Änderungen in der Krankenversicherung 2019

Was ändert sich zum Jahreswechsel 2018/2019?

Auf einem Tisch liegen ein Formularblick, eine Packung Tabletten, ein Stift und ein Stethoskop.

Das Jahr 2019 bringt zahlreiche Änderungen mit sich, die die Beitragssätze zu den Sozialversicherungen betreffen. Vor allem durch die ab 01. Januar geltenden Regelungen des Versichertenentlastungsgesetzes ergeben sich Erleichterungen für viele: Die Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung des Zusatzbeitrages entlastet Arbeitnehmer und Rentner, die Senkung der Mindestbemessungsgrenze führt zu niedrigeren Beiträgen bei den Selbstständigen.

Wir haben für Sie zusammengestellt, welche Regelungen neu sind und was die Änderungen für Sie bedeuten:

Beitragssatz der SBK

Das Wichtigste vorab: Der allgemeine Beitragssatz bei der SBK bleibt auch 2019 stabil bei 15,9 %. Auch unser Zusatzbeitrag ändert sich nicht und bleibt bei 1,3 %.

Neu ab 2019 ist, dass neben dem allgemeinen Beitrag nun auch der Zusatzbeitrag jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen wird. Bisher musste der Zusatzbeitrag alleine vom Arbeitnehmer übernommen werden. Bei Rentnern wird der allgemeine Beitrag und der Zusatzbeitrag künftig auch je zur Hälfte vom Rentner und der Deutschen Rentenversicherung getragen.

In den Medien wurde viel darüber berichtet, dass die Krankenkassen auf Milliardenüberschüssen sitzen, die sie über die Senkung der Zusatzbeiträge abschmelzen sollen. Sie fragen sich vielleicht "Warum senkt die SBK ihren Zusatzbeitrag dann nicht?"
Fest steht, dass die Ausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung künftig weiter steigen werden. Wie sich die konjunkturelle Lage in den nächsten Jahren entwickelt, wird sich zeigen. Daher halten wir nichts davon, kurzfristigen finanziellen Effekten nachzugeben. Wir setzen weiterhin auf eine solide finanzielle Basis und ein starkes Leistungs- und Servicepaket. Mit unserem bereits im vierten Jahr unveränderten Zusatzbeitrag sehen wir uns darin bestätigt. Damit unterscheiden wir uns von den Wettbewerbern und sind gut für die Herausforderungen der Zukunft aufgestellt.

Beitragssatz Pflegeversicherung

Der Beitragssatz in der Pflegeversicherung liegt im Jahr 2019 bei 3,05 % (2018: 2,55 %). Dieser Beitragssatz wird jeweils zur Hälfe vom Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer getragen.

Kinderlose Mitglieder ab dem 23. Lebensjahr zahlen einen Beitragszuschlag in Höhe von 0,25 %. An diesem Beitragszuschlag beteiligen sich die Arbeitgeber nicht. Insgesamt gilt damit für kinderlose Mitglieder im Jahr 2019 ein Beitragssatz in der Pflegeversicherung von 3,3 % (2018: 2,8 %).

Neue Beitragsbemessungsgrenzen

Die Beiträge zur Sozialversicherung werden grundsätzlich nach dem individuell erzielten Arbeitsentgelt, höchstens jedoch bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze, erhoben.

Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung sowie in der Arbeitslosenversicherung liegt im Jahr 2019 bei monatlich 6.700 Euro im Rechtskreis West und bei 6.150 Euro im Rechtskreis Ost (2018: 6.500 Euro bzw. 5.800 Euro).

In der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt die monatliche Beitragsbemessungsgrenze 8.200 Euro im Rechtskreis West und 7.600 Euro im Rechtskreis Ost (2018: 8.000 Euro bzw. 7.150 Euro).

In der Kranken- und Pflegeversicherung existiert bereits eine bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze. Diese liegt im Jahr 2019 bei 4.537,50 Euro monatlich (2018: 4.425 Euro).

Jahresarbeitsentgeltgrenze

Arbeitnehmer, deren regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet, sind in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungsfrei. Sie können sich freiwillig weiterversichern. Die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze, also die Versicherungspflichtgrenze, wird im Jahr 2019 auf 60.750 Euro festgesetzt (2018: 59.400 Euro).

Für Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 2002 wegen Überschreitens der damaligen Jahresarbeitsentgeltgrenze von 40.500 Euro privat krankenversichert waren, gilt im Jahr 2019 die besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze von 54.450 Euro (2018: 53.100 Euro).

Senkung des Mindestbeitrags für hauptberuflich Selbständige 

Die Höhe der Beiträge für Selbstständige ist einkommensabhängig. Das bedeutet, dass diese Beiträge der individuellen Einkommenssituation des Selbstständigen angepasst sind. Wenn die Einnahmen eines Selbstständigen unter der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Mindestbemessungsgrenze in Höhe von 2.283,75 Euro (2018) liegen, dann werden die Beiträge mindestens aus diesem Betrag berechnet. Das entspricht dann dem Mindestbeitrag. Diese Mindestbemessungsgrenze für Selbstständige wird für 2019 mehr als halbiert und auf 1.038,33 Euro gesenkt.

Genaue Informationen zur Senkung des Mindestbeitrags für hauptberuflich Selbstständige finden Sie in unserer Broschüre oder auf unserer Seite Alles Wichtige rund um die Krankenversicherung für Selbstständige.

Broschüre hier herunterladen PDF, 278 KB

Minijobs

Die monatliche Entgeltgrenze für die sogenannten Minijobber bleibt unverändert und liegt auch im Jahr 2019 bei 450 Euro.

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