Kieferorthopädische Behandlung bei Kindern

Die SBK übernimmt die kieferorthopädische Behandlung bei Ihrem Kind.

Zahnfehlstellungen sind bei Kindern sehr häufig. Ob diese behandlungsbedürftig sind oder nicht, entscheidet ein Kieferorthopäde. Hierzu bestimmt er die Schwere der Zahnfehlstellung anhand der so genannten kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG), die in fünf Grade unterteilt sind. Der Kieferorthopäde orientiert sich bei der Einteilung an objektiv messbaren Befunden – zum Beispiel der Zahnfehlstellung in Millimetern. Bei einer Einteilung in die Grade 1 und 2 dürfen sich die Krankenkassen nicht an den Kosten der kieferorthopädischen Behandlung beteiligen. Erst ab Grad 3 liegt eine erhebliche Fehlstellung vor. In diesen Fällen darf eine Krankenkasse die Behandlungskosten übernehmen. Detaillierte Informationen zu Fehlstellungen im Gebiss erhalten Sie auf der Webseite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung.

Voraussetzungen für eine volle Kostenübernahme:

Kieferorthopädische Behandlung – Ihre SBK-Vorteile:

So bekommt Ihr Kind eine kieferorthopädische Behandlung:

Wenn Ihr Kind eine kieferorthopädische Behandlung benötigt, erstellt Ihr Kieferorthopäde einen Behandlungsplan und reicht ihn zur Genehmigung direkt bei uns ein. Dieser Plan enthält alle therapeutischen Maßnahmen – einschließlich der Art der Zahnspange, der geplanten Dauer der Behandlung und den voraussichtlichen Behandlungskosten. Den Verlauf der vorgesehenen Behandlung bespricht Ihr Zahnarzt vorab mit Ihnen. Denn schließlich werden Sie und Ihr Kind in den folgenden Jahren viel Zeit und Mühe für den Erfolg der Behandlung aufwenden. Gut zu wissen: Zu Ihrer Sicherheit prüfen wir umfangreiche Behandlungen im Vorfeld mit einer unabhängigen Zweitmeinung. Hiermit wollen wir sicher gehen, dass direkt die richtige Behandlungsart gewählt wird. Trifft dies bei Ihrer geplanten Behandlung zu, erhalten Sie eine Information durch Ihren persönlichen Kundenberater.

Wenn die Voraussetzungen für eine kieferorthopädische Behandlung vorliegen, übernimmt Ihre SBK 100 % der vertragszahnärztlichen Kosten.

Die Kostenübernahme erfolgt in zwei Schritten:

  1. Ihr Kieferorthopäde rechnet 80 % der im Behandlungsplan vertraglich vereinbarten Kosten direkt mit uns ab. Sind mehrere Ihrer Kinder gleichzeitig in kieferorthopädischer Behandlung, übernehmen wir für jedes weitere Kind 90 % der Kosten. Den verbleibenden Anteil von 20 % bzw. 10 % bezahlen Sie zunächst selbst an Ihren Kieferorthopäden. Der Eigenanteil ist neben den Arztbesuchen Ihr aktiver Beitrag, den Erfolg der Behandlung zu sichern.
  2. Bei erfolgreichem Abschluss der Behandlung stellt der Kieferorthopäde eine Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss aus. Diese Bestätigung Ihres Kieferorthopäden laden Sie zusammen mit allen Rechnungen für Ihren Eigenanteil ganz einfach in der Meine SBK-App oder unter meine.sbk.org hoch. Alternativ senden Sie die Unterlagen per Post an: SBK, 80227 München.

Private Mehrleistungen

Ihr Kieferorthopäde wird Ihnen möglicherweise Mehrleistungen anbieten – zum Beispiel Keramikbrackets oder eine Bracketumfeldversiegelung. Diese können medizinisch sinnvoll sein, sind jedoch kein Bestandteil des gesetzlichen Leistungskatalogs. Aus diesem Grund können wir uns an diesen Kosten nicht beteiligen.

Eine besondere Art der Behandlung im kieferothopädischen Bereich ist die Alignerschiene. Entscheiden Sie sich für eine transparente Kunststoffschiene, wie zum Beispiel aus Invisalign, sind die Kosten von Ihnen selbst zu tragen.

Unser Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Kieferorthopäden in einem ausführlichen Gespräch über den Nutzen und die Kosten aufklären, bevor Sie diese Mehrleistungen vereinbaren. Der Erfolg der kieferorthopädischen Behandlung ist auch durch die von der SBK übernommenen Leistungen sichergestellt.

Wechsel des Kieferorthopäden

Zu Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung schließen Sie als Kunde und wir als Krankenversicherung einen Behandlungsvertrag mit dem behandelnden Kieferorthopäden Ihres Kindes ab, der für die gesamte geplante Behandlungsdauer gültig ist. Ein Wechsel des Kieferorthopäden ist in dieser Zeit zunächst nicht vorgesehen.

Bitte sprechen Sie Ihren persönlichen Kundenberater an, wenn Sie den Kieferorthopäden Ihres Kindes wechseln möchten. Dann können wir Sie bei diesem Schritt begleiten. Grund für einen Wechsel kann zum Beispiel ein Umzug oder ein zerrüttetes Arzt-Patienten-Verhältnis sein. Bitte prüfen Sie in jedem Fall vor einem geplanten Wechsel den privaten Behandlungsvertrag, den Sie mit dem Kieferorthopäden Ihres Kindes abgeschlossen haben. Gegebenenfalls sind darin eigene Konditionen für den Fall eines Wechsels geregelt.

Neuer Versorgungsvertrag zur kieferorthopädischen Behandlung

Die SBK hat mit der Firma Dentavenir einen Vertrag zur Qualitätsverbesserung der kieferorthopädischen Behandlung mit herausnehmbaren Spangen geschlossen. Die Dentavenir GmbH stellt die Spangen in einem vollkommen digitalen Verfahren mittels 3-D-Drucker her. Die Spangen weisen eine höhere Passgenauigkeit im Vergleich zur bestehenden Regelversorgung auf, sind dünner und bieten einen höheren Tragekomfort für den Patienten.

Zu Beginn wird das innovative Versorgungsangebot in der Praxis "Kieferorthopädie Nürnberg" angeboten. Wenn Sie sich für diese Form der Versorgung interessieren, wenden Sie sich bitte direkt an die Praxis "Kieferorthopädie Nürnberg". Für die Zukunft ist die Ausweitung dieses Angebots auf weitere Städte geplant.

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