Homeoffice-Pauschale 2020/2021

Für die Jahre 2020 und 2021 wurde eine sogenannte Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer eingeführt.

Das Homeoffice ist für viele Arbeitnehmer wegen der Coronakrise alltäglich geworden. Arbeitnehmer mit Homeoffice erhalten (rückwirkend ab 2020) einen Steuervorteil. Sie können in den Steuererklärungen für 2020 und 2021 für jeden Kalendertag, an dem sie ausschließlich in der häuslichen Wohnung arbeiten, fünf Euro geltend machen.

Wichtig: Die Pauschale ist auf einen Höchstbetrag von 600 Euro im Jahr begrenzt, d.h. 120 Arbeitstage x 5 Euro.

Die Pauschale kann beansprucht werden, wenn die Voraussetzungen für den Kostenabzug für ein häusliches Arbeitszimmer nicht vorliegen oder aber auch alternativ zum Kostenabzug für ein häusliches Arbeitszimmer. Es muss also kein separates Arbeitszimmer zur Verfügung stehen.

Zu beachten ist, dass

Beispiel: Ein Beschäftigter war 2020 an 120 Tagen in der Firma und an 120 Tagen ausschließlich im Homeoffice tätig. Ein Arbeitszimmer kann nicht genutzt werden, dafür aber eine Arbeitsecke im Wohnzimmer. Die Entfernung zur Firma beträgt 20 km. Weitere Werbungskosten liegen nicht vor.

Ergebnis: Es kann eine Entfernungspauschale in Höhe von 120 Tage x 20 km x 0,30 Euro geltend gemacht werden = 720 Euro

Steuerfreie Erstattung durch Arbeitgeber

Ersetzt der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer die Kosten für das Homeoffice, liegt grundsätzlich steuerpflichtiger Arbeitslohn vor, weil es für diesen Werbungskostensatz keine gesonderte Steuerbefreiungsvorschrift gibt. Möglich ist aber durchaus, den Mitarbeitern z.B. Auslagenersatz für Büromaterial oder für beruflich veranlasste Telefon-/Internetkosten zukommen zu lassen.

Arbeitgeberbescheinigung

Wie auch bei den übrigen Werbungskosten gibt es keine besonderen Formvorschriften, dem Finanzamt mit der Steuererklärung generell Belege wie z.B. eine Arbeitgeberbescheinigung vorzulegen. Sind die Angaben glaubhaft und schlüssig, wird sich das Finanzamt grundsätzlich nicht melden. Falls das Finanzamt doch im Einzelfall nachfragen sollte, weil beispielsweise die Anzahl der Zahl mit Ansatz der Entfernungspauschale zuzüglich der Zahl der Tage mit Ansatz der Homeoffice-Pauschale (bei einer eigentlichen 5-Tage-Woche) insgesamt über 220 oder 230 liegt, empfiehlt es sich, eine Aufstellung vorlegen zu können, aus der sich die Homeoffice-Tage im Einzelnen ergeben.

Wichtiges in Kürze

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