Häufige Fragen zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung

Sie haben sich noch nicht entschieden, ob Sie an der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung teilnehmen möchten oder haben noch Fragen? Wir beantworten an dieser Stelle häufig gestelle Fragen zu dieser Vorsorgeuntersuchung. So können Sie gut informiert selbst entscheiden, ob Sie an der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung teilnehmen möchten oder nicht.

Jährlich erkranken deutschlandweit etwa 4.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Circa 1.600 Frauen versterben jährlich daran. Das Erkrankungsrisiko einer Frau wird maßgeblich davon beeinflusst, wie alt sie ist, ob sie an der Vorsorge teilnimmt und ob sie gegen HPV geimpft ist.

AlterVon 1.000 Frauen, die nicht an der Vorsorge teilnehmen und nicht gegen HPV geimpft sind, erkranken in den nächsten 10 Jahren ...
20 Jahreweniger als 1
30 Jahre1
40 Jahre5
50 Jahre9
60 Jahre8
70 Jahre6

Die häufigsten Ursachen des Gebärmutterhalskrebses gehen auf eine Infektion mit bestimmten Typen der humanen Papillomviren (HPV) zurück. Diese Viren werden hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr übertragen. Ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern erhöht das Infektionsrisiko. Bei vielen Frauen heilt eine Infektion von alleine wieder ab. Bei einigen Frauen entwickelt sich eine Infektion, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird, zu Gebärmutterhalskrebs.

Die Früherkennung ermöglicht es, schon Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs zu erkennen. So kann der Arzt eingreifen, bevor Zellveränderungen in tiefere Gewebeschichten vorgedrungen sind oder sich im Körper ausgebreitet haben. Die Heilungschancen sind am höchsten, wenn der Krebs in früheren Stadien entdeckt und behandelt wird.

Von 1.000 Frauen, die zwischen 20 und 30 Jahren mit der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung beginnen und Zeit ihres Lebens regelmäßig daran teilnehmen, erkranken und sterben weniger als eine Frau an Gebärmutterhalskrebs. Zum Vergleich: von 1.000 Frauen, die nicht an der Früherkennung teilnehmen, erkranken 30 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 10 Frauen sterben daran.

Allein durch die Untersuchung am Gebärmutterhals kann eine Krebserkrankung nicht zu 100 % verhindert werden. Sie ermöglicht jedoch, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig weiterführende Schritte zur Behandlung des Gebärmutterhalses einzuleiten. Dies gilt vor allem bei einer regelmäßigen Teilnahme. Denn ein einzelner Pap-Abstrich ist nicht sehr aussagefähig, da Gewebeveränderungen übersehen werden können. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese jedoch bei der darauffolgenden Untersuchung erkannt werden, ist sehr hoch.

Die Untersuchung kann zu Fehldiagnosen führen. Gesunde Frauen können fälschlicherweise als krank erkannt werden. Dies kann zu Verunsicherung und psychischem Stress sowie weiteren unnötigen Behandlungen führen.

Je nach Schweregrad der Gewebeveränderung und Alter der Frau erfolgt nach einem bestimmten Zeitraum eine erneute Untersuchung (Pap-Abstrich und ggf. HPV-Test). Abhängig vom Ergebnis dieser zweiten Kontrolluntersuchung werden ggf. weitere Maßnahmen notwendig. Bei weiterhin auffälligen Ergebnissen führt der Arzt eine Kolposkopie durch. Bei dieser Untersuchung der Scheide und des Gebärmutterhalses mit einem speziellen Mikroskop (Kolposkop) kann der Frauenarzt das Gewebe stark vergrößert abbilden. Unter Berücksichtigung der Kolposkopieergebnisse und der Vorbefunde entscheidet der Frauenarzt dann gemeinsam mit der Patientin über das weitere Vorgehen.

Mehr zum Thema:

Informationen des Krebsinformationsdienstes zu Gebärmutterhalskrebs

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