Corona-Impfung: Anspruch und Terminvergabe

Alles rund um den Impfprozess gegen das Coronavirus SARS-CoV-2.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat am 21.12.2020 die europaweite Zulassung für einen ersten Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Comirnaty von Biontech/Pfizer) erteilt. Seit dem 27.12.2020 konnten in Deutschland die Corona-Impfungen wie geplant beginnen. Seit dem 06.01.2021 ist ein zweiter Impfstoff (Spikevax von Moderna), seit dem 29.01.2021 der dritte Impfstoff (Vaxzevria von AstraZeneca) und seit 11.03.2021 der vierte Impfstoff (Janssen/Johnson & Johnson) zugelassen.

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen darüber, welche Personengruppen zuerst Anspruch auf die Impfung haben, wie Sie einen Impftermin erhalten und wie die Impfung abläuft.

Damit Sie auf dem aktuellsten Stand sind, wird diese Seite regelmäßig aktualisiert und wo nötig ergänzt. Stand der Informationen: 30.09.2021
 

Anspruch auf die Impfung

Grundsätzlich haben alle Personen, die in Deutschland leben, sich für gewöhnlich aufhalten oder arbeiten unabhängig von ihrem Versicherungsschutz Anspruch auf die Corona-Impfung (Grundimmunisierung) sowie eine Auffrischungsimpfung. Die Impfung ist für diese Personen kostenfrei. Momentan werden die Kosten durch den Bund getragen.

Die Impfung ist zudem freiwillig, es wird keine Impfpflicht geben. Man geht davon aus, dass das Ziel einer ausreichenden Impfquote durch die hohe Akzeptanz und Impfbereitschaft der Bevölkerung auch so erreicht werden kann. Welcher Anteil der Bevölkerung geimpft sein muss, damit eine entsprechende Herdenimmunität aufgebaut werden kann, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht. In der Diskussion ist derzeit ein Wert von ca. 85 %.

Priorisierung der Personengruppen

Seit 07.06.2021 ist in ganz Deutschland und für alle verfügbaren Impfstoffe die Priorisierung aufgehoben. Alle Personen, unabhängig ihres Gesundheitszustandes oder Berufes, können sich impfen lassen.

Ursprünglich wurden drei Personengruppen mit unterschiedlicher Priorität festgelegt, um primär besonders schutzbedürftigen Personen eine Impfung anbieten zu können:

1.   Alle Personen, die 80 Jahre und älter sind.

2.    Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen sowie in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind.

3.    Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 durchführen oder im Rahmen ambulanter Dienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben.

4.    Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit sehr hohem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, dazu gehört Personal in:
a)    Intensivstationen, 
b)    Notaufnahmen, 
c)    Rettungsdiensten, 
d)    der ambulanten Palliativversorgung,
e)    SARS-CoV-2-Impfzentren sowie 
f)    Bereichen, in denen infektionsrelevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden.

5.    Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, dazu zählt insbesondere Personal in der
a)    Onkologie, 
b)    Transplantationsmedizin oder
c)    im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patienten.

Nach offizieller Zeitplanung der Bundesregierung sollen alle Personen der Gruppe 1 bis Ende März 2021 die Option zur Impfung erhalten haben.

1.    Personen von 70 Jahren bis einschließlich 79 Jahren.

2.    Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
a)    Personen mit Trisomie 21 (Down-Syndrom),
b)    Personen nach einer Organtransplantation,
c)    Personen mit einer Demenz, geistiger Behinderung, schwerer psychiatrischer Erkrankung (insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression),
d)    Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen,
e)    Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder anderer, ähnlich schwerer chronischer Lungenerkrankung,
f)     Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen,
g)    Personen mit Leberzirrhose oder anderer chronischen Lebererkrankung,
h)    Personen mit chronischer Nierenerkrankung,
i)     Personen mit Adipositas (BMI > 40),
j)     Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen COVID-19-Verlauf besteht.

Hinweis: Personen mit Erkrankungen nach Abs. 2 Buchstaben a) bis i) müssen zur Impfberechtigung ein formloses ärztliches Attest (z. B. vom Hausarzt) über das Vorliegen des Risikos am Tag der Impfung vorweisen. Ein Risiko nach Buchstabe j) darf nur von Einrichtungen bzw. Ärzten ausgestellt werden, die von den obersten Landesgesundheitsbehörden oder den von ihnen bestimmten Stellen mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe beauftragt wurden (§6 Abs. 6 CoronaImpfV).

3.    bis zu zwei enge Kontaktpersonen
a)    von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person ab 70 Jahren bzw. von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person mit den oben, unter Abs. 2 Buchstaben a) bis j) genannten Erkrankungen,
b)    von schwangeren Personen.

Hinweis: Die Kontaktpersonen nach Abs. 3 müssen zum Nachweis von der Risikoperson nach Buchstaben a) und b) oder einer sie vertetenden Person bestimmt werden.

4.    Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig oder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.

5.    Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind,  
a)    insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt, 
b)    Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und 
c)    die regelmäßig zum Zwecke der Diagnostik des Coronavirus SARS-CoV-2 Körpermaterial entnehmen.

6.    Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung öffentlicher Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

7.    Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

8.    Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

9.    Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind.

10.  Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind.

11.  Personen, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder 4 des Infektionsschutzgesetzes oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind.

12.  Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a SGB XI regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

Nach aktueller Planung der Bundesregierung soll ab April 2021 mit der Impfung von Personen der Gruppe 2 begonnen werden.

1.    Personen von 60 Jahren bis einschließlich 69 Jahren.

2.    Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
a)    Personen mit behandlungsfreien in Remission (Abschwächung bzw. Zurückdrängung) befindlichen Krebserkrankungen,
b)    Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologischen Erkrankungen,
c)    Personen mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertonie,
d)    Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Apoplex und anderen chronischen neurologischen Erkrankungen,
e)    Personen mit Asthma bronchiale,
f)     Personen mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung (CED),
g)    Personen mit Diabetes mellitus ohne Komplikationen,
h)    Personen mit Adipositas (BMI >30) und
i)     Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Hinweis: Personen mit Erkrankungen nach Abs. 2 Buchstaben a) bis h) müssen zur Impfberechtigung ein formloses ärztliches Attest (z. B. vom Hausarzt) über das Vorliegen des Risikos am Tag der Impfung vorweisen. Ein Risiko nach Buchstabe i) darf nur von Einrichtungen bzw. Ärzten ausgestellt werden, die von den obersten Landesgesundheitsbehörden oder den von ihnen bestimmten Stellen mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe beauftragt wurden (§6 Abs. 6 CoronaImpfV).

3.   bis zu zwei enge Kontaktpersonen von nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Personen ab 60 Jahren bzw. einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person mit einer oben (Abs. 2 Buchstaben a-i) aufgeführten Person. Die Kontaktpersonen nach Abs. 3 müssen von der Risikoperson oder deren rechtlichen Vertretungsperson bestimmt werden.

4.   Personen,
a)   die Mitglieder von Verfassungsorganen sind,
b)   die in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege tätig sind,
c)   die in besonders relevanter Position im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind, oder.
d)  die als Wahlhelfer tätig sind.

5.    Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen.

6.   Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Laboren, und Personal, das keine Patienten betreut.

7.    Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind.

8.    Personen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht von § 3 Absatz 1 Nummer 9 erfasst sind, tätig sind.

9.    sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Nach aktueller Planung der Bundesregierung sollen die Personen der Gruppe 3 bis zum Sommer 2021 ein Impfangebot erhalten haben.

Weitere Informationen zum Anspruch und Reihenfolge bei der Corona-Impfung finden Sie in unserem ausführlichen FAQ.

Auffrischungsimpfungen

Seit September 2021 kann zunächst vulnerablen Personengruppen eine dritte Impfdosis mit einem mRNA-Impfstoff zur Auffrischung des COVID-19-Impfschutzes angeboten werden. Dies betrifft zunächst Höchstbetagte, Pflegebedürftige sowie Personen mit Immunschwäche oder Immunsuppression. Die dritte Dosis soll frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie verabreicht werden. Die Pläne der Ministerkonferenz sehen vor, dass die Auffrischungsimpfungen durch mobile Teams direkt in den (Pflege-)Einrichtungen durchgeführt werden. Betroffene Personen, die zuhause leben, sollen die Impfung durch den behandelnden Arzt erhalten.

Die STIKO empfiehlt die Auffrischung bisher nur Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Eine Empfehlung für weitere Bevölkerungsgruppen soll in Kürze veröffentlicht werden.

Ob eine Auffrischungsimpfung in Ihrem Bundesland bereits möglich ist, wer sich dort aktuell impfen lassen kann und wo Sie einen Termin vereinbaren können, finden Sie in der Übersicht auf der Seite des Patientenservice 116117.de der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Hinweis zur Impfung von Kindern und Jugendlichen

Der mRNA Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer sowie der Impfstoff Spikevax von Moderna sind in der EU für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen worden. 

Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Impfung von Kindern und Jugendlichen haben wir in unserem FAQ für Sie zusammengefasst.

So bekommen Sie die Corona-Impfung

Da inzwischen mehr Impfstoff verfügbar ist, impfen neben den Corona-Impfzentren und deren mobilen Teams auch Arztpraxen, Privatärzte und Betriebsärzte gegen Covid-19.

Hinweis: Pflegeeinrichtungen koordinieren mit den in den Bundesländern zuständigen Stellen die Corona-Impfung innerhalb der Einrichtung via mobiler Impfteams. Die Corona-Impfung über den Betriebsarzt wird von jedem Unternehmen selbst koordiniert. Ihr Arbeitgeber wird auf Sie zukommen, sollte in Ihrer Firma eine Impfung angeboten werden.

Die Terminvergabe zur Impfung in Impfzentren wird über die Bundesländer geregelt, sodass sie in jedem Bundesland unterschiedlich ablaufen kann. Ein Termin kann entweder über eine Online-Plattform oder spezielle Telefonnummern gebucht werden. 

Einige Bundesländer, z. B. Berlin, Bremen und Niedersachsen, laden die anspruchsberechtigten Personen über eine offizielle Stelle, z. B. über die Gesundheitsämter bzw. Einwohnermeldeämter, postalisch zur Impfung ein.

Auf der Seite des Patientenservice 116117.de der Kassenärztlichen Bundesvereinigung finden Sie eine Übersicht aller Bundesländer und deren Vorgehen zur Terminvereinbarung.

Hinweis: Trotz Aufhebung der Priorisierung ab 07. Juni kann es sein, dass in manchen Bundesländern in den Impfzentren weiterhin nach Priorisierung geimpft wird. Gründe sind zum einen der Mangel an Impfstoffen und zum anderen konnten vielen Personen der Prioritätengruppe 2 und 3 noch kein Impfangebot gemacht werden. Die Information, welche Personengruppen sich in dem Bundesland derzeit impfen lassen können, finden Sie ebenso auf der Seite des Patientenservice 116117.de der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Unser Tipp: Die Hotlines und Online-Plattformen können bei erhöhtem Nachfrageaufkommen schnell überlastet sein. Ebenso hängt die Verfügbarkeit buchbarer Impftermine von der aktuellen Verfügbarkeit von Impfstoffen im jeweiligen Bundesland ab. Wird die nächste Impfstofflieferung angekündigt, werden dementsprechend neue Termine vergeben. Wir empfehlen Ihnen daher, die Terminbuchung zu unterschiedlichen Uhrzeiten und Tagen auszuprobieren, sollten Sie beim ersten Anlauf Schwierigkeiten haben.

Inzwischen impfen flächendeckend auch Haus- und Facharztpraxen sowie Privatärzte gegen Corona. Die Praxen werden einmal wöchentlich von den Apotheken mit COVID-19-Impfstoffen beliefert.

Seit 07.06.2021 ist deutschlandweit die Priorisierung für alle verfügbaren Impfstoffe aufgehoben, sodass sich in Arztpraxen alle Personen impfen lassen können.

Unser Tipp: Fragen Sie in Ihrer Praxis nach, ob sie Ihnen eine Corona-Impfung anbieten kann und wie die Termine vereinbart werden können (z. B. telefonisch oder über eine digitale Buchungsmöglichkeit) bzw. ob es die Möglichkeit gibt, Sie auf eine Warteliste zu setzen.

Pflegebedürftige, nicht-mobile Personen können im privaten Haushalt geimpft werden.

Die Impfung wird entweder durch ein vom Impfzentrum gesteuertes mobiles Impfteam oder durch Hausbesuch einer Arztpraxis erfolgen.

Wir raten Ihnen, sich im ersten Schritt bei Ihrem Hausarzt zu erkundigen, ob er Sie zu Hause impfen kann.

Alternativ finden Sie auf der Seite des Patientenservice 116117.de der Kassenärztlichen Bundesvereinigung eine Übersicht aller Bundesländer und deren Vorgehen zur Impfung im Privathaushalt. Einen Termin für die Impfung zu Hause können Sie dann zum Beispiel über die offizielle Terminbuchungs-Hotline vereinbaren.

Diese Unterlagen müssen Sie zur Corona-Impfung mitbringen:

  • Personalausweis oder anderen Lichtbildausweis für den Altersnachweis
  • Impfpass
  • Falls vorhanden medizinische Unterlagen, wie z. B. Herzpass, Diabetikerausweis, Medikamentenliste
  • Weitere relevante Unterlagen, sofern in Ihrem Bundesland auch ab dem 07.06.2021 weiterhin nach Priorisierung gemäß der Corona-Impverordnung geimpft wird:
    • Ärztliches Attest bei bestehenden Vorerkrankungen 
    • Personen, die in Einrichtungen zur Pflege betreut, gepflegt oder untergebracht sind, benötigen eine Bescheinigung der jeweiligen Einrichtung
    • Personen, die aufgrund ihrer Beschäftigung priorisiert geimpft werden können, benötigen einen Nachweis ihres Arbeitgebers
    • Enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren müssen eine Bescheinigung der Risikoperson oder deren gesetzlichen Vertreter vorweisen, dass sie Kontaktperson sind

Ausführliche Informationen zum Nachweis einer Vorerkrankung oder zur Tätigkeit in einem Risikoberuf finden Sie in unserem ausführlichen FAQ.

  1. Impfberatung und Aufklärung zum Nutzen der Impfung, zu Nebenwirkungen, Eintritt und Dauer der Schutzwirkung, Hinweise zu Folge- und Auffrischungsimpfungen, Empfehlungen für Verhaltensmaßnahmen nach der Impfung
  2. Symptombezogene Untersuchung und Anamnese zum Ausschluss von Erkrankungen und Allergien
  3. Verabreichen des Impfstoffs
  4. Nachbeobachtung auf mögliche Impfreaktionen
  5. Ausstellen einer Impfdokumentation

Dokumentation der Corona-Impfung

Wie alle anderen Impfungen, wird auch die Corona-Impfung dokumentiert. Idealerweise erfolgt der Impfnachweis in Ihrem „gelben Heftchen“. Bringen Sie dieses daher zu Ihrem Impftermin mit.

Sie können Ihren Impfausweis nicht finden? Dann helfen Ihnen unsere Tipps auf dieser Seite sicher weiter. Aber keine Sorge: liegt der Impfpass nicht rechtzeitig vor, wird Ihr Arzt Ihnen eine Ersatzbescheinigung ausstellen. Diese kann später durch den Arzt in Ihren Impfpass nachgetragen werden.

Ausblick: Ab Sommer soll es als freiwillige Ergänzung zum gelben Impfpass auch einen digitalen Corona-Impfpass für das Smartphone geben. Dieser soll EU-weit anerkannt werden. Das Bundesgesundheitsministerium hat die Entwicklung bereits beauftragt. Detaillierte Informationen zum geplanten digitalen Corona-Impfnachweis finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

Alles zu Nutzen und Wirksamkeit der aktuellen Impfstoffe, erfahren Sie hier.

Mit diesen Leistungen unterstützen wir Sie zusätzlich

Wenn Sie sich beraten lassen möchten, welche unterstützenden Leistungen es für Sie im Zusammenhang mit der Corona-Impfung gibt und welche Kosten für welche Leistungen übernommen werden, wenden Sie sich, neben Ihren behandelnden Ärzten, am besten auch direkt an Ihren persönlichen Kundenberater bei der SBK.

Eine Übersicht, mit welchen Leistungen wir Sie im Zusammenhang mit der Corona-Impfung unterstützen, erhalten Sie hier:

Nicht nur Corona-Viren können schwerwiegende Erkrankungen verursachen. Auch die uns schon lange bekannten Erreger wie Grippeviren, Pneumokokken, Masern usw. können zu ernsthaften und teils langanhaltenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. 

Daher ist es ratsam, den Impfstatus immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Das heißt: Lassen Sie Ihren Impfpass jährlich vom Arzt prüfen. Holen Sie versäumte Impfungen nach und lassen Sie anstehende Auffrischungen durchführen. 

Dadurch schützen Sie sich auch vor gefährlichen Doppel- oder Zweitinfektionen: Covid-19 kann das Immunsystem stark schwächen. Das macht es dann anfälliger für andere Erkrankungen wie zum Beispiel eine Grippe. Gleichzeitig kann auch eine Erstinfektion mit Grippe das Immunsystem schwächen und andere Infektionen, wie eine Infektion mit dem Coronavirus, begünstigen.

Eine Übersicht zu allen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen sowie die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie auf der Seite Impfungen.

Für die Corona-Impfung, bestehend aus zwei Impfstoffdosen, können Sie wie für andere Impfungen im Rahmen des SBK-Bonusprogramms einmalig einen Bonus in Höhe von 5 € bekommen. Lassen Sie sich zum Nachweis Ihr Gesundheitsheft entsprechend abstempeln.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite SBK-Bonusprogramm.

Versicherte, die nicht von mobilen Impfteams an ihrem Wohnort aufgesucht werden können, müssen sich eigenverantwortlich um die Fahrt zum Impfzentrum kümmern.

Die Kosten für die Fahrten, z.B. mit einem Taxi, Bus oder Bahn, übernehmen Sie in der Regel selbst. Haben Sie grundsätzlich Anspruch auf Fahrten zur ambulanten Behandlung, gilt dieser auch für die Fahrten zum Impfzentrum.

Ein Anspruch auf Fahrten zur ambulanten Behandlung gemäß § 60 SGB V liegt vor, wenn Sie

  • einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen aG (außergewöhnlich gehbehindert), BI (blind), H (hilfsbedürftig) haben oder
  • der Pflegegrad 4, 5 oder der Pflegegrad 3 mit einer dauerhaften Mobilitätseinschränkung vorliegt.

Erhalten Sie bisher keine Fahrkosten zur ambulanten Behandlung, kommen Sie bitte vorab auf uns zu. Wir beraten Sie gerne zu Ihrem Anspruch auf Fahrkosten oder passenden regionalen Alternativen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Seite Fahrkosten.