Kinderkrankengeld

Damit Sie Ihr Kind zu Hause betreuen können, zahlt Ihnen die SBK Kinderkrankengeld.

Beim Kinderkrankengeld erhalten Sie 90 % Ihres ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts durch die SBK weitergezahlt. So können Sie sich in Ruhe um Ihr Kind kümmern. Welche Voraussetzungen hierfür gelten und was es sonst noch zu beachten gibt, erfahren Sie auf dieser Seite.

Sie bekommen Kinderkrankengeld von der SBK wenn,

  • Sie berufstätig sind und kein Arbeitsentgelt von Ihrem Arbeitgeber erhalten,
  • Ihr Kind gesetzlich versichert ist,
  • Ihr Kind jünger als zwölf Jahre oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist,
  • es in Ihrem Haushalt niemanden gibt, der an Ihrer Stelle Ihr Kind pflegen kann,
  • Sie selbst einen Anspruch auf Krankengeld haben (zum Beispiel als Arbeitnehmer oder als Selbstständiger mit Krankengeld-Anspruch) und
  • Sie Ihr Kind betreuen, Ihr Kind krank ist oder die Kita bzw. Schule geschlossen hat.

Gut zu wissen: Ihr Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet, Sie in dieser Zeit freizustellen und Ihr Gehalt weiterzuzahlen. In diesem Fall können wir kein Kinderkrankengeld zahlen. Wenn der Arbeitgeber kein Gehalt zahlt, weil es zum Beispiel ein Tarifvertrag so regelt, bekommen Sie Krankengeld von der SBK.

Auszubildende mit Kind

Wenn Sie sich in einer Berufsausbildung befinden und Ihr Kind ist krank ist, dann ist Ihr Arbeitgeber lt. Berufsbildungsgesetz verpflichtet, Ihre Ausbildungsvergütung in dieser Zeit weiterzuzahlen. Bitte setzen Sie sich in diesem Fall direkt mit Ihrem Arbeitgeber in Verbindung.

Jedes gesetzlich versicherte Elternteil kann im Jahr 2021 pro Kind 30 Tage Kinderkrankengeld beantragen, insgesamt bei mehreren Kindern maximal 65 Tage. 

Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch um 60 Tage pro Kind, bei mehreren Kindern auf maximal 130 Tage.

Der Anspruch gilt auch, wenn die Kinder aus folgenden Gründen zu Hause betreut werden müssen:

  • Die Präsenzpflicht in der Schule wurde aufgehoben.
  • Die Voraussetzung für die Notbetreuung sind nicht erfüllt.
  • Die Behörden empfehlen, die Betreuungsangebote der geöffneten Einrichtungen zur Kinderbetreuung wenn möglich nicht zu nutzen.
  • Die Betriebs- oder Schulferien wurden angeordnet oder verlängert.
  • Die Einrichtung zur Kinderbetreuung wurde von der zuständigen Behörde geschlossen.
  • Das Betreten der Einrichtung zur Kinderbetreuung wurde untersagt, z. B. bei angeordneter Quarantäne im häuslichen Bereich.

Anspruchsberechtigt sind

  • gesetzlich versicherte Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben und
  • deren Kind jünger als zwölf Jahre und gesetzlich versichert ist. 
  • Voraussetzung ist ebenfalls, dass es in Ihrem Haushalt niemanden gibt, der an Ihrer Stelle Ihr Kind betreuen kann.

Den Antrag für das pandemiebedingte Kinderkrankengeld können Sie direkt online ausfüllen – ein Nachweis der Kita oder Schule zur pandemiebedingten Schließung ist nicht erforderlich. Nutzen Sie dafür die Meine SBK-App oder die Webversion unter meine.sbk.org/kinderkrankengeld. Damit geht Ihr Antrag sofort bei uns ein, Sie sparen sich Postwege und können sich gleich auf die Betreuung Ihres Kindes konzentrieren.

Wenn Sie den Antrag lieber schriftlich stellen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihren persönlichen Kundenberater.

Ist die Betreuung erforderlich, weil Ihr Kind krank ist, reichen Sie uns bitte nach wie vor die Bescheinigung vom Arzt ein. Auch in diesem Fall können Sie den Antrag direkt online ausfüllen – in der Meine SBK-App oder unter meine.sbk.org/kinderkrankengeld.

Seit 01.01.2015 beträgt das Kinderkrankengeld 90 % des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Wenn Sie in den letzten 12 Kalendermonaten vor der Freistellung von der Arbeit Einmalzahlungen erhalten haben, erhöht sich das Kinderkrankengeld auf 100 % des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Maximal wird das Krankengeld bei Erkrankung des Kindes in Höhe von brutto 112,88 € pro Kalendertag gezahlt (2021). 

Aus dem Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes sind in der Regel Beiträge zur Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zu zahlen. Die SBK zieht die Beitragsanteile vor der Auszahlung des Krankengeldes ab und überweist sie zusammen mit den von der SBK zu zahlenden Beitragsanteilen an die jeweilige Versicherung.

Ja, die Regelungen zur telefonischen Krankschreibung wegen Erkältungsbeschwerden bei Kindern sind seit dem 19.10.2020 wieder bundesweit möglich.

Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden. Unser Tipp: Sprechen Sie bereits im Vorfeld mit Ihrem Kinderarzt und erkundigen sich nach dem genauen Vorgehen im Krankheitsfall. Jede Praxis hat individuelle Regelungen.

Ja. Dies ist dann möglich, wenn der andere Elternteil den Anspruch aus persönlichen oder beruflichen Gründen nicht selbst wahrnehmen kann.

Eine Übertragung ist möglich, wenn

  • beide Elternteile gesetzlich krankenversichert sind,
  • beide Elternteile einen Anspruch auf Krankengeld haben,
  • der eine Elternteil das Kind aus beruflichen Gründen nicht betreuen kann und
  • der andere Elternteil seinen Anspruch schon voll ausgeschöpft hat.

Bitte sprechen Sie Ihren Arbeitgeber an, da er einer erneuten Freistellung von der Arbeit zustimmen muss.

  • Oft ist ein Anspruch auf Freistellung von der Arbeit bei Erkrankung eines Kindes in Tarifverträgen geregelt und Sie erhalten ganz einfach automatisch eine Entgeltfortzahlung, wenn Ihr Kind krank ist. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber für nähere Details.
  • Sind beide Eltern gesetzlich versichert, jedoch in unterschiedlichen Krankenkassen, so zahlt die Krankenkasse der Betreuungsperson das Kinderkrankengeld. Dies ist unabhängig davon, in welcher Krankenkasse das Kind mitversichert ist.

Kinderkrankengeld – Ihre SBK-Vorteile:

So erhalten Sie Kinderkrankengeld

Den Antrag für das pandemiebedingte Kinderkrankengeld können Sie direkt online ausfüllen – ein Nachweis der Kita oder Schule zur pandemiebedingten Schließung ist nicht erforderlich. Nutzen Sie dafür die Meine SBK-App oder die Webversion unter meine.sbk.org. Damit geht Ihr Antrag sofort bei uns ein, Sie sparen sich Postwege und können sich gleich auf die Betreuung Ihres Kindes konzentrieren.

Ist die Betreuung erforderlich, weil Ihr Kind krank ist, reichen Sie uns bitte nach wie vor die Bescheinigung vom Arzt ein. Auch in diesem Fall können Sie den Antrag direkt online ausfüllen – in der Meine SBK-App oder unter meine.sbk.org.

Alternativ ergänzen Sie bitte Ihre Angaben auf der Bescheinigung, die Sie von Ihrem Arzt erhalten haben, und senden diese per Post an: SBK, 80227 München. Die Auszahlung an Sie erfolgt sofort, nachdem uns die Unterlagen Ihres Arbeitgebers vorliegen.

Ihr persönlicher Kundenberater berät Sie gerne zum Thema Kinderkrankengeld.

Mehr zum Thema:

Vorsorgeuntersuchung für Kinder und Jugendliche

Fühlen Sie sich durch die Inhalte gut informiert?