FSME-Impfung
Informationen rund um die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Die meist durch Zecken übertragbare FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) äußert sich anfangs durch Fieber und grippeähnliche Symptome. In einigen Fällen kann ein Zeckenstich zu einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung führen. FSME ist in vielen europäischen Ländern sowie in Teilen Deutschlands verbreitet, wobei in Süddeutschland und den Alpenregionen das Ansteckungsrisiko besonders hoch ist.
Was ist FSME?
FSME ist eine Viruserkrankung, die zumeist durch den Stich einer infizierten Zecke auf den Menschen übertragen wird. Das sofortige Entfernen der Zecke schützt nicht vollständig. Je länger die Zecke an der Haut haftet, desto größer ist das Infektionsrisiko. Nach einer Ansteckung haben viele Betroffene zuerst grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Bei manchen Menschen kann sich die Krankheit zu einer schweren Gehirn- oder Hirnhautentzündung entwickeln. Von bleibenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Todesfällen wird nach einer FSME-Infektion berichtet. Ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem erkranken oft schwerer.
FSME ist weit verbreitet und kommt in vielen europäischen Ländern, besonders in Mittel‑, Ost‑ und Südosteuropa vor. In einigen Teilen Deutschlands, vor allem in Süddeutschland und den Alpenregionen, ist das Ansteckungsrisiko besonders hoch.
Wie schützt man sich vor FSME?
Zeckenstiche lassen sich durch Schutzkleidung, lange Hosen, geschlossene Schuhe und Zeckenschutzmittel (z.B. Spray für die Haut) verringern. Allerdings können diese Maßnahmen einen Zeckenstich und damit eine FSME-Erkrankung nicht vollständig verhindern. Der sicherste Schutz vor FSME bleibt die Impfung.
Für wen ist die Impfung geeignet?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Personen, die in FSME-Risikogebieten wohnen und zeckenexponiert sind.
Dazu zählen
Welche Impfstoffe gibt es?
Die FSME-Impfung erfolgt mit einem Totimpfstoff, wobei es Impfstoffe für Kinder oder Erwachsene gibt. Da jeder Impfstoffhersteller einen etwas anderen Impfplan hat, können die Impfabstände variieren. In der Regel wird der Impfstoff in drei Dosen verabreicht. Dabei erfolgt die zweite Impfung in der Regel ohne Zeitdruck innerhalb von drei Monaten nach der ersten Impfung und die dritte Impfung innerhalb von 12 Monaten nach der zweiten Impfung.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Wie bei allen Impfungen können Nebenwirkungen auch bei einer FSME-Impfung auftreten. Da verschiedene Hersteller die FSME-Impfung sowohl für Kinder als auch Erwachsene anbieten, können die erwähnten Häufigkeiten der Nebenwirkungen je Hersteller variieren und sollten individuell nachgeschlagen werden. Hier erfolgt daher nur eine grobe Einteilung der zu erwartende Symptome nach einer Impfung.
Wichtig:
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bei Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in Ihrer Apotheke nach.
Welche Kosten übernimmt die SBK?
Wir übernehmen die Impfkosten als Extra-Leistung auch außerhalb der FSME-Risikogebiete und damit für alle Versicherten der SBK in vollem Umfang.
Versicherte der SBK, die in einem FSME-Risikogebiet wohnen, erhalten die Impfung über ihre SBK Gesundheitskarte – die Vorlage in der Praxis genügt.
Wenn Sie außerhalb der Risikogebiete wohnen, wird Ihre Praxis Ihnen möglicherweise eine Privatrechnung und gegebenenfalls ein Privatrezept für den Impfstoff ausstellen. Für die Erstattung benötigen wir alle notwendigen Unterlagen von Ihnen. Laden Sie Ihre Arztrechnung, Apothekenquittung und die Verordnung des Impfstoffs (Rezept) einfach in der Meine SBK hoch. Alternativ senden Sie Ihre Unterlagen per Post. Hier finden Sie unsere
Wo können Sie sich impfen lassen?
Eine FSME-Impfung ist in Hausarzt-, Kinder- und Jugendarztpraxen möglich. Am besten erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob die Praxis den Impfstoff vorrätig hat. Möglicherweise erhalten Sie auch zunächst ein Rezept. Damit können Sie den Impfstoff in der Apotheke abholen und zum Impftermin in die Praxis mitbringen.
Häufige Fragen zur FSME-Impfung
Fragen zu Erreger und Impfung
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die FSME-Impfung bekommen Sie über folgende Informationen des Robert-Koch-Instituts:
Das könnte Sie auch interessieren

Medizinische Beratung rund um die Uhr

Wichtige Informationen rund um das Thema Impfungen

Regelmäßige Untersuchungen für die Gesundheit Ihres Nachwuchses
Aus dem Magazin
