Mpox-Impfung
Informationen rund um die Impfung gegen Mpox
Mpox-Infektionen (früher Affenpocken genannt) sind Viruserkrankungen, die seit einigen Jahren auch in Deutschland vereinzelt oder in regional begrenzten Ausbrüchen auftreten. Für die präventive Impfung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) den Schutz nur für bestimmte Risikogruppen. Dazu zählen Personen mit erhöhtem Expositionsrisiko (z. B. bei häufig wechselnden Sexualpartnern) sowie Personen mit beruflicher Indikation gemäß Biostoffverordnung, die gezielt mit Mpox-Viren arbeiten.
Was ist Mpox?
Mpox ist eine virenbedingte Infektionskrankheit, die vor allem in West‑ und Zentralafrika verbreitet ist und in Deutschland nur selten auftritt. Die Übertragung erfolgt primär durch engen Haut‑zu‑Haut‑Kontakt, wobei sexuelle Kontakte eine wesentliche Rolle spielen. Zusätzlich sind Kontakt‑, Schmier‑ und Tröpfcheninfektionen möglich. Nach einer Infektion klagen Betroffene häufig über Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellungen, Gelenk‑ und Gliederschmerzen, sowie über einen charakteristischen, schmerzhaften Hautausschlag mit Bläschen und Pusteln. In den meisten Fällen heilt die Erkrankung innerhalb weniger Wochen von selbst aus. Bei immungeschwächten Personen ist jedoch Vorsicht geboten, da hier schwere Verläufe und Komplikationen wie bakterielle Sekundärinfektionen auftreten können.
Wie schützt man sich vor Mpox?
Die Impfung ist der wichtigste Schutz vor einer Mpox-Erkrankung. Sie reduziert nicht nur das Ansteckungsrisiko, sondern kann den Verlauf im Erkrankungsfall mildern.
Für wen ist die Impfung geeignet?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für bestimmte Risikogruppen:
Welche Impfstoffe gibt es?
In Deutschland wird aktuell der Imvanex‑Impfstoff eingesetzt. Er bietet hohe Sicherheit sowie effektiven Schutz gegen Mpox und Pocken. Es handelt sich um einen nicht vermehrungsfähigen Lebendimpfstoff, der für Personen ab 12 Jahren zugelassen ist. Imvanex löst beim Menschen keine Erkrankung aus und kann sich nach der Injektion nicht im Körper replizieren. Die Immunisierung erfolgt durch zwei Impfungen, die mindestens 28 Tage auseinander liegen.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Wie bei jeder Impfung können auch bei der Mpox-Impfung Nebenwirkungen auftreten. Die Aufzählung über Nebenwirkungen ist nicht vollständig, so dass an dieser Stelle nur auf sehr häufige und häufige Nebenwirkungen einer Impfung eingegangen wird.
Sehr häufig
Häufig
Da die Liste der gelegentlichen oder selten auftretenden Nebenwirkungen sehr umfangreich ist, informieren Sie sich gerne weiter über das
Wichtig: Gelegentlich können nach der Impfung einige labormedizinische Untersuchungen wie Leberenzyme oder Leukozytenzahl verändert sein. Bitte weisen Sie bei solchen Untersuchungen Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf die erfolgte Impfung hin. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen der Impfung wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.
Welche Kosten übernimmt die SBK?
Die SBK übernimmt die Kosten für die Mpox-Impfung, wenn Sie zu einer Risiko- oder Berufsgruppe gehören. Die Abrechnung erfolgt in der Regel direkt über Ihre SBK Gesundheitskarte. Den Impfstoff erhalten Sie oft mit einem Kassenrezept.
Wo können Sie sich impfen lassen?
Hier gibt es für Sie mehrere Möglichkeiten:
1. Hausarztpraxen
Der Impfstoff muss spezialgelagert werden. Deshalb bestellt die öffentliche Apotheke in der Regel den Impfstoff per Rezept.
2. Gesundheitsämter
Viele Gesundheitsämter führen die Mpox‑Impfung durch. Über das
3. Infektiologische Ambulanzen und HIV‑Praxen
In manchen Krankenhäusern und HIV‑spezialisierten Praxen wird die Impfung ebenfalls angeboten.
4. Spezialisierte Impfzentren in Großstädten
Dort ist der Impfstoff dauerhaft vorrätig, sodass Sie kurzfristig geimpft werden können.
Hinweis zur Verfügbarkeitdes Impfstoffs: Erfragen Sie vorab in Ihrer Apotheke die Verfügbarkeit und Lieferzeit des Impfstoffs. Der Impfstoff wird meist nicht über den regulären Großhandel bestellt, wodurch längere Wartezeiten entstehen können.
Häufige Fragen zur Mpox-Impfung
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