Vorsorgeuntersuchungen für Frauen und Männer

Wer regelmäßig an einer Vorsorgeuntersuchung teilnimmt, sorgt dafür, dass Gesundheitsrisiken und Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden.

Vorsorgeuntersuchungen sind dazu da, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und eine rechtzeitige Behandlung zu ermöglichen. Denn je früher Krankheiten erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen. Als SBK-Kunde profitieren Sie von einem umfassenden Vorsorgeprogramm. Dieses geht teilweise sogar über den gesetzlichen Umfang hinaus.

Vorsorgeuntersuchungen - Ihre SBK-Vorteile:

*Ab 35 Jahren ist das Hautkrebsscreening eine gesetzliche Leistung alle zwei Jahre und wird über die Gesundheitskarte abgerechnet. Bis 34 Jahren übernimmt die SBK die Kosten das Hautkrebsscreening als Zusatzleistung jährlich bis max. 25 Euro. In Bayern, Niedersachsen und Bremen wird das Screening über die Gesundheitskarte abgerechnet. Das Screening kann bei zugelassenen Hautärzten/Dermatologen durchgeführt werden. In Bayern und Niedersachsen ist die Übernahme der Kosten nur bei teilnehmenden Vertragsärzten möglich. Ihr Kundenberater informiert Sie gerne über am Vertrag teilnehmende Ärzte.

Unabhängig davon, ob die Vorsorgeuntersuchung für Männer oder Frauen vorgesehen ist, führt der Arzt zunächst eine Anamnese durch: Er fragt Sie nach Erkrankungen und nach Krankheiten, die bisher in Ihrer Familie vorgekommen sind. Danach beginnt er mit den eigentlichen Untersuchungen. Die Ergebnisse teilt er Ihnen entweder im Anschluss oder bei einem Folgetermin mit. Stellt der Arzt bei einer Vorsorgeuntersuchung Auffälligkeiten fest, veranlasst er eventuell weitere Untersuchungen. Alternativ gibt er Tipps für eine Änderung des Lebensstils, die helfen, den Gesundheitszustand wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Die Vorsorgeuntersuchungen nehmen niedergelassene Ärzte vor, die Vorlage der SBK-Gesundheitskarte genügt. Bei welchem Facharzt Sie sich jeweils untersuchen lassen können, erfahren Sie unter "Vorsorgeuntersuchungen für Frauen" bzw. "Vorsorgeuntersuchungen für Männer".

AlterFrüherkennung welcher Krankheit?Inhalt der UntersuchungHäufigkeitWelcher Arzt?
Ohne Altersbe-grenzungHautkrebsAnamnese, visuelles Ganzkörper-Hautscreening, BeratungJährlich, ab 35 Jahren alle zwei Jahre*Hautarzt/Dermatologe (entsprechende Qualifizierung)
Ohne Altersbe-grenzungBrustkrebsMedizinische Tastuntersuchung der Brust (Discovering Hands)JährlichGynäkologe
ab 20 JahrenGebärmutterhalskrebsAnamnese, Untersuchung von Scheide und Muttermund, Tastuntersuchung Gebärmutter, Abstrich und Untersuchung auffälliger Zellveränderungen, BeratungJährlichGynäkologe
Bis 25 JahrenChlamydieninfektion (Bakterien, die zu Unfruchtbarkeit führen können)Urintest, BeratungJährlichGynäkologe
Ab 30 JahrenBrustkrebsAnamnese, Tastuntersuchung Brust und Lymphknoten, Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust, BeratungJährlichGynäkologe
Ab 35Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sonstige Auffälligkeiten (Check-Up 35)Anamnese und Erhebung des Risikoprofils, Erhebung des körperlichen Status, Laboruntersuchung Blut und Urin (Cholesterin, Blutzucker, Eiweiß, Erythrozyten, Leukozyten, Nitrit)Alle zwei JahreHausarzt
50 bis 69Brustkrebs (Mammographie)Röntgenuntersuchung der Brüste durch Mammographie, Beratung Alle zwei JahreZertifizierte Radiologische Praxis
Ab 50 JahrenDarmkrebsTastuntersuchung des Enddarms, BeratungJährlichHausarzt
50-55 JahreDarmkrebsSchnelltest auf nicht sichtbares Blut im Stuhl, BeratungJährlichGastroenterologe
Ab 55DarmkrebsDarmspiegelung und Beratung, alternativ Schnelltest und nicht-sichtbares Blut im Stuhl, BeratungDie zweite Darmspiegelung nach zehn Jahren (wenn keine Darmspiegelung, dann Stuhltest alle zwei Jahre)Gastroenterologe oder Suthltest beim Hausarzt

*Ab 35 Jahren ist das Hautkrebsscreening eine gesetzliche Leistung und wird alle zwei Jahre über die Gesundheitskarte abgerechnet. Bis 34 Jahren übernimmt die SBK die Kosten das Hautkrebsscreening als Zusatzleistung jährlich bis max. 25 Euro. In Bayern, Niedersachsen und Bremen wird das Screening über die Gesundheitskarte abgerechnet. Das Screening kann bei zugelassenen Hautärzten/Dermatologen durchgeführt werden. In Bayern und Niedersachsen ist die Übernahme der Kosten nur bei teilnehmenden Vertragsärzten möglich. Ihr Kundenberater informiert Sie gerne über am Vertrag teilnehmende Ärzte.

Alle Vorsorgeuntersuchungen im Überblick können Sie sich hier als PDF herunterladen:

Vorsorgeuntersuchungen für Frauen PDF, 206 KB

AlterFrüherkennung welcher Krankheit?Inhalt der UntersuchungHäufigkeitWelcher Arzt?
Ohne Altersbe-schränkungHautkrebsAnamnese, Ganzkörper-Hautscreening, BeratungJährlich, ab 35 Jahren alle zwei Jahre*Hautarzt/Dermatologe
Ab 35Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen, sonstige Auffälligkeiten (Check-up 35)Anamnese und Erhebung Risikoprofil, Erhebung des körperlichen Status, Laboruntersuchungen Blut und Urin (Cholesterin, Blutzucker, Eiweiß, Erythrozyten, Leukozyten, Nitrit)Alle zwei JahreHausarzt
Ab 45ProstatakrebsAnamnese, Inspektion des Genitals, Abtasten der Prostata, Abtasten der Lymphknoten, BeratungJährlichUrologe
Ab 50DarmkrebsTastuntersuchung des Enddarms, BeratungJährlichHausarzt
50 bis 55DarmkrebsSchnelltest auf nicht-sichtbares Blut im Stuhl, BeratungJährlichHausarzt
Ab 55DarmkrebsDarmspiegelung und Beratung, alternativ Schnelltest auf nicht-sichtbares Blut im Stuhl, BeratungDie zweite Darmspiegelung nach zehn Jahren (wenn keine Darmspiegelung, dann Stuhltest alle zwei Jahre)Gastroenterologe oder Stuhltest beim Hausarzt
Ab 65Aneurysmen der BauchaortaUltraschall der BauchschlagadereinmaligHausarzt, Internist, Urologe

*Ab 35 Jahren ist das Hautkrebsscreening eine gesetzliche Leistung alle zwei Jahre und wird über die Gesundheitskarte abgerechnet. Bis 34 Jahren übernimmt die SBK die Kosten das Hautkrebsscreening als Zusatzleistung jährlich bis max. 25 Euro. In Bayern, Niedersachsen und Bremen wird das Screening über die Gesundheitskarte abgerechnet. Das Screening kann bei zugelassenen Hautärzten/Dermatologen durchgeführt werden. In Bayern und Niedersachsen ist die Übernahme der Kosten nur bei teilnehmenden Vertragsärzten möglich. Ihr Kundenberater informiert Sie gerne über am Vertrag teilnehmende Ärzte.

Alle Vorsorgeuntersuchungen im Überblick können Sie sich hier als PDF herunterladen:

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Wann ist eine Untersuchung Früherkennung, wann Diagnostik, wann Nachsorge und wann eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)?

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen dienen dazu, Erkrankungen in einem so frühen Stadium zu entdecken, in welchem sie beim Betroffenen noch keine Beschwerden verursachen. Daher richten sich diese Untersuchungen nur an beschwerdefreie Menschen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entscheidet für alle gesetzlichen Krankenkassen verbindlich, welchen Personengruppen welche Untersuchungen zur Vorsorge angeboten werden. Die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchungen trägt die SBK für Sie, die Abrechnung erfolgt bequem über Ihre SBK-Gesundheitskarte.

Wenn eine Person bereits unter gesundheitlichen Beschwerden leidet und deren Ursache von einem Arzt abklären lässt, zählt die entsprechende Untersuchung nicht mehr zur Früherkennung. Ziel ist dann die Diagnostik der Ursache sowie die erfolgreiche Therapie bis zur vollständigen Genesung des Patienten.

Zur Diagnostik können gegebenenfalls dieselben Untersuchungen durchgeführt werden, die auch bei der Vorsorge eingesetzt werden. Daher fällt eine Abgrenzung zur Vorsorge teilweise schwer. Bemerken Sie beispielsweise Blut im Stuhl, wird der Arzt eventuell eine Darmspiegelung bei Ihnen durchführen. Dabei handelt es sich dann aber nicht um eine Koloskopie zur Früherkennung. Wichtig: Alle medizinisch notwendigen Untersuchungen, die durchgeführt werden, um die Ursache vorhandener Beschwerden herauszufinden, sind unabhängig vom Alter des Patienten Kassenleistung. Die Kosten für diese Untersuchungen werden von der SBK übernommen und über Ihre SBK-Gesundheitskarte abgerechnet.

Nach der vorerst abgeschlossenen Behandlung von komplexen Erkrankungen oder Erkrankungen mit Rückfallgefahr (zum Beispiel Krebserkrankungen) ist es notwendig, regelmäßig Kontrolluntersuchungen durchführen zu lassen. In diesem Fall wird von Nachsorgeuntersuchungen gesprochen. Ziel ist es, die Nachhaltigkeit einer erfolgreichen Behandlung sicherzustellen, zum Beispiel durch frühzeitiges Erkennen von Krankheitsrückfällen. Ihr behandelnder Arzt erstellt dafür einen Nachsorgeplan. Die Kosten für die festgelegten medizinisch notwendigen Nachsorgeuntersuchungen trägt die SBK für Sie. Die Abrechnung erfolgt über Ihre SBK-Gesundheitskarte.

Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen werden Ihnen beim Arzt möglicherweise zusätzliche Leistungen angeboten, die Sie privat bezahlen müssen. Diese nennt man individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL).

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