Krankengeld und Arbeitsunfähigkeit

Damit Sie auch bei längerer Krankheit finanziell abgesichert sind, erhalten Sie von der SBK Krankengeld.

Hinweis

Aktuelle Informationen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhalten Sie hier.

Wie die neue elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung funktioniert

Krankengeld von der SBK - damit Sie finanziell abgesichert sind

Stellt Ihr behandelnder Arzt oder Ihre Ärztin fest, dass Sie arbeitsunfähig sind, können Sie Krankengeld von uns erhalten. Bei einer Beschäftigung bezahlt Ihr Arbeitgeber Ihr Gehalt in der Regel bis zur sechsten Woche der Erkrankung, die sogenannte Entgeltfortzahlung. Wenn dieser Zeitraum bei längerer Krankheit ausläuft, übernehmen wir Ihre finanzielle Absicherung. Wenn Sie wegen eines Arbeitsunfalles arbeitsunfähig werden, übernimmt grundsätzlich die zuständige Unfallversicherung die finanzielle Absicherung. Damit es für Sie einfacher und schneller geht, zahlen wir in diesem Fall das Verletztengeld im Auftrag der Unfallversicherung aus.

Ab wann und in welcher Höhe erhalte ich Krankengeld?

Das Krankengeld beträgt 70 % Ihres bisherigen Bruttogehaltes, aus dem Beiträge gezahlt worden sind, aber höchstens 90 % des Nettogehaltes. Einmalzahlung wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld können das Krankengeld noch auf bis zu 100 % erhöhen. Entgeltumwandlungen können die Höhe des Krankengeldes verringern. Das Höchstkrankengeld beträgt pro Kalendertag 112,88 € für das Jahr 2021 (2020: 109,38 €).

Für einen Überblick finden Sie hier eine Musterrechnung: 

Bruttoarbeitsentgelt (festes Monatsgehalt)2.250 €
Nettoarbeitsentgelt 1.650 €

Berechnung und Ergebnis:

(Brutto-)Regelentgelt (2.250 €: 30 Tage)75 €
Nettoarbeitsentgelt (1.650 €: 30 Tage)55 €
70 % des Regelentgelts (75 €)52,50 €
90 % des Nettoarbeitsentgelts (55 €)49,50 €
Krankengeld49,50 €

Wenn Versicherungspflicht in der Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung besteht, vermindert sich das Krankengeld um den Versichertenanteil der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und der Rentenversicherung. Wir ziehen die Beitragsanteile vor der Auszahlung des Krankengeldes ab und überweisen sie zusammen mit den von uns zu zahlenden Beitragsanteilen an die jeweilige Versicherung.

Voraussetzung für Krankengeld ist, dass Sie das gesetzliche Krankengeld ab dem 43. Tag gewählt haben. Die Höhe des Krankengeldes richtet sich bei einer selbstständigen Tätigkeit nach dem bisherigen Arbeitseinkommen, bevor Sie erkrankt sind. Dies allerdings maximal bis zu dem Einkommen, aus dem Beiträge gezahlt wurden.

Ihr Krankengeld beträgt 70 % des durchschnittlichen täglichen Arbeitseinkommens, höchstens 112,88 € pro Kalendertag für das Jahr 2021 (2020: 109,38 €).

Selbstständige können zudem mit dem Premiumtarif ein höheres Krankengeld absichern. Nähere Informationen zum Premiumtarif finden Sie auf der Seite Krankengeldtarif.

Wenn Versicherungspflicht in der Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung besteht, vermindert sich das Krankengeld um den Versichertenanteil der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und der Rentenversicherung. Wir ziehen die Beitragsanteile vor der Auszahlung des Krankengeldes ab und überweisen sie zusammen mit den von uns zu zahlenden Beitragsanteilen an die jeweilige Versicherung.

Das Krankengeld ist genau so hoch wie das Arbeitslosengeld I, dass Sie zuletzt erhalten haben.

Die aus dem Krankengeld zu zahlenden Beiträge zur Pflege, Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen wir in voller Höhe. Kundinnen und Kunden ohne Kinder zahlen nur den Pflegeversicherungszuschlag von 0,25 % selbst.

Wie lange können Sie Krankengeld erhalten?

Krankengeld bekommen Sie für maximal 78 Wochen wegen derselben Krankheit. Auf diesen Höchstanspruch werden Zeiten, in denen das Krankengeld ruht, wie zum Beispiel während der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber oder des Übergangsgeldbezuges während einer Rehabilitationsmaßnahme durch den Rentenversicherungsträger, angerechnet.

Gut zu wissen:

Während Sie Krankengeld beziehen, sind Sie und Ihre mitversicherten Familienangehörigen beitragsfrei bei uns versichert. In dieser Zeit zahlen wir auch weiterhin Ihre Beiträge für die Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und Rentenversicherung. Ihre Rentenzeiten sind damit auch bei einer längeren Erkrankung gesichert.

Krankengeld - Ihre SBK-Vorteile:

So bekommen Sie Krankengeld von der SBK:

  1. Damit wir das Krankengeld auszahlen können, stellt Ihr Arzt oder ihre Ärztin Ihre Arbeitsunfähigkeit mit dem Hinweis fest, dass es sich um einen sogenannten Krankengeldfall handelt („ab der 7. AU-Woche oder sonstiger Krankengeldfall“ oder „Endbescheinigung“).
  2. Ab 01.10.2021 kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, kurz eAU, nutzen und übersendet uns die erforderlichen Angaben direkt auf elektronischem Weg. 
  3. Nutzt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die elektronische Übermittlung noch nicht, dann erhalten Sie weiterhin einen Papierausdruck. Senden Sie diese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bitte immer an die SBK, 80227 München, damit das Krankengeld ohne Zeitverzug und innerhalb weniger Tage an Sie überwiesen werden kann. Alternativ können Sie die Meine SBK-App nutzen und Ihre Krankmeldung digital hochladen. 
  4. Die Auszahlung erfolgt, sobald Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei uns eingeht. Dabei zahlen wir Krankengeld immer bis zu dem Tag, an dem Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt hat. Durch die Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei uns bzw. die elektronische Übersendung durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin können Sie steuern, wann Sie das Krankengeld erhalten möchten.
  5. Sind Sie weiterhin arbeitsunfähig, bekommen Sie eine weitere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Wichtig: Bitte achten Sie darauf, sich die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit immer nahtlos bescheinigen zu lassen. Spätestens am Tag nach der bescheinigten Arbeitsunfähigkeitszeit muss die weitere Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werden, damit es zu keinem Krankengeldausfall kommt.

 

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