Häufige Fragen zu Heilmitteln

Antworten auf häufige Fragen zur Heilmittelverordnung

Auf diesen Webseiten können Sie selbst nach Therapeuten suchen:

Die Kassenärztliche Vereinigung und die Landesverbände der Krankenkassen vereinbaren für jede Arztgruppe sogenannte Richtgrößen als Durchschnittswerte für die Verordnung. Das soll Sie jedoch nicht benachteiligen. Deshalb haben Sie unabhängig von diesen Richtgrößen Anspruch auf eine Versorgung mit Heilmitteln – sofern sie medizinisch nötig ist.

Besprechen Sie dies also bitte nochmals mit Ihrem Arzt. Wenn Sie hierzu noch Fragen haben: Ihr persönlicher Kundenberater berät Sie gern.

Es gibt unterschiedliche Fristen für die Gültigkeit einer Heilmittelverordnung. Innerhalb dieser Frist muss die Behandlung beginnen. Die Frist beginnt ab dem Datum der Ausstellung der Verordnung. Nach Ablauf der Frist ist die Verordnung nicht mehr gültig.

Die Fristen betragen im Einzelnen:

  • Physikalische Therapie: 14 Tage
  • Stimm-, Sprech- und Sprachtherapien sowie Ergotherapie: 14 Tage
  • Fußpflege: 28 Tage  

Das heißt zum Beispiel, dass eine physikalische Therapie innerhalb von 14 Tagen nach Ausstellung der Heilmittelverordnung beginnen muss.

Ihr Arzt kann den Behandlungsbeginn allerdings auch auf einen späteren Zeitpunkt verlegen. Dies vermerkt er dann direkt auf der Verordnung.

Sie können Ihre Behandlung für 14 Tage unterbrechen. Bei längeren Unterbrechungen benötigen Sie ein neues Rezept, da die Verordnung danach nicht mehr gültig ist.

In mehreren Bundesländern gibt es allerdings Ausnahmeregelungen. Dort sind auch längere Unterbrechungen möglich, wenn sie begründet sind (z. B. wegen Krankheit oder Urlaub). Ihr persönlicher Kundenberater berät Sie dazu gern.

Je nach Heilmittel gibt es vertraglich festgelegte Regelbehandlungszeiten:

  • Krankengymnastik: 15-25 Minuten
  • Massage: 15-20 Minuten
  • Manuelle Therapie: 15-25 Minuten
  • Manuelle Lymphdrainage: 30, 45 oder 60 Minuten – je nach Verordnung
  • Logopädie: 30, 45 oder 60 Minuten – je nach Verordnung

Über die genaue Dauer entscheidet im Einzelfall der jeweilige Therapeut.

Ja, Sie können den Therapeuten wechseln. Wenn noch nicht alle verordneten Behandlungen durchgeführt worden sind, händigt Ihnen Ihr bisheriger Therapeut eine Kopie der Verordnung aus (Vorder- und Rückseite). Auf der Rückseite muss ersichtlich sein, wie viele Behandlungen noch verbleiben.

Der neue Therapeut führt dann die verbleibenden Behandlungen durch und kann diese mit der Kopie der Verordnung abrechnen.

Auch Zahnärzte können Heilmittel verordnen, z. B. Krankengymnastik zur Behandlung krankheitsbedingter Schädigungen des Mund- und Kieferbereichs. Die Verordnung erfolgt auf einem eigenen, hellblauen Verordnungsvordruck für Zahnärzte. Mit diesem können Sie direkt zum entsprechenden Therapeuten gehen.

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