Ultraschall der Bauchaorta

Ihre Entscheidungshilfe für mehr Sicherheit bei der Früherkennung

Etwa vier bis acht Prozent der Deutschen über 65 Jahren erkranken an einem Aneurysma der Bauchschlagader. Ein Aneurysma ist eine Verdickung an einer Stelle der Schlagader (Arterie), die reißen kann, wenn sie zu groß wird. Ein Großteil der Betroffenen sind Männer. Ein Aneurysma verursacht in der Regel zunächst einmal keine Beschwerden, sodass der Betroffene davon nichts bemerkt. Ein Ultraschall der Bauchaorta als Früherkennungsuntersuchung bietet die Chance, ein Aneurysma frühzeitig zu erkennen und dann entsprechend zu behandeln.

Die Bauchaorta, auch Bauchschlagader genannt, ist die Hauptarterie im Bauchraum. Sie stellt das größte Blutgefäß im Bauchraum dar.

Ein Aneurysma der Bauchaorta kann entstehen, wenn die Arterienwand beschädigt ist, zum Beispiel durch Arteriosklerose oder Infektionen. Zu den Risikofaktoren gehören Rauchen, Bluthochdruck und hohe Blutfettwerte. Auch angeborene Fehlbildungen können Ursache für ein Aneurysma sein. Wenn ein Aneurysma zu groß wird, kann die Arterie reißen, sodass innere Blutungen auftreten können.

Männer ab 65 Jahren haben Anspruch auf eine Ultraschalluntersuchung der Bauchaorta. Der Grund hierfür ist, dass das Risiko für ein Aneurysma der Bauchaorta vor allem bei Männern dieser Altersgruppe höher ist als bei Frauen.

Männer erleiden wesentlich häufiger ein Aneurysma der Bauchschlagader als Frauen. Wissenschaftliche Studien zeigen für Männer einen Nutzen des Ultraschalls, allerdings nicht für Frauen.

Ein Ultraschall der Bauchschlagader zeigt auf, ob ein Risiko für ein Aneurysma besteht. Wenn eine Auffälligkeit festgestellt wird, können notwendige Nachfolge- und Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Stellt der Arzt keine Auffälligkeit beim Ultraschall fest, kann ein Risiko für ein Aneurysma der Bauchschlagader weitgehend ausgeschlossen werden.

Beim Screening der Bauchaorta wird der Bauch abgetastet und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

Die Ultraschall-Untersuchung dient dazu, große Aneurysmen zu entdecken, um diese gegebenenfalls frühzeitig operieren zu können. So kann ein Riss der Bauchaorta vermieden werden. Da bei einem Riss der Bauchaorta das Sterberisiko sehr hoch ist, kann eine Ultraschall-Untersuchung Sterbefälle vermeiden. Wenn das bei einer Früherkennungsuntersuchung entdeckte Aneurysma noch klein ist, wird Ihr Arzt dieses regelmäßig kontrollieren.

Eine Ultraschalluntersuchung ist risikoarm, da sie nur oberflächlich angewendet wird und ohne Strahlung arbeitet. Ein Nachteil kann sein, dass durch den Ultraschall Aneurysmen gefunden und gegebenenfalls operiert werden, die nie auffällig geworden wären. Denn gefährliche von ungefährlichen Aneurysmen abzugrenzen ist oft nicht eindeutig möglich. So kann die Diagnose zu psychischen Belastungen und weiteren unnötigen Untersuchungen und Behandlungen führen, obwohl nie eine Gefahr bestanden hätte. Auch diese unnötigen Behandlungen oder Operationen können Risiken mit sich bringen.

Das Aneurysma kann durch einen operativen Eingriff behandelt werden. Entweder wird das Aneurysma über einen Bauchschnitt entfernt und ein künstliches Gefäßstück eingesetzt. Oder es wird eine Art Röhrchen mit Katheter über einen Schnitt in der Leiste eingesetzt.

Die Ultraschalluntersuchung kann ein Hausarzt, Internist oder Urologe mit entsprechender Qualifikation für Ultraschalldiagnostik durchführen. Ihr persönlicher Kundenberater unterstützt Sie mit unserer Facharzt- und Kliniksuche dabei, einen Arzt in Ihrer Nähe zu finden.

Der Ultraschall wird zur Früherkennung eines Aneurysmas der Bauchaorta eingesetzt. Er unterstützt dabei, frühzeitig ein Aneurysma zu erkennen und behandeln zu können. Wenn Sie sich gegen den Ultraschall der Bauchaorta entscheiden, bedeutet dies kein höheres Risiko für ein Aneurysma. Denn sobald sich Beschwerden oder Auffälligkeiten bemerkbar machen, kann jederzeit ein Ultraschall der Bauchschlagader zur Abklärung gemacht werden.

Ultraschall der Bauchaorta - Ihre SBK-Vorteile:

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