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Neues zum Reisekostenrecht

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat seine Regelungen zur Behandlung der Reisekosten von Arbeitnehmern neu gefasst.

Zudem wurden die Pauschalen für Auslandsdienstreisen für 2021 bekannt gegeben.

Erste Tätigkeitsstätte

Im Mittelpunkt des Reisekostenrechts steht das Vorliegen einer sog. ersten Tätigkeitsstätte.Die Bestimmung der ersten Tätigkeitsstätte erfolgt vorrangig anhand der dienst- oder arbeitsrechtlichen Festlegungen durch den Arbeitgeber (Zuordnung). Sind solche nicht vorhanden oder sind die getroffenen Festlegungen nicht eindeutig, werden hilfsweise quantitative Kriterien herangezogen. Voraussetzung ist zudem, dass der Arbeitnehmer in einer ortsfesten Einrichtung dauerhaft tätig werden soll. Maßgebend dabei ist die Prognose. 

Hinweis: Ein Arbeitnehmer ohne erste Tätigkeitsstätte ist außerhalb seiner Wohnung immer auswärts tätig, sodass nach Reisekostengrundsätzen abgerechnet werden kann.

Ausführliche Informationen hierzu sowie die aktuelle Rechtsprechungsentwicklung.finden Sie im BMF-Schreiben vom 25.11.2020.

Doppelte Haushaltsführung

Die Regelungen zur doppelten Haushaltsführung wurden mit dem BMF-Schreiben insbesondere an die Rechtsprechungsentwicklung angepasst. Neu geregelt wird zudem das Verhältnis Hauptwohnung – Zweitwohnung – Erste Tätigkeitsstätte.

Grundvoraussetzung für eine doppelte Haushaltsführung ist, dass der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes seiner ersten Tätigkeitsstätte einen eigenen Haushalt unterhält (Hauptwohnung) und auch am Ort der ersten Tätigkeitsstätte (Zweitwohnung) wohnt (Zweitwohnung).

Das Vorliegen eines eigenen Hausstandes setzt neben dem Innehaben einer Wohnung aus eigenem Recht als Eigentümer oder Mieter bzw. aus gemeinsamen oder abgeleitetem Recht als Ehegatte, Lebenspartner oder Lebensgefährte sowie Mitbewohner auch eine finanzielle Beteiligung an den laufenden Kosten der Lebensführung voraus.

Neue Pauschalen für Auslandsdienstreisen

In seinem Schreiben vom 03.12.2020 hat das BMF die ab 2021 maßgebenden steuerfreien Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten für Auslandsdienstreisen bekannt gegeben.

Für Pauschalen maßgebendes Land

Bei eintägigen Reisen in das Ausland ist der entsprechende Pauschbetrag des letzten Tätigkeitsortes im Ausland maßgebend. Bei mehrtägigen Reisen in verschiedenen Staaten gilt für die Ermittlung der Verpflegungspauschalen am An- und Abreisetag sowie an den Zwischentagen (Tagen mit 24 Stunden Abwesenheit) insbesondere Folgendes:

Besonderheiten bei Rückreise und erneuter Abreise am selben Tag

Schließt sich an den Tag der Rückreise von einer mehrtägigen Auswärtstätigkeit zur Wohnung oder ersten Tätigkeitsstätte eine weitere ein- oder mehrtägige Auswärtstätigkeit an, ist für diesen Tag nur die höhere Verpflegungspauschale zu berücksichtigen. Bei der Gestellung von Mahlzeiten durch den Arbeitgeber ist die Kürzung der Pauschale tagesbezogen vorzunehmen, d. h. von der für den jeweiligen Reisetag maßgebenden Pauschale für eine 24-stündige Abwesenheit, unabhängig davon, in welchem Land die jeweilige Mahlzeit zur Verfügung gestellt wurde.

Wichtig: Die Pauschbeträge für Übernachtungskosten sind ausschließlich in den Fällen der Arbeitgebererstattung anwendbar. Für den Werbungskostenabzug im Rahmen der Steuererklärung werden vom Finanzamt nur die tatsächlichen Übernachtungskosten akzeptiert.

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