Psychotherapie

Mit Unterstützung der SBK psychische Herausforderungen bewältigen

Junge Frau am Fenster im Sonnenlicht

Eine Psychotherapie kann in vielen Fällen helfen, seelische Beschwerden zu mindern oder ganz zu beseitigen. Diese können dazu führen, dass der Betroffene den Alltag nicht mehr bewältigen kann oder dass es zu psychosomatischen Beschwerden kommt.

Wenn Sie das Gefühl haben, eine Psychotherapie zu benötigen, dann sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Er kann feststellen, ob körperliche Ursachen verantwortlich sind oder mitverantwortlich sein können. Sollte das nicht der Fall sein, wird er Ihnen eine Behandlung bei einem Psychotherapeuten empfehlen, um Ihr Befinden zu bessern.

Wir als SBK unterstützen Sie bei der Suche nach einem Therapeuten und übernehmen alle anerkannten Therapieformen. Alle Einzelheiten hierzu erfahren Sie auf dieser Seite.

Psychotherapie – Ihre SBK-Vorteile:

Psychotherapeutische Behandlungsarten

Vor dem Beginn der eigentlichen Psychotherapie gibt es in der Regel ein Erstgespräch, die sogenannte psychotherapeutische Sprechstunde, sowie Probesitzungen mit dem Therapeuten, die sogenannten probatorischen Sitzungen. Bei der anschließenden Behandlung gibt es die Möglichkeit einer Kurzzeit- und Langzeittherapie, in dringenden Fällen die Möglichkeit einer Akutbehandlung. Im Folgenden erfahren Sie die Einzelheiten zu diesen psychotherapeutischen Behandlungsarten.

Der Einstieg in die psychotherapeutische Behandlung erfolgt für alle Patienten über die psychotherapeutische Sprechstunde. Ihr Psychotherapeut klärt bei diesem Erstgespräch, ob ein Behandlungsbedarf besteht und welche Versorgung Sie brauchen. Sollte Ihr Therapeut einen besonders dringenden Behandlungsbedarf sehen, kann er eine psychotherapeutische Akutbehandlung im Umfang von bis zu zwölf Behandlungen empfehlen. Wenn Ihr Therapeut eine Psychotherapie für erforderlich hält, folgen im Nachgang an die Sprechstunde die sogenannten probatorischen Sitzungen.

Sollte der Therapeut im Rahmen des Erstgesprächs einen besonders dringenden Behandlungsbedarf sehen, kann eine Psychotherapeutische Akutbehandlung im Umfang von bis zu zwölf Behandlungen in Frage kommen. Eine Akutbehandlung dient der Krisenintervention und kann - falls erforderlich - in eine Kurzzeittherapie oder in eine Langzeitpsychotherapie überführt werden. Bereits durchgeführte Therapieeinheiten der Akutbehandlung werden auf die nachfolgende Psychotherapie angerechnet.

Wenn der Therapeut im Erstgespräch feststellt, dass bei Ihnen ein Bedarf für eine Psychotherapie besteht, folgen Probegespräche, die sogenannten probatorischen Sitzungen. Hier prüfen Sie und der Therapeut gemeinsam, ob die „Chemie“ zwischen ihnen stimmt und eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden kann. Vor Beginn einer Therapie sind mindestens zwei probatorische Sitzungen vorgeschrieben.

Während der probatorischen Sitzungen müssen Sie sich entscheiden, ob Sie die Therapie bei diesem Therapeuten fortsetzen wollen. Möchten Sie den Therapeuten wechseln, haben Sie bei diesem erneut mindestens zwei probatorische Sitzungen.

Eine Kurzzeitherapie hat zunächst einen Umfang von zwölf Behandlungsstunden. Ist nach diesen zwölf Behandlungsstunden eine Fortführung erforderlich, kann Ihr Therapeut nochmals bis zu zwölf Stunden bei der SBK beantragen. Insgesamt kann eine Kurzzeittherapie also bis zu 24 Behandlungsstunden beinhalten.

Sofern Sie bereits Therapiestunden der Akutbehandlung beim gleichen Therapeuten in Anspruch genommen haben, werden diese angerechnet. 

Sofern Ihr Therapeut im Laufe der probatorischen Sitzungen oder während der Kurzzeittherapie feststellt, dass Sie eine langfristige Therapie benötigen, können Sie gemeinsam mit Ihrem Therapeuten eine Langzeittherapie beantragen. Das maximale Stundenkontingent, das die SBK genehmigen kann, hängt von der Therapieform ab.

Für den Erstantrag gelten folgende Kontingente:

  • Verhaltenstherapie: 60 Stunden
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie: 60 Stunden
  • Analytische Psychotherapie: 160 

Bei Bedarf kann Ihr Therapeut nochmals eine Verlängerung beantragen. Insgesamt gelten für die drei Therapieformen für Erwachsene folgende Obergrenzen:

  • Verhaltenstherapie: 80 Stunden
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie: 100 Stunden
  • Analytische Psychotherapie: 300 Stunden

Für Kinder und Jugendliche gelten andere Höchstkontingente. Wenden Sie sich hierzu bitte an Ihren persönlichen Kundenberater.

Mehr Informationen zu den Therapieformen bekommen Sie auf der Seite Häufige Fragen zur Psychotherapie.

So bekommen Sie eine Psychotherapie:

Die psychotherapeutische Behandlung beginnt mit der psychotherapeutischen Sprechstunde. Diese neue Behandlungsform soll Ihnen bei psychischen Problemen schnell helfen. Ihr Therapeut klärt bei diesem Erstgespräch, ob ein Behandlungsbedarf besteht und welche Versorgung Sie brauchen. Seit dem 1. April 2018 ist die Teilnahme an einer psychotherapeutischen Sprechstunde eine zwingende Voraussetzung für eine weitergehende psychotherapeutische Behandlung.

Wenn Sie keinen Therapeuten für die Sprechstunde in Ihrer Umgebung finden, vermitteln Ihnen die Terminservicestellen Ihres Bundeslandes einen Sprechstundentermin innerhalb von vier Wochen. Auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie eine Übersicht dieser Terminservicestellen. Für Ihren Anruf halten Sie bitte Ihre SBK-Gesundheitskarte bereit.

Wenn der Therapeut in der Sprechstunde feststellt, dass bei Ihnen ein Behandlungsbedarf besteht, folgen Probegespräche, die sogenannten probatorischen Sitzungen. Hier prüfen Sie und der Therapeut gemeinsam, ob die „Chemie“ zwischen ihnen stimmt und eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden kann.

Nach den probatorischen Sitzungen findet noch eine körperliche Untersuchung bei Ihrem Haus- oder Facharzt statt. Diese soll ausschließen, dass eine organische Erkrankung die Ursache für Ihre psychischen Beschwerden ist.

Wenn Sie sich für eine Psychotherapie entscheiden, stellen Sie gemeinsam mit Ihrem Therapeuten einen Antrag bei Ihrem persönlichen Kundenberater. In bestimmten Fällen beziehen wir einen qualifizierten Gutachter mit ein. Nach der Bewilligung des Antrags durch uns können Sie die Therapie beginnen. Beim Psychotherapeuten brauchen Sie dann nur noch Ihre SBK-Gesundheitskarte vorzulegen.

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