Unfallversicherung

Der Meldeprozess zur Unfallversicherung

Aktuell: Einführung elektronischer Lohnnachweis zur Unfallversicherung mit Übergangszeit

Die Lohnnachweise für die gesetzliche Unfallversicherung sind von den Arbeitgebern aktuell jährlich in Papierform abzugeben. Für das Jahr 2016 wird erstmals ein elektronisches Verfahren eingeführt. Im elektronischen Lohnnachweis sind von den Arbeitgebern die angewandten Gefahrtarifstellen und die darauf entfallenden Entgelte, Arbeitsstunden und Arbeitnehmer zu übermitteln. Die Übermittlung erfolgt an die Datenannahmestelle der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Der elektronische Lohnnachweis ist jeweils bis spätestens zum 16. Februar des Folgejahres zu erstellen. Für das Jahr 2016 also erstmals bis zum 16. Februar 2017. Bei Insolvenz, Betriebseinstellung oder der Beendigung aller Beschäftigungsverhältnisse (wenn im selben Jahr voraussichtlich auch keine mehr begründet werden) ist der elektronische Lohnnachweis unterjährig mit der nächsten Entgeltabrechnung, spätestens innerhalb von sechs Wochen, abzugeben.
Das neue elektronische Lohnnachweisverfahren wird in den Jahren 2017 und 2018 zunächst erprobt. Für die Arbeitgeber bedeutet die Testphase, dass für die Meldezeiträume 2016 (zu erstellen bis zum 16. Februar 2017) und 2017 (zu erstellen bis zum 16. Februar 2018) neben der neuen elektronischen Meldung parallel auch noch der Lohnnachweis in Papierform abzugeben ist.

Meldepflichten zur Unfallversicherung ab 2016

Meldeformfür 2015für 2016für 2017für 2018
manueller Lohn-
nachweis Papier
XXX
elektronischer
Nachweis
XXX
UV-MeldungXXXX
SV-MeldungXXXX

Mit der Einführung des elektronischen Lohnnachweises verbunden ist auch ein verpflichtender, neuer automatisierter Stammdatenabgleich mit der Stammdatendatei bei der DGUV.

Die Stammdaten sind von Ihnen mit einer Anzeige zur Abgabe des Lohnnachweises zu übermitteln. Daraufhin werden Ihnen von der DGUV die für den elektronischen Lohnnachweis maßgebenden Stammdaten mit Gültigkeiten zurückgemeldet.

Mit diesem neuen Verfahren wird sichergestellt, dass die elektronischen Lohnnachweise immer mit korrekten Daten übermittelt werden.

Neben dem Lohnnachweis gibt es seit dem 1. Januar 2016 die versichertenbezogene Jahresmeldung zur gesetzlichen Unfallversicherung, die mit dem Abgabegrund 92 an die zuständige Einzugsstelle (Krankenkasse) zu übermitteln ist. Diese Jahresmeldung is auch künftig weiterhin zu erstellen. Sie wird nicht durch den elektronischen Lohnnachweis ersetzt. Auch für die Jahresmeldung gilt eine Meldefrist bis zum 16. Februar des Folgejahres.

Zudem gibt es bei den Jahresmeldungen zur Unfallversicherung, die bei Eintritt eines Insolvenzereignisses, einer Betriebseinstellung oder der Beendigung aller Beschäftigungsverhältnisse zu erstellen sind, eine Neuerung. Diese Jahresmeldungen sind nicht mehr wie bisher bis zum 16. Februar des Folgejahres zu erstellen. Sie müssen künftig mit der nächsten Entgeltabrechnung bzw. spätestens innerhalb von sechs Wochen abgegeben werden.