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Fahrradüberlassung mit oder ohne Entgeltumwandlung

Der Gesetzgeber hat zum Jahresbeginn 2019 die Steuerbefreiung für die Überlassung von Fahrrädern an Arbeitnehmer eingeführt.

Diese Steuerbefreiung wirft in der Praxis zahlreiche Fragen auf. Dies gilt vor allem, weil Gehaltsumwandlungen für diesen Zweck schädlich sind und deshalb in vielen Fällen doch noch ein geldwerter Vorteil zu versteuern ist. Nachfolgend beleuchtet werden (Elektro-)Fahrräder, die verkehrsrechtlich als Fahrräder eingestuft werden. Elektrofahrräder, die Kfz-steuerpflichtig sind, werden wie ein Firmenwagen behandelt.

Steuerfreie zusätzliche Überlassung

Steuerfrei nach § 3 Nr. 37 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sind "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads, das kein Kraftfahrzeug ist". Die Vorschrift ist ab 2019 anwendbar und zunächst bis 2021 befristet. Auf den Zeitpunkt der erstmaligen Überlassung kommt es für die Steuerbefreiung nicht an.

Beispiel: A hat seit dem Sommer 2018 von seinem Arbeitgeber zusätzlich zu seinem Lohn ein Fahrrad zur Nutzung erhalten. Die Überlassung ist seit dem 1. Januar 2019 steuerfrei.

Steuerpflichtige Überlassung bei Gehaltsumwandlungen

Wird das betriebliche Fahrrad im Wege einer Gehaltsumwandlung überlassen, ist der hieraus resultierende geldwerte Vorteil (weiterhin) steuerpflichtiger Arbeitslohn. Dabei kommt es wegen der Höhe des anzusetzenden Vorteils auf den Zeitpunkt der erstmaligen Überlassung an.

Erstmalige Überlassung vor dem 1. Januar 2019

Der geldwerte Vorteil aus der steuerpflichtigen Nutzung eines betrieblichen (Elektro-) Fahrrads wird mit einem monatlichen Durchschnittswert festgesetzt. Dieser wird mit 1 Prozent der auf volle 100 Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer angesetzt. Diese 1-Prozent-Regelung umfasst sämtliche Privatfahrten einschließlich eventueller Fahrten zwischen der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte.

Erstmalige Überlassung nach dem 31. Dezember 2018

Für die vom Arbeitgeber dem Arbeitnehmer erstmals nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 überlassenen Fahrräder ist der monatliche Durchschnittswert der gesamten steuerpflichtigen Nutzung nur zur Hälfte anzusetzen.

Beispiel: A erhält ab dem 1. Juli 2019 von seinem Arbeitgeber zusätzlich zu seinem Lohn ein Fahrrad zur Nutzung im Wege der Gehaltsumwandlung. Der Bruttolistenpreis des Fahrrads beträgt 3.000 Euro. Der Bruttolohn des A wird monatlich um 50 Euro gekürzt. Wegen der Gehaltsumwandlung ist die Nutzungsüberlassung steuerpflichtig. Zu versteuern ist monatlich 1 Prozent von 1.500 Euro (50 Prozent von 3.000 Euro). Abwandlung: A hat das Fahrrad bereits in 2018 zur Nutzung erhalten. Zu versteuern ist monatlich 1 Prozent von 3.000 Euro.

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