpflicht.

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