Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere

Bei der SBK bekommen Sie Extra-Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft.

Damit Sie sich in der Schwangerschaft ganz der Vorfreude auf Ihr Baby widmen können, haben wir hier das Wichtigste zu den Vorsorgeuntersuchungen für Sie zusammengestellt.

Alle medizinisch notwendigen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft sind in den Mutterschaftsrichtlinien geregelt. Dazu gehören eine große Vorsorgeuntersuchung zu Beginn der Schwangerschaft, sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, die Sie und Ihr Baby während der Schwangerschaft begleiten. Sie sind die wichtigste Grundlage für eine umfassende Gesundheitsvorsorge in der Schwangerschaft und werden von uns vollständig übernommen.

Wir übernehmen natürlich auch alle weiteren Vorsorgeuntersuchungen, wenn diese medizinisch notwendig sind. Ob eine weitere Vorsorgeuntersuchung bei Ihnen durchgeführt werden muss, entscheidet Ihr Arzt. Auch diese zusätzlichen Untersuchungen rechnet er dann direkt mit uns über Ihre Versichertenkarte ab. Vor allem bei Frauen mit Risikoschwangerschaften können – sofern es der Arzt für richtig hält – weitere Untersuchungen erfolgen, wie zum Beispiel zusätzliche Ultraschalluntersuchungen.

Gut zu wissen: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Sie für den Arztbesuch wegen der Vorsorgeuntersuchung ohne Verdienstausfall freizustellen.

Wenn der Schwangerschaftstest positiv ist, dann kommt jetzt die erste große Vorsorgeuntersuchung, bei der die Schwangerschaft ärztlich festgestellt wird. Vereinbaren Sie dazu einfach einen Termin mit Ihrem Frauenarzt.

Was passiert bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen? 

  • Beratungsgespräch mit Eigen-, Familien-, Arbeits- und Sozialanamnese
  • Allgemein- und gynäkologische Untersuchung
  • Feststellung des Körpergewichts und Blutdruckmessung
  • Urin- und Blutuntersuchung

Alle Untersuchungsergebnisse während der gesamten Schwangerschaft werden in den Mutterpass eingetragen, den Sie bei der ersten Vorsorgeuntersuchung von Ihrem Frauenarzt bekommen. Diesen Pass sollten Schwangere immer bei sich tragen, damit im Fall eines Falles auch ein fremder Arzt schnell reagieren kann.

Ihr Frauenarzt begleitet Sie während der Schwangerschaft intensiv. Die folgenden regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen finden daher alle vier Wochen bis zur 34. Schwangerschaftswoche statt. Danach wird der Rhythmus auf einen zweiwöchigen Abstand verkürzt. Insgesamt ergeben sich dadurch zehn bis zwölf Termine. Darüber hinaus können Sie bei Beschwerden natürlich immer zusätzlich Ihren Arzt aufsuchen.

Was passiert bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen?

  • Kontrolle des Körpergewichts und Blutdruckmessung
  • Urin- und Blutuntersuchung 
  • Feststellung des Standes der Gebärmutter und Kontrolle der kindlichen Herzaktionen
  • Bestimmung der Lage des Kindes

Bei den Ultraschalluntersuchungen sehen Sie Ihr Ungeborenes zum ersten Mal. Dies sind besondere Augenblicke, die für alle werdenden Eltern sehr bewegend sind. Neben der Überwachung des Schwangerschaftsverlaufes hilft die Untersuchung werdenden Müttern und Väter also auch früh, eine feste Bindung zum Ungeborenen aufzubauen.

Der Arzt kann mit Hilfe der Ultraschalluntersuchungen die Kindesentwicklung verfolgen und auch zum Beispiel das Kindesalter bestimmen, Mehrlingsschwangerschaften entdecken und auffällige Merkmale erkennen.

Während der Schwangerschaft sind insgesamt drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Sie finden in der Regel um die 10., die 20. und die 30. Schwangerschaftswoche statt. Wir übernehmen die kompletten Kosten für diese Untersuchungen. Bei Auffälligkeiten kann der Arzt sofort weitere Ultraschalluntersuchungen direkt mit uns abrechnen.

Häufig werden Schwangeren vom Arzt zusätzliche Ultraschalluntersuchungen angeboten, auch wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Dies sind sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), die von uns nicht übernommen werden können. Für diese zusätzlichen Untersuchungen stellt Ihnen der Arzt eine private Rechnung aus.

Die vorgesehenen gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft enthalten bereits umfangreiche Untersuchungen für Sie und Ihr Baby, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Zusätzlich können Sie bei Ihrem Frauenarzt weitere Untersuchungen durchführen lassen.

Diese sind, wie die zusätzlichen Ultraschalluntersuchungen, sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), die von Krankenkassen in der Regel nicht übernommen werden. Sie werden nur auf ausdrücklichen Wunsch der Schwangeren durchgeführt und sind immer kostenpflichtig. Deshalb steht vor solchen zusätzlichen Maßnahmen immer ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Arzt. Generell gilt es, individuelle Gesundheitsleistungen kritisch zu hinterfragen. Wer unsicher ist, sollte sich von einem zweiten Arzt oder von einer Hebamme beraten lassen.

Unser Tipp: Mit Hilfe Ihres Mutterpasses können Sie selbst prüfen, welche Untersuchungen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge von Experten vorgeschrieben sind, denn nur diese sind im Mutterpass aufgeführt.
Gerne können Sie sich auch von unseren medizinischen Experten rund um die Uhr und auch am Wochenende beim SBK-Gesundheitstelefon Schwangerschaft & Kind beraten lassen.

Pränataldiagnostik bezeichnet die Diagnostik, die vor der Geburt stattfindet. Bei der Pränataldiagnostik suchen Ärzte gezielt nach Hinweisen auf Fehlbildungen oder Erbkrankheiten beim ungeborenen Kind. Diese Untersuchungen gehören nicht zu den gesetzlich vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen. Wenn jedoch bestimmte gesundheitliche oder familiäre Risiken vorliegen, muss Sie Ihr Arzt auf die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik hinweisen. Wenn Sie einer solchen Untersuchung zustimmen, muss er Sie vor jeder Untersuchung über den Ablauf, den Zweck, die Risiken, die Aussagekraft und die Konsequenzen aufklären.

Bei vielen werdenden Eltern ist die Bereitschaft groß, einen Test "nur zur Sicherheit" machen zu lassen. Doch ein Untersuchungsergebnis kann auch anders ausfallen als erhofft. Dies kann die Schwangere und ihren Partner unvorbereitet vor eine schwerwiegende Entscheidung stellen. Deshalb sollten sich werdende Eltern über die angebotenen Tests vorher genau informieren und darüber nachdenken, wie sie mit einem ungünstigen Untersuchungsergebnis umgehen würden. Zudem birgt - je nach Untersuchung - schon die Methode der Untersuchung selbst Risiken für die Schwangerschaft.

Für alle Untersuchungen der Pränataldiagnostik gilt folgendes:

  • Während der Schwangerschaft kann immer nur ein Teil möglicher Beeinträchtigungen des Ungeborenen festgestellt werden. Manche Erkrankungen oder Behinderungen können auch "übersehen" werden.
  • Häufig sind die Testergebnisse nicht eindeutig, sodass unter Umständen weitere Untersuchungen erforderlich werden.
  • Viele Behinderungen und Entwicklungsstörungen des Kindes können mit Hilfe der Tests erkannt werden. Eine Behandlung in der Schwangerschaft ist aber nur bei wenigen Krankheiten möglich.
  • Die Testergebnisse sagen meist wenig darüber aus, wie schwer eine Krankheit verlaufen wird oder welche Einschränkungen eine Behinderung im Einzelnen mit sich bringen wird.
  • Falsche Testergebnisse, also Fehlalarme sind möglich.

Bei Auffälligkeiten kann der Arzt nach eingehender Beratung und mit Ihrem Einverständnis die Kosten für bestimmte prädiagnostische Verfahren direkt mit uns abrechnen. Wenn kein Verdacht auf eine Auffälligkeit in der Entwicklung des Kindes besteht, müssen pränataldiagnostische Untersuchungen als individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) selbst bezahlt werden.

Welche Leistungen übernimmt die SBK als Zusatzleistung?

Da uns die Vorsorge für Sie und Ihr Kind sehr wichtig ist, übernehmen wir als Extra die Kosten ausgewählter zusätzlicher Vorsorgeuntersuchungen über den gesetzlichen Rahmen hinaus. Dadurch haben Sie zusätzliche Sicherheit in dieser aufregenden Lebensphase.

Zu diesen zusätzlichen Vorsorgeuntersuchungen gehören:

Wir erstatten Ihnen die tatsächlich entstandenen Kosten für diese beiden Untersuchungen bis zu einem Maximalbetrag von insgesamt 100 Euro.

Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft - Ihre SBK-Vorteile:

So bekommen Sie Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft:

Für große und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sowie für medizinisch notwendige spezielle Vorsorgeuntersuchungen genügt die Vorlage Ihrer SBK-Versichertenkarte in der Praxis. Sie brauchen sich um nichts weiter zu kümmern.

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