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Reisekostenpauschalen 2019

Das Bundesfinanzministerium hat die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten für Auslandsdienstreisen bekannt gemacht.

Änderungen bei EU-Ländern 2019

 

Land*Pauschbetrag für Verpflegung
bei Abwesenheit von 24 Stunden
Pauschbetrag für Verpflegung An- und
Abreisetag sowie bei Abwesenheit
von mehr als 8 Stunden
Pauschbetrag für
Übernachtungskosten
Italien40 Euro27 Euro135 Euro
Polen29 Euro20 Euro60 Euro
Spanien34 Euro23 Euro115 Euro
Österreich40 Euro27 Euro108 Euro

*für einzelne Städte des jeweiligen Landes gelten Besonderheiten

Für Pauschalen maßgebendes Land

Bei eintägigen Reisen in das Ausland ist der entsprechende Pauschbetrag des letzten Tätigkeitsortes im Ausland maßgebend. Bei mehrtägigen Reisen in verschiedenen Staaten gilt für die Ermittlung der Verpflegungspauschalen am An- und Abreisetag sowie an den Zwischentagen (Tagen mit 24 Stunden Abwesenheit) insbesondere Folgendes:

Besonderheiten bei Rückreise und erneuter Abreise am selben Tag

Schließt sich an den Tag der Rückreise von einer mehrtägigen Auswärtstätigkeit zur Wohnung oder ersten Tätigkeitsstätte eine weitere ein- oder mehrtägige Auswärtstätigkeit an, ist für diesen Tag nur die höhere Verpflegungspauschale zu berücksichtigen. Bei der Gestellung von Mahlzeiten durch den Arbeitgeber ist die Kürzung der Pauschale tagesbezogen vorzunehmen, d. h. von der für den jeweiligen Reisetag maßgebenden Pauschale für eine 24-stündige Abwesenheit, unabhängig davon, in welchem Land die jeweilige Mahlzeit zur Verfügung gestellt wurde.

Wichtig: Die Pauschbeträge für Übernachtungskosten sind ausschließlich in den Fällen der Arbeitgebererstattung anwendbar. Für den Werbungskostenabzug im Rahmen der Steuererklärung werden vom Finanzamt nur die tatsächlichen Übernachtungskosten akzeptiert.

Gestellung von Mahlzeiten durch den Arbeitgeber

Bei der Gestellung von Mahlzeiten durch den Arbeitgeber ist die Kürzung der Pauschale tagesbezogen vorzunehmen, d. h. von der für den jeweiligen Reisetag maßgebenden Pauschale für eine 24-stündige Abwesenheit, unabhängig davon, in welchem Land die jeweilige Mahlzeit zur Verfügung gestellt wurde.

Beispiel: Monteur M fährt am 4.2.2019 zu einer Auswärtstätigkeit nach Warschau. Der Arbeitgeber zahlt ihm die steuerlich möglichen Verpflegungs- und Übernachtungspauschalen. M kehrt am 6.2.2019 zurück. Für den 4.2. (Anreisetag) und den 6.2. (Abreisetag) steht ihm eine Verpflegungspauschale in Höhe von 20 Euro zu. Für den Zwischentag hat er Anspruch auf 29 Euro. Da er allerdings am 5.2. das Mittagessen vom Arbeitgeber gestellt bekommen hat, ist die Pauschale von 29 Euro um 40% von 29 Euro (= 11,60 Euro) zu kürzen. Die Übernachtungspauschale für Warschau beträgt 109 Euro. Würde M in einem Vorort übernachten, dürfte der Arbeitgeber pauschal nur 60 Euro für die Übernachtung erstatten. Statt einer Übernachtungspauschale kann der Arbeitgeber aber auch die tatsächlichen Übernachtungskosten erstatten.

Praxishinweis: Die Kürzung der Verpflegungspauschale ist bei einer Mahlzeitengestellung nach Verwaltungsmeinung auch dann vorzunehmen, wenn der Arbeitnehmer die Mahlzeit gar nicht eingenommen hat (z.B. Abreise vor dem Mittagessen). Hierzu ist ein Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof (BFH) anhängig (Az.: VI R 16/18). Gegen nachteilige Bescheide empfehlen wir, unter Hinweis auf das BFH-Verfahren Einspruch einzulegen.

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