Informationen zum Brexit

Was in der Krankenversicherung bei Aufenthalten in Großbritannien ab Februar 2020 gilt.

Mit Wirkung zum 01.02.2020 hat das Vereinigte Königreich (Großbritannien und Nordirland) die Europäische Union verlassen (sogenannter Brexit). Den aktuellen Informationsstand für den Krankenversicherungsschutz als Urlauber oder Student haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt.

Wir verstehen, dass Sie gerne noch mehr Informationen zu den Auswirkungen des Brexit auf den Krankenversicherungsschutz hätten, insbesondere dazu, wie es ab dem 01.01.2021 weitergeht. Auch wir als SBK sind dabei davon abhängig, was die Vertragspartner Europäische Union und Großbritannien entscheiden. Wir gehen jedoch davon aus, dass frühestens Ende 2020 feststeht, welche Regelungen ab dem 01.01.2021 gelten werden. Bis dahin bitten wir Sie um etwas Geduld.

Es gibt eine Übergangsregelung für alle Staatsbürger der EU, der Schweiz und Drittstaatsangehörige sowie staatenlose Personen. Die Übergangsregelung gilt bis zum 31.12.2020.

Für die Übergangszeit vom 01.02.2020 bis zum 31.12.2020 sind die Leistungsthemen und das Versicherungsrecht für die Krankenversicherung festgelegt.

Bis zum 31.12.2020 soll das eigentliche Austrittsabkommen geregelt werden. Darin werden dann die zukünftigen Beziehungen ab 01.01.2021 zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich geregelt.

Grundsätzlich kann nicht garantiert werden, dass die EHIC (europäische Gesundheitskarte auf der Rückseite SBK-Gesundheitskarte) in Großbritannien und Nordirland akzeptiert wird. Das bedeutet unter Umständen, dass die britische Krankenversicherung keine Leistungen mehr mit der SBK abrechnen kann. Sie können jedoch trotzdem weiterhin Ärzte des nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) aufsuchen. Sie bezahlen dann die Rechnung des Arztes vor Ort zunächst selbst und reichen diese dann zur Kostenerstattung bei uns ein. Wir erstatten Ihnen dann maximal die Kosten in Höhe der deutschen Vertragssätze abzüglich der gesetzlichen deutschen Eigenanteile.

Die SBK erstattet Ihnen maximal die Kosten in Höhe der deutschen Vertragssätze abzüglich der gesetzlichen deutschen Eigenanteile. Das bedeutet für Sie, dass Restkosten, also Kosten, die die SBK nicht übernehmen darf, nur über eine private Reisekrankenversicherung abgedeckt sind. In welcher Höhe Kosten erstattet werden können, fragen Sie bitte direkt bei Ihrer privaten Reisekrankenversicherung nach, da die Vertragsbedingungen sehr unterschiedlich sein können.

Falls Sie noch keine Reisekrankenversicherung haben: Die SBK hat mit der ERGO einen Kooperationspartner, der leistungsstark und kostengünstig ist. Der Tarif der ERGO gilt für Auslandsaufenthalte von bis zu acht Wochen. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite Auslandsreise-Krankenversicherung.

Nein, einen Auslandskrankenschein gibt es nicht.

Da ein Anspruch auf Kostenerstattung bei einer Behandlung durch Ärzte des britischen nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) nur bis zum 31.12.2020 besteht, empfehlen wir Ihnen dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Leistungen, die bei nicht-NHS-Einrichtungen in Anspruch genommen werden oder die nach dem 31.12.2020 entstehen, können generell nicht erstattet werden.

Bei Aufenthalten im Ausland, die länger als acht Wochen dauern, reicht eine übliche Reisekrankenversicherung nicht mehr aus. Sie benötigen in diesem Fall eine Langzeit-Reisekrankenversicherung, wie sie zum Beispiel die Hanse-Merkur oder der ADAC anbieten.

Wenden Sie sich an die SBK-Auslandsberatung, wenn Sie noch Fragen haben. Die Experten dort beraten Sie gerne. Rufen Sie einfach an unter 0800 072 572 570 90 (gebührenfrei in Deutschland) oder nutzen Sie unser Online-Formular.

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