Grippeschutzimpfung

Informationen und Entscheidungshilfe für die Grippeimpfung

Eine Grippeschutzimpfung schützt bis zu 90 Prozent aller Geimpften. Der Grund: Sie verhindert den Ausbruch der Influenza bzw. schwächt ihren Verlauf ab. Ein weiterer Vorteil: Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto stärker wird die Übertragung der Grippe eingedämmt.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für folgende Personenkreise:

  • Menschen ab 60 Jahre
  • chronisch Kranke
  • Schwangere
  • Arbeitnehmer mit berufsbedingt erhöhter Ansteckungsgefahr, zum Beispiel Personen, die in Einrichtungen mit Publikumsverkehr oder in Einrichtungen des Gesundheitswesens arbeiten.

Der Grund für diese Empfehlung ist, dass Ältere, chronisch Kranke und Schwangere ein geschwächtes Immunsystem haben - eine Grippe kann hier durchaus lebensbedrohlich werden. Mehr Informationen zur Grippeimpfung finden Sie auf der Seite impfen-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Nicht impfen lassen sollten sich Menschen mit akuten fieberhaften Erkrankungen oder einer nachgewiesen schweren Hühnereiweißallergie.

Die Grippeschutzimpfung entwickelt ihre Wirkung nach etwa zwei Wochen. Danach besteht der Impfschutz in der Regel über die gesamte Grippesaison. Da sich Grippeviren schnell verändern, ist jedes Jahr eine neue Impfung notwendig. Die Impfung schützt vor denjenigen Grippeviren, die voraussichtlich in der folgenden Saison am häufigsten auftreten.

Die Grippesaison beginnt im Herbst und erstreckt sich in der Regel über den Winter, Hauptmonate sind Januar und Februar. Bis die Impfung wirkt, kann es bis zu drei Wochen dauern. Daher wird empfohlen, sich rechtzeitig impfen zu lassen, also im Oktober oder November.

Das Impfen ist die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung gegen eine Grippeinfektion. Eine echte Grippeerkrankung schwächt das Immunsystem. Das macht es anderen Krankheitserregern leichter. Häufig ist eine Lungenentzündung die Folge, die lebensbedrohlich werden kann. Vor allem Menschen mit einer anderen Erkrankung sowie ältere Personen sind für schwere Verläufe der Grippe anfällig. Mit einer Impfung schützen Sie auch Ihre Mitmenschen, die sich nicht impfen lassen können.

Die Impfung ist in der Regel gut verträglich, schwere Reaktionen wurden in Studien nicht beobachtet. Es können allerdings lokale Unverträglichkeiten auftreten, die sich in Rötungen, Schwellungen und Schmerzen äußern. Selten treten Beschwerden wie leichtes Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Übelkeit auf. Diese Beschwerden klingen in der Regel nach ein bis zwei Tagen ab. Lassen die Beschwerden nicht nach, suchen Sie bitte Ihren Hausarzt auf. Allergische Reaktionen wurden bei weniger als einem von 10.000 Geimpften festgestellt. Sie sind also äußerst selten. 

Die Grippeimpfung wird auch für Schwangere als sicher bestätigt. Der in Deutschland zugelassene Impfstoff ist ein Totimpfstoff und daher für Schwangere unbedenklich. Für Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel wird die Impfung nur im Fall einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung empfohlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Die Impfung schützt auch das Ungeborene. Eine Grippeinfektion kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen - zum Beispiel Wachstumsverzögerungen und Fehl- oder Frühgeburten. Säuglinge selbst können erst ab dem sechsten Monat gegen Grippe geimpft werden. In den ersten Lebensmonaten kann eine Grippe-Erkrankung bei Neugeborenen auf Grund ihres noch geschwächten Immunsystems Komplikationen verursachen.

Verbreitet sind sogenannte trivalente Impfstoffe (Dreifach-Impfstoffe), die gegen drei Varianten der Grippe schützen. Sogenannte tetravalente Impfstoffe (Vierfach-Impfstoffe) sorgen für den Schutz gegen insgesamt vier Grippevirus-Varianten. Je nachdem, welche Grippeviren in der betreffenden Saison vorkommen, bieten die Impfstoffe Schutz. Das ist von Saison zu Saison unterschiedlich. Mitte Januar 2018 hat die STIKO (Ständige Impfkommission) eine Empfehlung für die Vierfach-Grippeimpfung ausgesprochen. Als Grund wird angegeben, dass in der aktuellen Saison 2017/18 in der Mehrheit die Virusvariante vorkommt, die nicht im Dreifach-Impfstoff enthalten ist, gegen die aber auch mit rund 50 Prozent die Personen geschützt sind, die mit dem Dreifach-Impfstoff geimpft wurden.

Personen, die in dieser Grippesaison bereits die Dreifach-Grippeimpfung erhalten haben, wird nicht empfohlen, mit dem Vierfach-Impfstoff eine Nachholimpfung durchzuführen. Laut Ständiger Impfkommission (STIKO) ist unklar, welche Auswirkungen eine zweite Influenzaimpfung in kurzem Zeitabstand hat. Zudem ist nachgewiesen, dass in dieser Saison 2017/18 rund 50 Prozent der Personen, die mit dem Dreifach-Impfstoff geimpft wurden, eine sog. Kreuzprotektion vorweisen. Das bedeutet, dass sie auch geschützt sind. Personen, die aufgrund von bestimmten Erkrankungen zu den Hochrisikopatienten zählen, sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob eine nachträgliche Vierfach-Impfung notwendig ist.

Grippeschutzimpfung - Ihre SBK-Vorteile:

So bekommen Sie eine Grippeschutzimpfung:

Eine Grippeschutzimpfung bekommen Sie bei Ihrem Hausarzt. In der Regel hat Ihr Hausarzt den Grippeimpfstoff in seiner Praxis.

Menschen ab 60 Jahre, chronisch Kranke und Schwangere erhalten die Impfung als Kassenleistung. Die Vorlage Ihrer SBK-Versichertenkarte in der Praxis genügt daher.

Wenn Sie jünger als 60 Jahre sind und keine Grunderkrankung haben, kann Ihnen Ihr Arzt eine Privatrechnung ausstellen. Dies gilt auch für Versicherte, die den Vierfach-Impfstoff wünschen. In der Regel halten Ärzte den Grippe-Impfstoff in ihrer Praxis bereit, sodass Sie nicht extra in die Apotheke gehen müssen. Die Verordnung und Privatrechnung reichen Sie bei der SBK, 80227 München, ein. Sie bekommen dann die Kosten der Impfung erstattet. Eine Impfberatung, zum Beispiel für Ihre nächste Urlaubsreise, ist allerdings eine Privatleistung, die Sie selbst bezahlen müssen. Wenn Sie weitere Fragen zur Kostenübernahme haben, sprechen Sie bitte am besten vor der Impfung Ihren persönlichen Kundenberater an.

Mehr zum Thema:

Informationen zur Grippeschutzimpfung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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