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Corona-Verdacht: Keine AAG-Erstattung bei Quarantäne

Erstattungen aus der Umlageversicherung sind nur im Falle einer Erkrankung und Arbeitsunfähigkeit möglich.

Viele Arbeitnehmer werden bei laufender Entgeltzahlung vorsorglich unter Quarantäne gestellt, weil sie aus einem Corona-Risikogebiet zurückgekehrt sind oder Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

In diesen Fällen liegt keine Entgeltfortzahlung im Sinne des Entgeltfortzahlungsgesetzes vor. Deshalb sind auch Erstattungen im Rahmen des U1-Erstattungsverfahrens nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz ausgeschlossen.

Tritt während der Quarantäne eine Arbeitsunfähigkeit wegen einer Erkrankung hinzu, gelten mit dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit wegen Erkrankung die Regelungen nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz, sodass dann auch U1-Erstattungen möglich sind.

Sie als Arbeitgeber haben jedoch auch in Quarantänefällen das Arbeitsentgelt für bis zu sechs Wochen fortzuzahlen. Dies geschieht nach § 56 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz im Auftrag der zuständigen Behörde, die Ihnen dann auf Antrag auch die ausgezahlten Beträge erstattet.

Hinweis: Welche Behörde für Sie zuständig ist, richtet sich nach dem Landesrecht. Auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts können Sie das Gesundheitsamt nach Postleitzahl suchen.

Mehr zum Thema:

Corona-Virus: Häufig gestellte Fragen

Umlageversicherung U1/U2

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