Arbeitnehmer

Alle Informationen rund um Ihren Krankenversicherungsbeitrag.

Sie sind berufstätig als Arbeitnehmer und haben ein Jahresarbeitsentgelt von weniger als 59.400 Euro? Dann sind Sie versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung und können sich bei der SBK versichern.

Wenn Sie mehr als 59.400 Euro im Jahr verdienen (die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze für 2018), können Sie sich freiwillig bei der SBK versichern. Diese freiwillige Versicherung beginnt in der Regel am 1. Januar des Folgejahres – wenn Ihr Arbeitsentgelt auch die zu diesem Zeitpunkt geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt. Bei einer neuen Beschäftigung oder einem Arbeitgeberwechsel können Sie sich ab sofort freiwillig bei der SBK versichern.

Ihre Vorteile bei der SBK:

Ihre SBK-Beiträge zur Sozialversicherung

Als Arbeitnehmer sind Ihr Bruttogehalt und der Beitragssatz der SBK die Grundlage für Ihre monatlichen Beiträge zur Sozialversicherung, also zu Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung. Ihre Einnahmen werden insgesamt maximal bis zur so genannten Beitragsbemessungsgrenze der jeweiligen Versicherung angerechnet.

Diese Grenzen legt der Gesetzgeber einheitlich jedes Jahr neu fest. Ihr Arbeitgeber übernimmt für Sie die Hälfte des Beitrages. Allerdings beteiligt er sich nicht am Zusatzbeitrag und dem Pflegeversicherungszuschlag für Kinderlose.

allgemeiner Beitragssatz für Arbeitnehmer14,60 %
Zusatzbeitrag der SBK1,30%
Gesamtbeitrag15,90 %
pauschaler Beitragssatz für geringfügig entlohnte Beschäftigte
(Bruttogehalt max. 450 €, der Beitrag wird komplett
vom Arbeitgeber bezahlt)
13,00 %
monatliche Beitragsbemessungsgrenze4.425 €
jährliche Beitragsbemessungsgrenze53.100 €
Bundesweit einheitlicher Beitragssatz
(gilt für alle krankenversicherten Mitglieder)
2,55 %*
Arbeitgeberzuschuss (außer im Bundesland Sachsen)1,275 %
Arbeitgeberzuschuss (im Bundesland Sachsen)0,775 %
monatliche Beitragsbemessungsgrenze4.425 €
jährliche Beitragsbemessungsgrenze53.100 €

*Für kinderlose Mitglieder erhöht sich der Beitragssatz nach Ablauf des Monats, in dem sie das 23. Lebensjahr vollenden, um 0,25 Beitragssatzpunkte auf 2,80 %.

Beitragssatz3,00 %
monatliche Beitragsbemessungsgrenze alte Bundesländer6.500 €
jährliche Beitragsbemessungsgrenze alte Bundesländer78.000 €
monatliche Beitragsbemessungsgrenze neue Bundesländer5.800 €
jährliche Beitragsbemessungsgrenze neue Bundesländer69.600 €
Beitragssatz18,60 %
pauschaler Beitragssatz für geringfügig entlohnte Beschäftigte
(Bruttogehalt max. 450 €, der Beitrag wird komplett
vom Arbeitgeber bezahlt)
15,00 %
monatliche Beitragsbemessungsgrenze alte Bundesländer6.500 €
jährliche Beitragsbemessungsgrenze alte Bundesländer78.000 €
monatliche Beitragsbemessungsgrenze neue Bundesländer5.800 €
jährliche Beitragsbemessungsgrenze neue Bundesländer69.600 €

So berechnen Sie Ihre Beiträge zur Krankenversicherung

Sie möchten die Höhe Ihre Beiträge zur Krankenversicherung erfahren? Dann nutzen Sie unseren praktischen Beitragsrechner für Arbeitnehmer.

Wenn Sie monatlich zwischen 450,01 Euro und 850 Euro brutto verdienen (sogenannte Midi-Jobs), fällt Ihr Arbeitnehmeranteil zum Sozialversicherungsbeitrag niedriger aus als der Arbeitgeberanteil. Deshalb wird zur Beitragsberechnung eine besondere Formel benutzt. Verwenden Sie in diesem Fall zur Berechnung Ihrer Beiträge den Beitragsrechner „Gleitzone“. Auch diesen finden Sie auf der Seite Beitragsrechner für Arbeitnehmer.

Arbeitgeberwechsel

Bei einem Arbeitgeberwechsel ändert sich an Ihrem Krankenversicherungsschutz nichts. Ihr neuer Arbeitgeber benötigt lediglich eine Bescheinigung über Ihre Mitgliedschaft bei uns. Rufen Sie dazu einfach Ihren persönlichen Kundenberater an. Er sendet Ihrem Arbeitgeber diese Bescheinigung dann gern zu.

Mehrere Arbeitgeber

Sie sind bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt? In diesem Fall werden Ihre Einnahmen aus den einzelnen Beschäftigungen in der Regel zusammengerechnet. Auch hier gilt: Ihre gesamten Einnahmen werden bei der Beitragsberechnung maximal nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Jeder Arbeitgeber berechnet die Beiträge für Sie neu und führt diese an uns ab. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie jeden Ihrer Arbeitgeber über alle Ihre Beschäftigungen informieren.

Sie gehören zu den geringfügig Beschäftigten, wenn Sie einen Minijob mit einem Entgelt von höchstens 450 Euro ausüben oder wenn Sie nur kurzfristig beschäftigt sind. Diese Regelung gilt allerdings nicht für Auszubildende und Praktikanten.

Minijobs

Minijobs bleiben üblicherweise beitragsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Für die Rentenversicherung fallen hingegen Beiträge an. Sie können sich allerdings von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Dazu stellen Sie einen Antrag bei Ihrem Arbeitgeber.

Kurzfristige Beschäftigung

Als kurzfristig Beschäftigter bleiben Sie grundsätzlich beitragsfrei, wenn Sie innerhalb eines Kalenderjahres insgesamt nicht mehr als drei Monate geringfügig beschäftigt sind. Eine Voraussetzung für die Beitragsfreiheit ist, dass die Beschäftigung von vornherein vertraglich befristet ist. In diesem Fall spielt auch das Entgelt keine Rolle.

Wenn Sie mehrere kurzfristige Beschäftigungen in einem Kalenderjahr ausüben, werden diese zusammengerechnet. Sollten Sie also durch mehrere kurzfristige Beschäftigungen mehr als drei Monate arbeiten, gelten für Sie die gleichen Beitragsregelungen wie für regulär beschäftigte Arbeitnehmer.

Während der gesamten Elternzeit bleiben Sie weiterhin als Mitglied bei uns versichert. Sollten Sie bei uns pflichtversichert sein, zahlen Sie während der Elternzeit keine Beiträge zur Krankenversicherung. Das gilt auch, wenn Sie freiwilliges Mitglied sind und Ihr Ehegatte gesetzlich versichert ist.

Wenn Sie freiwillig versichert sind und keinen Anspruch auf eine Familienversicherung haben, zum Beispiel wenn Sie nicht verheiratet sind oder Ihr Ehepartner privat versichert ist, zahlen Sie für die Elternzeit Beiträge. In den meisten Fällen handelt es sich um den Mindestbeitrag in Höhe von 181,18 Euro.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gern zu Ihrem Versicherungsschutz während der Elternzeit und informieren Sie zu den Beiträgen, die für die Krankenversicherung anfallen. Wenden Sie sich dazu bitte an Ihren persönlichen Kundenberater.

Wenn Sie kurzfristig die Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen organisieren, haben Sie das Recht auf eine Auszeit von zehn Arbeitstagen. Alternativ können Sie auch eine sechsmonatige Auszeit nehmen, um einen nahen Angehörigen selbst zu pflegen. Aber ganz gleich, wie Sie sich entscheiden: Wir sorgen dafür, dass Sie auch in diesen Zeiten gut versichert sind.

Sie können sich als berufstätiger Angehöriger – ab dem Tag der Freistellung von der Beschäftigung – bei Ihrem Ehe- oder Lebenspartner in der Kranken- und Pflegeversicherung mitversichern. Und zwar ohne dafür selbst Beiträge zur Krankenversicherung zu zahlen. Dazu sollte der Ehe- oder Lebenspartner selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sein.

Ist das nicht der Fall, werden Sie freiwillig in Ihrer bisherigen gesetzlichen Kranken- und Pflegekasse weiterversichert. Sie bezahlen dann in den meisten Fällen die Mindestbeiträge in Höhe von 181,18 Euro bzw. 183,72 Euro, wenn Sie keine Kinder haben.

Auf Antrag zahlen wir Zuschüsse in Höhe des Mindestbeitrags der Pflege- und Krankenversicherung. Wir übernehmen außerdem die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Die Beiträge zur Rentenversicherung tragen wir, wenn die Pflegeperson den Angehörigen mindestens 14 Stunden pro Woche pflegt. Dies darf allerdings nicht erwerbsmäßig geschehen.

Sie sind bei uns gesetzlich pflichtversichert? Dann ändert sich im ersten Monat Ihres unbezahlten Urlaubs für Sie nichts.

Wenn allerdings der unbezahlte Urlaub länger als einen Monat dauert, können Sie sich entweder bei Ihrem Ehegatten oder Ihrer Ehegattin beitragsfrei familienversichern. Oder Sie versichern sich freiwillig bei uns.
Ihr Beitrag für die freiwillige Versicherung hängt von Ihrem Einkommen ab und beträgt mindestens 181,18 Euro bzw. 183,72 Euro, wenn Sie keine Kinder haben.

Während der Altersteilzeit arbeiten Sie nur die Hälfte Ihrer bisherigen Arbeitszeit und erhalten auch nur die Hälfte Ihres bisherigen Entgeltes. In dieser Zeit zahlen Sie und Ihr Arbeitgeber die üblichen Beiträge zur Sozialversicherung. Wenn Ihr Arbeitgeber einen Aufstockungsbetrag zahlt, werden darauf grundsätzlich keine Beiträge fällig. Ist Ihr Arbeitseinkommen durch den Aufstockungsbetrag allerdings höher als Ihr bisheriges Nettoentgelt, fallen darauf Beiträge an.

Wenn Sie unmittelbar nach der Freistellungsphase in Altersrente gehen, sind die Beiträge günstiger. Da Sie keinen Anspruch auf Krankengeld haben, gilt hier der ermäßigte Beitragssatz von 15,3 Prozent.

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