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Lohnsteuerliche Aspekte des Koalitionsvertrags

Der Koalitionsvertrag beinhaltet auch lohnsteuerrechtliche Aspekte.

Auch, wenn die  Regelungen noch umgesetzt werden müssen, gilt es sich schon frühzeitig auf die Entwicklungen einzustellen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Punkte auf.

Verlängerung der Homeoffice-Pauschale bis Ende 2022

Mit dem Jahressteuergesetz 2020 kam für die Jahre 2020 und 2021 eine steuerliche Berücksichtigung einer Homeoffice-Pauschale (5 Euro/Tag, max. 600 Euro/Jahr).

Die steuerliche Regelung der Homeoffice-Pauschale soll laut Koalitionsvereinbarung bis zum 31.12.2022 verlängert werden.

Eine steuerfreie Erstattung der 5 Euro pro Tag durch den Arbeitgeber ist nicht möglich.

Die Homeoffice-Pauschale wird nicht zusätzlich zum Werbungskostenpauschbetrag (1.000 Euro) gewährt. Daher können besonders diejenigen profitieren, die höhere Werbungskosten haben.

Übrigens: Für die Arbeitstage im Homeoffice entfällt die Fahrt zur Arbeitsstätte und somit die Pendlerpauschale.

Höherer Ausbildungsfreibetrag

Beispielsweise bei auswärtig untergebrachten Auszubildenden wird zur Abgeltung des entstehenden Sonderbedarfs ein Ausbildungsfreibetrag in Höhe von 924 Euro jährlich gewährt. Die Eltern erhalten den Ausbildungsfreibetrag neben dem Kindergeld und den Freibeträgen für Kinder. Der Koalitionsvertrag sieht vor, diesen Betrag ab 2022 auf 1.200 Euro anzuheben.

Abschaffung der Lohnsteuerklassen III und V?

Zur Berechnung der individuellen Lohnsteuer, werden Arbeitnehmer nach Familienstand in unterschiedliche Steuerklassen eingeordnet. Aus der jeweiligen Steuerklasse ergibt sich, ob der Einkommensteuer-Grundtarif (Steuerklassen I, II, IV) oder das Splittingverfahren (Steuerklasse III, V, VI) anzuwenden ist und welche Freibeträge und Pauschbeträge jährlich zu berücksichtigen sind.

Bei Verheirateten kann der eine Ehegatte in der Steuerklasse III und der andere in der Steuerklasse V sein. Alternativ kann das sogenannte Faktorverfahren gewählt werden, wenn beide Ehegatten Arbeitslohn beziehen.

Die Kombination aus den Steuerklassen III und V soll laut Koalitionsverfahren in das Faktorverfahren der Steuerklasse IV überführt werden. Dies bedeutet, dass Ehegatten zukünftig nur noch die Wahl zwischen den Steuerklassenkombination IV/IV und IV/IV mit Faktor haben. Auch über eine Abschaffung des Ehegattensplittings wird aktuell spekuliert.

Elektro- oder Hybridelektrofahrzeuge als Firmenwagen

Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass der geldwerte Vorteil aus der privaten Nutzungsmöglichkeit neuer Hybridfahrzeuge künftig nur dann noch mit im Ergebnis 0,5% des Bruttolistenpreises im Lohn angesetzt werden darf, wenn das Fahrzeug überwiegend (mehr als 50 %) auch im rein elektrischen Fahrantrieb betrieben wird. Wird das Fahrzeug nicht überwiegend im elektrischen Fahrbetrieb genutzt oder der rein elektrische Fahranteil nicht nachgewiesen, entfällt der Vorteil. Es gilt dann die ansonsten übliche 1-%-Regelung.

Attraktivere Mitarbeiterbeteiligung

Die Mitarbeiterbeteiligung ist gerade erst ab 2021 durch das Fondsstandortgesetz attraktiver gemacht worden. So wurde der Steuerfreibetrag beispielsweise für die verbilligte/unentgeltliche Überlassung eines Aktienpakets von 360 Euro auf 1.440 Euro angehoben. Gemäß Koalitionsvereinbarung soll der Steuerfreibetrag noch weiter angehoben werden.

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