Corona-Impfung

Alles zur Impfung gegen das Coronavirus SARS-COV2

Der wirksamste Schutz vor einer eigenen, schwerwiegenden oder gar tödlich verlaufenden Erkrankung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, ist die Corona-Impfung. Zudem hilft jede Impfung dabei, das Coronavirus in der Ausbreitung einzudämmen und trägt so zum Schutz der gesamten Bevölkerung bei.

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen über den Anspruch auf und Empfehlung zur Impfung, wie Sie einen Impftermin erhalten und wie die Impfung abläuft.

Alle aktuellen Informationen zur Auffrischungsimpfung finden Sie hier.

Damit Sie auf dem aktuellsten Stand sind, wird diese Seite regelmäßig aktualisiert und wo nötig ergänzt. Stand der Informationen: 03.12.2021
 

Anspruch auf die Impfung

Grundsätzlich haben alle Personen, die in Deutschland leben, sich für gewöhnlich aufhalten oder arbeiten unabhängig von ihrem Versicherungsschutz Anspruch auf die Corona-Impfung (Grundimmunisierung) sowie eine Auffrischungsimpfung. Die Impfung ist für diese Personen kostenfrei. Momentan werden die Kosten durch den Bund getragen.

Aufgrund der Zulassung der in Deutschland verfügbaren Impfstoffe, ist die Impfung momentan ab dem Alter von 12 Jahren möglich. 

Die Impfung ist zudem freiwillig, es wird keine Impfpflicht geben. Man geht davon aus, dass das Ziel einer ausreichenden Impfquote durch die hohe Akzeptanz und Impfbereitschaft der Bevölkerung auch so erreicht werden kann. Etwa 85 % der Bevölkerung müssen geimpft sein, damit eine so genannte Herdenimmunität erreicht werden kann. 

Impfempfehlung

Um vor einem schweren COVID-19-Verlauf geschützt zu sein, ist eine vollständige Grundimmunisierung erforderlich. Gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird nach folgenden Impfschemata geimpft:

Hinsichtlich der Verwendung der Impfstoffe gelten aktuell folgende Empfehlungen der STIKO:

Wichtige Informationen zu Nutzen und Wirksamkeit der aktuellen Impfstoffe erfahren Sie hier.

Empfehlungen für spezielle Personengruppen

Vor allem Personen mit einem hohen Infektionsrisiko oder Risiko für einen schweren Verlauf profitieren in besonderem Maße. Detaillierte Informationen zu Risikogruppen finden Sie auf der Seite Antworten auf häufige Fragen zur Corona-Impfung.

Für Schwangere und Stillende ist die Impfung von der STIKO mit dem Impfstoff Comirnaty empfohlen. Die Impfung soll erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel begonnen werden. Wurde die Schwangerschaft erst nach der ersten Dosis festgestellt, soll die zweite Dosis erst nach dem zweiten Schwangerschaftsdrittel vorgenommen werden.

Detaillierte Informationen für Schwangere und Stillende finden Sie auf der Seite Antworten auf häufige Fragen zur Corona-Impfung.

Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren sollen laut der Empfehlung der STIKO primär mit Comirnaty geimpft werden. Auch der mRNA-Impfstoff Spikevax ist für diese Altersgruppe zugelassen. Andere Impfstoffe sind für diese Personengruppe nicht zugelassen.

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Seite Antworten auf häufige Fragen zur Corona-Impfung.

Alle Informationen zur Corona-Impfung von besonderen Personengruppen finden Sie im entsprechenden Abschnitt auf der Seite Antworten auf häufige Fragen zur Corona-Impfung.

Auffrischungsimpfung

Die STIKO empfiehlt die Auffrischung allen Personen ab 18 Jahren. Die Empfehlung gilt auch für Schwangere (ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel) und Stillende.

Bei eingeschränkten Impfkapazitäten sollen jedoch Personen vorrangig geimpft werden, die aufgrund Ihres Alters, einer Immunschwäche, einer Grunderkrankung, einer risikobehafteten beruflichen Tätigkeit oder anderen Risikofaktoren ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben. Auch bisher Nicht-Geimpfte sollen vorrangig geimpft werden.

Idealerweise erfolgt die Auffrischungsimpfung sechs Monate nach der zweiten Impfdosis. In Einzelfällen, oder wenn genügend Impfstoff zur Verfügung steht, kann der Abstand auch auf fünf Monate verkürzt werden. Die Entscheidung zur Verkürzung des Impfabstandes liegt beim impfenden Arzt. Für die Auffrischungsimpfung kommen in Deutschland die beiden mRNA-Impfstoffe Comirnaty (Biontech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) zum Einsatz.

Personen, die einmalig mit Covid-19 Vaccine Janssen (Johnson&Johnson) geimpft wurden, sollen bereits ab vier Wochen nach der Impfung eine zweite Dosis mit einem mRNA-Impfstoff erhalten.

Personen, die an COVID-19 erkrankt waren und danach eine einzelne Impfstoffdosis erhalten haben, sollen sechs Monate nach der vorangegangenen Impfung eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Personen, die nach einer Corona-Impfung (unabhängig von der Anzahl der Impfstoffdosen) eine Corona-Infektion durchgemacht haben, sollen sechs Monate nach Genesung ebenfalls eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Hinweis: gemäß Corona-Impfverordnung haben grundsätzlich alle Personen ab 12 Jahren Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung. Damit jedoch primär besonders schützenswerte Gruppen eine Impfung bekommen, obliegt es den impfenden Ärzten, zunächst Personen mit erhöhtem Risiko zu impfen. Fragen Sie daher bei Terminvereinbarung nach, ob Sie zum aktuellen Zeitpunkt eine Impfung erhalten können.

Nebenwirkungen: Nach einer Auffrischung mit Comirnaty (Biontech/Pfizer) oder Spikevax (Moderna) wurden ähnliche Impfreaktionen wie nach der zweiten Dosis der Grundimmunisierung beobachtet. Am häufigsten traten Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen auf. Meist klingen die Symptome nach ein bis zwei Tagen von alleine ab.

Sie haben noch weitere Fragen zur Auffrischungsimpfung?

Weitere ausführliche Informationen zur Corona-Auffrischungsimpfung finden Sie auf folgenden Seiten:

Infektionsschutz.de, ein Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

des Bundesministeriums für Gesundheit

Weitere, allgemeine FAQ zur Corona-Impfung finden Sie auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.

So bekommen Sie die Corona-Impfung

Aktuell kann die Impfung in den meisten Arztpraxen und bei Privatärzten in Anspruch genommen werden. Auch in Firmen wird die Impfung zum Teil durch Betriebsärzte angeboten. Personen in Pflegeeinrichtungen und Heimen werden hauptsächlich durch mobile Impfteams gegen COVID-19 geimpft. Personen, die nicht mobil sind und zuhause wohnen, können auch durch ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin vor Ort geimpft werden.

Auf der Seite des Patientenservice 116117.de der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erfahren Sie, wo es in Ihrem Bundesland Impfeinrichtungen und Impfaktionen gibt. Dort finden Sie auch bundeslandspezifische Regelungen rund um die Corona-Impfung.

Hinweis: Pflegeeinrichtungen koordinieren mit den in den Bundesländern zuständigen Stellen die Corona-Impfung innerhalb der Einrichtung mithilfe von mobilen Impfteams. Die Corona-Impfung über den Betriebsarzt wird von jedem Unternehmen selbst koordiniert. Ihr Arbeitgeber kommt auf Sie zu, sollte in Ihrer Firma eine Impfung angeboten werden.

Diese Unterlagen müssen Sie zur Corona-Impfung mitbringen:

  • Personalausweis oder anderen Lichtbildausweis für den Altersnachweis
  • Impfpass
  • Falls vorhanden medizinische Unterlagen, wie z. B. Herzpass, Diabetikerausweis, Medikamentenliste

  1. Impfberatung und Aufklärung zum Nutzen der Impfung, zu Nebenwirkungen, Eintritt und Dauer der Schutzwirkung, Hinweise zu Folge- und Auffrischungsimpfungen, Empfehlungen für Verhaltensmaßnahmen nach der Impfung
  2. Symptombezogene Untersuchung und Anamnese zum Ausschluss von Erkrankungen und Allergien
  3. Verabreichen des Impfstoffs
  4. Nachbeobachtung auf mögliche Impfreaktionen
  5. Ausstellen einer Impfdokumentation

Wie alle anderen Impfungen, wird auch die Corona-Impfung dokumentiert. Idealerweise erfolgt der Impfnachweis in Ihrem „gelben Heftchen“. Bringen Sie dieses daher zu Ihrem Impftermin mit.

Sie können Ihren Impfausweis nicht finden? Dann helfen Ihnen unsere Tipps auf dieser Seite sicher weiter. Aber keine Sorge: liegt der Impfpass nicht rechtzeitig vor, wird Ihr Arzt Ihnen eine Ersatzbescheinigung ausstellen. Diese kann später durch den Arzt in Ihren Impfpass nachgetragen werden.

Als freiwillige Ergänzung zum gelben Impfpass gibt es auch einen digitalen Corona-Impfpass für das Smartphone, den CovPass. Dieser ist EU-weit anerkannt.

Mit diesen Leistungen unterstützen wir Sie zusätzlich

Wenn Sie sich beraten lassen möchten, welche unterstützenden Leistungen es für Sie im Zusammenhang mit der Corona-Impfung gibt und welche Kosten für welche Leistungen übernommen werden, wenden Sie sich, neben Ihren behandelnden Ärzten, am besten auch direkt an Ihren persönlichen Kundenberater bei der SBK.

Eine Übersicht, mit welchen Leistungen wir Sie im Zusammenhang mit der Corona-Impfung unterstützen, erhalten Sie hier:

Nicht nur Corona-Viren können schwerwiegende Erkrankungen verursachen. Auch die uns schon lange bekannten Erreger wie Grippeviren, Pneumokokken, Masern usw. können zu ernsthaften und teils langanhaltenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. 

Daher ist es ratsam, den Impfstatus immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Das heißt: Lassen Sie Ihren Impfpass jährlich vom Arzt prüfen. Holen Sie versäumte Impfungen nach und lassen Sie anstehende Auffrischungen durchführen. 

Dadurch schützen Sie sich auch vor gefährlichen Doppel- oder Zweitinfektionen: Covid-19 kann das Immunsystem stark schwächen. Das macht es dann anfälliger für andere Erkrankungen wie zum Beispiel eine Grippe. Gleichzeitig kann auch eine Erstinfektion mit Grippe das Immunsystem schwächen und andere Infektionen, wie eine Infektion mit dem Coronavirus, begünstigen.

Eine Übersicht zu allen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen sowie die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie auf der Seite Impfungen.

Für die Corona-Impfung können Sie wie für andere Impfungen im Rahmen des SBK-Bonusprogramms einen Bonus in Höhe von 5 € bekommen.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite SBK-Bonusprogramm.

 

Versicherte, die nicht von mobilen Impfteams an ihrem Wohnort aufgesucht werden können, müssen sich eigenverantwortlich um die Fahrt zum Impfzentrum kümmern.

Die Kosten für die Fahrten, z.B. mit einem Taxi, Bus oder Bahn, übernehmen Sie in der Regel selbst. Haben Sie grundsätzlich Anspruch auf Fahrten zur ambulanten Behandlung, gilt dieser auch für die Fahrten zum Impfzentrum.

Ein Anspruch auf Fahrten zur ambulanten Behandlung gemäß § 60 SGB V liegt vor, wenn Sie

  • einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen aG (außergewöhnlich gehbehindert), BI (blind), H (hilfsbedürftig) haben oder
  • der Pflegegrad 4, 5 oder der Pflegegrad 3 mit einer dauerhaften Mobilitätseinschränkung vorliegt.

Erhalten Sie bisher keine Fahrkosten zur ambulanten Behandlung, kommen Sie bitte vorab auf uns zu. Wir beraten Sie gerne zu Ihrem Anspruch auf Fahrkosten oder passenden regionalen Alternativen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Seite Fahrkosten.

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